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Turnhalle des Grabbe-Gymnasiums eingeweiht

Jahrelanges Ringen belohnt

Det­mold (ts). Mit Mu­sik, Ar­tis­tik und Turn­vor­führun­gen wurde am Mon­tag die neue Sport­halle am Grabbe-Gym­na­sium ein­ge­weiht. Schul­lei­ter Wal­ter Hun­ger freute sich darü­ber, dass das jah­re­lange Rin­gen der sport­be­ton­ten Schule um zu­sätz­li­che Trai­nings­mög­lich­kei­ten end­lich be­lohnt wor­den sei. Sein be­son­de­rer Dank galt den um­lie­gen­den Schu­len, in de­ren Hal­len die Grabbe-Schü­ler in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im Fach Sport un­ter­rich­tet wur­den. »Für jede Schule ist es auf Dauer un­er­träg­lich, in al­len um­lie­gen­den Hal­len zu Gast zu sein«, sagte Hun­ger und si­cherte zu, mit den er­wei­ter­ten Mög­lich­kei­ten jetzt auch den frühe­ren Gast­ge­bern hel­fen zu wol­len.

Nach An­sicht von Bür­ger­meis­ter Rai­ner Hel­ler wird die neue Halle zu ei­ner deut­li­chen Ver­bes­se­rung der Hal­len­si­tua­tion am Schul­zen­trum Ost führen. Gleich­wohl bleibe die Frage nach dem Hal­len­be­darf an die­sem Stand­ort in der po­li­ti­schen Dis­kus­sion. »Jede Schule hätte gerne op­ti­male Sport­stät­ten, ob das hier durch Sa­nie­rung oder Neu­bau er­reicht wer­den soll, muss die Po­li­tik ent­schei­den«, sagte Hel­ler mit Blick auf die Dis­kus­sion ü­ber die sa­nie­rungs­be­dürf­tige Halle der Re­al­schule I und den dis­ku­tier­ten Neu­bau ei­ner Drei- be­zie­hungs­weise Zwei­feld­hal­le. Hel­ler wies dar­auf hin, dass die Stadt Det­mold in der Ver­gan­gen­heit viel Geld für Sport­stät­ten in­ves­tiert ha­be. »Das ist gut an­ge­leg­tes Geld«, sagte Hel­ler.

Vor fünf Jah­ren hatte Schul­lei­ter Wal­ter Hun­ger mit ei­nem Brief an den Rat der Stadt auf den drin­gen­den Be­darf für eine Sport­halle auf­merk­sam ge­macht und den Bau ei­ner Holz­turn­halle vor­ge­schla­gen. An­ge­sichts des de­sol­ta­ten Zu­stan­des der Sport­halle der Re­al­schule I und der eben­falls sa­nie­rungs­be­dürf­ti­gen Halle des Leo­pol­din­ums fa­vo­ri­sierte der Schulaus­schuss 2005 den Neu­bau ei­ner Drei­feld­hal­le, die­ser Be­darf wurde auch im ak­tu­ell gül­ti­gen Schul­ent­wick­lungs­plan fest­ge­schrie­ben. Da­von ab­wei­chend be­schloss der Rat den Bau ei­ner Ein­feld­halle am Grabbe-Gym­na­si­um. Die neue Hal­le, de­ren Spiel­fläche zu Las­ten der Geräteräume auf Wunsch der Schule auf 17 x 27 Me­ter ver­größert wur­de, hat 1,25 Mil­lio­nen Euro ge­kos­tet und wurde in sehr kur­zer Zeit fer­tig ge­stellt. Erst im De­zem­ber 2007 hatte man die Bau­leis­tun­gen aus­ge­schrie­ben, schon im Juni wurde das Richt­fest ge­fei­ert, und im No­vem­ber wurde die Halle in kon­ven­tio­nel­ler Bau­weise mit Nied­ri­g­ener­gie­stan­dard fer­tig­ge­stell­t.

­Zur Eröff­nung de­mons­trier­ten die Schü­ler des Grabbe-Gym­na­si­ums, wie sie die Halle zukünf­tig sport­lich nut­zen wol­len: Eine Gruppe Ein­rad­fah­rer zeigte wag­hal­sige Kunst­stü­cke und be­wies, dass man die Ar­tis­ti­krä­der auch zum Seil­sprin­gen ver­wen­den kann, wei­tere Grup­pen prä­sen­tier­ten Tanz­cho­reo­gra­fien und be­geis­ter­ten mit ge­konn­ten Kunst­tur­nein­la­gen. Für die Mu­sik sorgte die Big­band der Schu­le. Das Ü­ber­ra­schungs-High­light der Show war der Auf­tritt ei­nes Schü­ler­quin­tetts, de­ren In­ter­pre­ta­tion zweier Lie­der der Köl­ner A-cap­pella-Gruppe Wise Guys nicht nur künst­le­risch be­ein­dru­ckend vor­ge­tra­gen wur­de, die wit­zi­gen Texte pass­ten auch gut zum An­lass und rie­fen den ein oder an­de­ren La­cher her­vor.

vom 05.11.2008 | Ausgabe-Nr. 45A

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