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» Bad Salzuflen

Credo: erhalten statt abreißen

Laureen Hannig

Lau­reen Han­nig

Ein Gang durch die Alt­stadt Sal­zu­flens ohne die Be­geg­nung mit Bau­ten des Ar­chi­tek­ten Ru­dolf Gün­ther (1880-1914) ist un­vor­stell­bar. Der Ar­chi­tekt prägte das Sal­zu­fler Stadt­bild wie kein an­de­rer und ist des­halb Na­mens­ge­ber der Me­dail­le, er­klärte Dr. Ste­fan Wie­se­kop­sie­ker vor der Ver­lei­hung. 
­Die sa­nier­ten und re­stau­rier­ten Ob­jekte von Oet­ker, Krug und Hoff­mann ü­ber­zeug­ten die Jury in die­sem Jahr be­son­ders. Oet­ker ist keine "Erst­täte­rin", so sa­nierte sie be­reits ein wei­te­res Haus. "Ich dachte nur ei­nes: Das darf nicht ver­fal­len", be­grün­det sie ihr En­ga­ge­ment für den Er­halt des Hau­ses in der Turm­straße. Zu­mal dort be­reits ein Ge­bäude ab­ge­ris­sen wird, wie Wie­se­kop­sie­ker be­dau­ernd fest­stell­te. Das zweite ge­ret­tete Ob­jekt in der Ro­on­straße war, wie Dr. Wie­se­kop­sie­ker re­cher­chie­ren konn­te, tatsäch­lich ein Ent­wurf von Ru­dolf Gün­ther, der dafür 1913 stolze 300 Gold­mark be­kam. 
Im Rah­men der Fei­er­lich­kei­ten mahnte der Hei­mat- und Ver­schö­ne­rungs­ver­ein im­mer wie­der die Dring­lich­keit des Er­hal­tes his­to­ri­scher Ge­bäude an. Als be­son­de­res Bei­spiel nannte der Vor­sit­zende das jü­di­sche Pries­ter­haus in Schöt­mar. "Wir le­gen den Fin­ger in die Wun­den", so Wie­se­kop­sie­ker. Auch Bür­ger­meis­ter Dr. Ro­land Tho­mas lobte das En­ga­ge­ment der Preisträ­ger: "Natür­lich hat die Stadt ein In­ter­esse an re­no­vier­ten Bau­ten. Sie sind das Erbe Bad Sal­zu­flens." (LM­H/lh)

vom 14.09.2019 | Ausgabe-Nr. 37B

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