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Zusammenarbeit verbessern und Gemeinsamkeiten finden

Zweiter Erfahrungsaustausch der FDP-Fraktionen aus Lage und Bad Salzuflen

 

Bad Sal­zu­flen/La­ge. Um Er­fah­run­gen aus­zut­au­schen und Ge­mein­sam­kei­ten aus­zu­lo­ten, ha­ben sich die FDP-Frak­tio­nen aus Lage und der Kur­stadt be­reits zum zwei­ten Mal ge­trof­fen. Das erste Tref­fen fand im Juni die­ses Jah­res in Lage statt, das zweite vor ei­ni­gen Ta­gen im Bad Sal­zu­fler Rat­haus. Die Frak­tio­nen sind so­gar der Mei­nung, daß die­ser Er­fah­rungs­aus­tausch zu ei­ner Tra­di­tion wer­den könn­te.

Beide Sei­ten erör­ter­ten The­men wie den Na­tur­park Eg­ge­ge­bir­ge/Süd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald, Schul­pro­bleme und den Ver­kauf von städ­ti­schen Im­mo­bi­li­en. Wich­tigs­tes Thema war je­doch die Kon­so­li­die­rung des Haus­hal­tes, so­wohl in der Kur­stadt als auch in La­ge. Jür­gen Rie­ke­hof, Vor­sit­zen­der der Sal­zu­fler FDP-Rats­frak­tion: "Zu Be­ginn der Wahl­pe­ri­ode ha­ben wir in Work­shops be­ra­ten, wie wir die Kos­ten sen­ken kön­nen. Bis Ende der Wahl­pe­ri­ode sol­len je vier Mil­lio­nen Euro an Per­so­nal- und Sach­kos­ten so­wie 2 Mil­lio­nen Euro durch Ver­kauf städ­ti­scher Im­mo­bi­lien ein­ge­spart wer­den. Al­ler­dings wer­den im Sal­zu­fler Rat die Vor­schläge der FDP zum Ver­kauf des Schlos­ses Schöt­mar oder der Ab­riß der Fest­halle an der Ufer­straße blo­ckiert. Al­lein die Fest­halle kos­tet uns bei den paar Ver­an­stal­tun­gen, die jähr­lich darin statt­fin­den, pro Jahr 350.000 Eu­ro."

"­Die glei­chen Pro­bleme gibt es in der Zucker­stadt auch", stellte die La­gen­ser FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zende Mar­tina Han­nen fest. "­Sie heißen bei uns nur an­ders. So wird zum Bei­spiel der Er­halt des Hau­ses Ber­ken­kamp emo­tio­nal hoch­ge­hal­ten." Lage wird es je­doch schaf­fen, bis 2010 den Haus­halt aus­zu­glei­chen. Bis­her wur­den im La­gen­ser Rat­haus ü­ber 120 Stel­len so­zi­al­ver­träg­lich ab­ge­baut. In ei­nem Im­mo­bi­li­en­ver­mark­tungs­kon­zept hat die Zucker­stadt seit An­fang 2007 be­reits 780.000 Euro rea­li­sier­t.

Um den Be­darf für die Ge­mein­schafts­schule fest­zu­stel­len, wird in Bad Sal­zu­flen zur Zeit ein Fra­ge­bo­gen er­ar­bei­tet. "Ob­wohl eine Ge­samt­schule für uns nicht die op­ti­male Lö­sung ist, ha­ben wir zu­ge­stimmt, um den El­tern­wil­len zu er­mit­teln", so Rie­ke­hof. Laut Rats­mit­glied Cordt De­te­ring wan­dern aus Bad Sal­zu­flen pro Jahr etwa 120 Schü­ler nach Er­rei­chen der 10. Klasse an die Ge­samt­schu­len in Her­ford, Leo­polds­höhe und Lemgo ab. "­Die Qua­li­fi­ka­tion un­se­rer wei­ter­bil­den­den Schu­len ist das Pro­blem, das wir lö­sen müs­sen", er­klärte De­te­ring. Für die La­gen­ser FDP ist die­ser Fra­ge­bo­gen von großem In­ter­es­se. "Wir wür­den ihn gern für Lage ü­ber­neh­men", so Mar­tina Han­nen, "­denn in Lage gibt es zu we­nig Kin­der für eine Ge­samt­schu­le."

­Der Bad Sal­zu­fler Rat hat be­schlos­sen, dem Na­tur­park Eg­ge­ge­bir­ge/Süd­li­cher Teu­to­bur­ger Wald bei­zu­tre­ten. " Es ent­ste­hen für uns keine Kos­ten und wir se­hen Vor­teile bei der Tou­ris­mus­för­de­rung", er­klärte Jür­gen Rie­ke­hof. Auch für die FDP in Lage ist die­ses Thema in­ter­essant. Al­ler­dings hat sich dort in Dis­kus­sio­nen her­aus­ge­stellt, daß doch Kos­ten ent­ste­hen könn­ten, weil even­tu­ell zu­sätz­lich Mit­ar­bei­ter dafür ein­ge­stellt wer­den müßten. "Außer­dem hat der Na­tur­park nur Wer­be­po­ten­tial. Es be­ste­hen keine recht­li­chen An­sprüche auf Na­tur­schutz­för­de­rung", gab die La­gen­ser FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zende zu be­den­ken. "Wir ha­ben in den Frak­tio­nen und im Rat bis­her keine Be­schlüsse dazu ge­faßt, un­ser Um­weltaus­schuß emp­fiehlt je­doch den Bei­trit­t."

In den Fach­be­rei­chen erör­ter­ten die Li­be­ra­len auch das PPP-Mo­dell Schu­le; das Zu­sam­men­fas­sen der städ­ti­schen Ge­sell­schaf­ten, weil da­bei durch Syn­er­gien Steu­ern ge­spart und Ver­luste ge­gen­sei­tig aus­ge­gli­chen wer­den kön­nen; die Ü­ber­gabe der städ­ti­schen Kin­der­gär­ten an freie Trä­ger; die Be­treu­ung der Fried­höfe durch Eh­ren­amt­li­che und die Fried­hofs­ge­bühren so­wie die Vor­schlag, in NRW das Ab­itur mit zwölf Schul­jah­ren ein­zu­führen.

vom 24.11.2007 | Ausgabe-Nr. 47B

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