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an der Tafel: Bernd Groeger, dahinter v.l. in blau: Jens-Uwe Dau, Christiane Esche und in grün: Henrik Schafmeister
Foto:  Nicole Ellerbrake

an der Ta­fel: Bernd Gro­e­ger, da­hin­ter v.l. in blau: Jens-Uwe Dau, Chris­tiane Esche und in grün: Hen­rik Schaf­meis­ter ­Fo­to: Ni­cole El­ler­brake

Chan­cen und Ri­si­ken der di­gi­ta­len Stadt Ein Work­shop dient als Auf­takt zur Ver­an­stal­tungs­reihe zur Di­gi­ta­li­sie­rung Am Thema Di­gi­ta­li­sie­rung kommt auch die Stadt Det­mold nicht vor­bei. San­dra Mül­ler von der Stab­s­stelle Di­gi­ta­li­sie­rung ar­bei­tet dar­an, die Kom­mune so­zial, ö­ko­no­misch, ö­ko­lo­gisch und nach­hal­tig zu ver­net­zen und ist kürz­lich mit der ers­ten Bür­ger­be­tei­li­gung in Form ei­nes Work­shops ge­st­ar­tet. 22 Teil­neh­mer hat­ten sich dafür un­ter dem Motto "Wel­che Fra­gen soll­ten wir uns stel­len?" in der Stadt­halle ein­ge­fun­den. Nach ein­zel­nen Vor­trä­gen ha­ben sich die In­ter­es­sier­ten in klei­nen Grup­pen zu­sam­men­ge­fun­den und zu drei The­men­fel­dern ge­mein­sam Ge­dan­ken ge­sam­melt und dis­ku­tiert. Der erste Teil be­stand aus den Fra­gen "­Was habe ich gehör­t?" und "­Was löst es bei mir aus­?" Da­nach galt es, sich mit den Fra­gen zu be­schäf­ti­gen, die sich nach den gan­zen The­sen und Be­fürch­tun­gen stell­ten. Die Teil­neh­mer soll­ten sich ge­mein­sam einen Ü­ber­blick ver­schaf­fen und die Ge­dan­ken aus ver­schie­de­nen Blick­win­keln be­trach­ten. "­Was glau­ben wir zu wis­sen?", "­Was wis­sen wir nicht?" und "Wer sollte was tun?" wa­ren da­bei die Leit­fra­gen. Im letz­ten Teil tru­gen sie Wün­sche und An­re­gun­gen zu­sam­men. San­dra Mül­ler von der Stab­s­stelle Di­gi­ta­li­sie­rung war mit der Teil­nahme sei­tens der Ein­woh­ner sehr zu­frie­den, die sich sehr rege ein­brach­ten. "­Be­son­ders ge­lun­gen finde ich die Mi­schung aus Pri­vat­per­so­nen und Mit­glie­dern ver­schie­de­ner Or­ga­ni­sa­tio­nen wie etwa dem BUND und ver­schie­de­nen po­li­ti­schen Par­tei­en", sagte sie. "Heute ist die Auf­takt­ver­an­stal­tung. Es fol­gen noch zwei wei­te­re, und das ganze wird zu­dem be­glei­tet von ei­nem um­fang­rei­chen Volks­hoch­schul-An­ge­bot." Es gehe im Grunde darum zu se­hen, ob die er­ar­bei­te­ten Leit­mo­tive und die er­stellte di­gi­tale Agenda mit den Mei­nun­gen und Ge­dan­ken der Bür­ger kon­form ge­hen. Die An­sich­ten der Det­mol­der schwank­ten zwi­schen Furcht vor Ri­si­ken und der Auf­fas­sung, dass die Di­gi­ta­li­sie­rung aber auch ei­ni­ges er­leich­tern wer­de. Viele fühl­ten sich zum Teil ü­ber­for­dert von der neuen Tech­nik, hät­ten Angst vor ei­ner zu­neh­men­den Ü­ber­wa­chung, den Strah­len des WLAN-Net­zes und vor ei­nem Miss­brauch der ei­ge­nen Da­ten. An­ge­bracht wurde aber auch, dass eine Di­gi­ta­li­sie­rung in der Stadt­ver­wal­tung erst ein­mal mehr Per­so­nal er­for­de­re, wel­ches dann ge­ge­be­nen­falls spe­zi­ell ge­schult sein müss­te. Wäre aber al­les di­gi­tal er­fasst, würde es für die Bür­ger und die Fir­men und Ver­wal­tun­gen eine im­mense Ar­beits­er­leich­te­rung be­deu­ten. Mit dem Work­shop ist eine drei­tei­lige Ver­an­stal­tungs­reihe ge­st­ar­tet, bei der die Stadt Det­mold er­fah­ren möch­te, wie sich die Bür­ger das di­gi­tale Le­ben in der Re­si­denz vor­stel­len, wo mo­derne Tech­nik hel­fen kann und wo sie nicht er­wünscht ist. Aber auch auf Ängs­te, Be­fürch­tun­gen und Fra­gen der Ein­woh­ner soll ein­ge­gan­gen wer­den. Im Fe­bruar und März geht es wei­ter mit ei­ner On­line-Be­tei­li­gungs­platt­form und sta­tionären Ide­en­wän­den. Im "On­line-Ideen-Dia­lo­g" will die Stadt An­re­gun­gen, Ge­dan­ken und Ideen der Bür­ger für ein di­gi­ta­les Det­mold sam­meln. Den Ab­schluss der Ver­an­stal­tungs­reihe bil­det die Zu­kunfts­kon­fe­renz am 13. Juni 2020. Hier sol­len mit Un­ter­stüt­zung von Ex­per­ten die bis­her zu­sam­men­ge­tra­ge­nen Er­geb­nisse ge­sich­tet und in ein­zelne Hand­lungs­fel­der ein­ge­ord­net wer­den. In klei­nen Ar­beits­grup­pen wür­den dar­aus Zu­kunfts­bil­der er­ar­bei­tet. De­tails wie den Ver­an­stal­tungs­ort will die Stadt noch be­kannt ge­ben. (LM­H/­ne)

vom 18.01.2020 | Ausgabe-Nr. 3B

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