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Bad Salzufler Werbegemeinschaft übergibt Schecks an zwei Organisationen

Doppeltes Spendenglück

 

Bad Sal­zu­flen (m­h). Sankt Mar­tin teilte einst sei­nen Man­tel aus Mit­leid mit ei­nem frie­ren­den Bett­ler. Ihm zu Eh­ren wird je­des Jahr das Mar­tins­fest ge­fei­ert – auch in Bad Sal­zu­flen. Hier wer­den zu die­sem An­lass kleine Schiff­chen ver­kauft, die am Abend des Mar­tins­fes­tes in die Salze ge­setzt wer­den. Die Wer­be­ge­mein­schaft Bad Sal­zu­flen hat die Er­löse aus dem Ver­kauf nun gu­ten Zwe­cken zu­kom­men las­sen.

Hier kommt dann wie­der der ge­teilte Man­tel ins Spiel. An­statt die ge­sam­ten Spen­den an eine Or­ga­ni­sa­tion zu ü­ber­ge­ben, ha­ben sich die Ver­an­stal­ter ent­schlos­sen, gleich zwei zu be­güns­ti­gen. So durf­ten nun das Ai­ds­wai­sen-Pro­jekt »Kin­der brau­chen ein Zu­hau­se« der evan­ge­lisch-lu­the­ri­schen Kir­chen­ge­meinde Bad Sal­zu­flen und das Ju­gend­rot­kreuz der Kur­stadt je einen Scheck ü­ber 750 Euro ent­ge­gen neh­men.

»­Die klei­nen Schiff­chen wur­den ge­gen eine Spende ab­ge­ge­ben – je­der konnte so viel dafür be­zah­len, wie er woll­te«, er­klärt Hans-Joa­chim Täu­ber, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Wer­be­ge­mein­schaft. »­Nicht alle Spen­der wa­ren gleich­zei­tig Schiffs­be­sit­zer«, er­gänzt Vor­stands­mit­glied Maxi Schus­ter. »Viele fan­den die Ak­tion so gut, dass sie ein­fach so et­was ge­ge­ben ha­ben«. Das Fest am Mar­tins­tag war, so die Wer­be­ge­mein­schaft, ein Rie­sen­er­folg. Mehr als 2.000 Kin­der, El­tern und Groß­el­tern seien beim Um­zug mit­ge­gan­gen. »Un­ser Dank gilt den Spon­so­ren, aber auch der Feu­er­wehr, die den Zug zum Schutz be­glei­tet hat und für die ‘Aus­set­zung’ der Böt­chen ver­ant­wort­lich war«, so Täu­ber. Auch die Thea­ter­gruppe »­Kun­ter­bunt«, die bei der Ver­an­stal­tung auf­ge­tre­ten ist, habe zum Ge­lin­gen bei­ge­tra­gen.

Dass beim dies­jäh­ri­gen Mar­tins­fest die Ak­tion »Kin­der brau­chen ein Zu­hau­se« un­ter­stützt wird, ist eher eine Aus­nah­me, denn: »Nor­ma­ler­weise kommt das Geld Men­schen in Bad Sal­zu­flen zu Gu­te. Die­ses Mal al­ler­dings geht es nach Äthio­pi­en. Wir fan­den das Pro­jekt aber sehr un­ter­stüt­zens­wer­t«, er­läu­tert Täu­ber. Das von Pas­tor Die­ter Lo­renz in­izi­ierte Pro­jekt er­mög­licht 150 Ai­ds­wai­sen in der Äthio­pi­schen Stadt Ba­hir Dar ein neues Le­ben in Ad­op­tiv­fa­mi­li­en. »­Mit dem Geld wer­den die Fa­mi­lien un­ter­stützt, be­kom­men Nah­rungs­mit­tel und me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Das Pro­jekt läuft 2008 aus, bis da­hin wol­len wir 180.000 Euro zu­sam­men­ha­ben«, er­klärt Lo­renz. Die­sem Ziel sei man mit der Spende ein Stück näher ge­kom­men.

­Die zweite Hälfte des Gel­des hat die Wer­be­ge­mein­schaft an das Deut­sche Ju­gend­rot­kreuz Bad Sal­zu­flen ü­ber­ge­ben. Die Or­ga­ni­sa­tion führt zahl­rei­che Pro­jekte durch – so sind die Mit­glie­der zum Bei­spiel bei den DRK-Blut­spen­de­ter­mi­nen für die Kin­der der Spen­der zur Stel­le. »­Sie dür­fen bei uns bas­teln, spie­len und ma­len, während ihre El­tern auf der Liege sin­d«, sagt Ver­ena Dir­ker. Ein wei­te­rer großer Ar­beits­be­reich ist der Schul­sa­nitäts­dienst. »Wir bil­den Schü­ler als Erst­hel­fer aus, so dass etwa bei ei­nem Un­fall auf dem Pau­sen­hof schnell je­mand zur Stelle sein kann«. Außer­dem si­mu­lie­ren die Ju­gend­rot­kreuz­ler rea­lis­ti­sche Un­falls­ze­nen, bei de­nen po­ten­zi­elle Ret­ter für den Ernst­fall ü­ben kön­nen. »Auch bei Ver­an­stal­tun­gen wie dem Um­welt­tag, sind wir da­bei – das Pro­blem ist nur: Wir fal­len nicht als ei­genstän­dige Gruppe auf­«. Mit der Spende sol­len darum Pull­over, T-Shirts und Auf­stell­ban­ner be­druckt wer­den, wel­che die Rot­kreuz-Ju­gend deut­lich als sol­che zu er­ken­nen gibt.

vom 24.11.2007 | Ausgabe-Nr. 47B

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