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Auf den Blickwinkel kommt es an

Heimat- und Verkehrsverein Falkenhagen hatte jetzt eine Schutzhütte mit dem Dreh

 

Lügde-Fal­ken­ha­gen. Mit ei­ner Be­son­der­heit war­tet der Lüg­der Orts­teil Fal­ken­ha­gen seit Kur­zem auf: Ent­lang des rund fünf Ki­lo­me­ter lan­gen Klos­ter­rund­we­ges gibt es meh­rere Stel­len für Wan­der­freun­de, um dort zu ras­ten und die Aus­sicht in die wun­der­schöne Land­schaft rund um das Klos­ter­dorf zu ge­nießen. Jetzt ist eine neue At­trak­tion hin­zu­ge­kom­men: Der Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein hat eine rund­herum dreh­bare Schutz­hütte er­rich­tet, die je nach Lust, Laune und Wit­te­rung den 360-Grad-Blick er­mög­licht. "Das ist schon was Außer­ge­wöhn­li­ches", freut sich auch Orts­bür­ger­meis­te­rin Elke Schrö­der bei der Vor­stel­lung. Der krea­tive Geist im Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein ist Karl Scha­per. Der ge­lernte ehe­ma­lige Ma­schi­nen­schlos­ser hat zu­sam­men mit dem Vor­stand um des­sen Vor­sit­zen­den Jörg Schra­der, sei­nem Stell­ver­tre­ter Tor­ben Ger­king und Lutz Os­ter­mann be­reits ei­nige Ideen um­set­zen kön­nen, dar­un­ter die Sitz­ge­le­gen­hei­ten und In­fo­ta­feln im Gins­te­r­eck. Vom Stand­ort der neuen Dreh-Schutz­hüte an der Stein­breite kann man ü­ber die Pol­ler Straße hin­weg ge­nau ge­genü­ber hin zu die­sem an­de­ren at­trak­ti­ven Aus­sichts­punkt schau­en. Während das Gins­te­r­eck al­ler­dings ü­ber un­ver­rück­bar fest im Erd­bo­den ver­an­ker­tes Mo­bi­liar ver­fügt, bie­tet diese neue "Klos­ter-Hüt­te" et­was völ­lig Neu­es: einen be­que­men Rundum-Blick. Mög­lich wird die­ser Pan­orama-Blick durch ein be­kann­tes und be­lieb­tes Prin­zip, das je­der von ei­nem Kin­der­ka­rus­sell kennt: Durch et­was Kraft­auf­wand beim Zie­hen an ei­nem fest ver­an­ker­ten Rad wird hier al­ler­dings nicht nur eine Scheibe son­dern so­gar ein kom­plet­ter Un­ter­stand mit Sitz­ge­le­gen­heit aus Fich­ten­holz in Schwung ge­bracht, in dem vier er­wach­sene Per­so­nen und Pro­vi­ant be­quem Platz fin­den. Die Hütte ro­tiert auf ei­nem Dreh­kranz ei­nes ehe­ma­li­gen Lkw-An­hän­gers. Der Dreh an dem Rad genügt, um die ge­samte Hütte um die Achse in jede ge­wünschte Blick­rich­tung aus­zu­rich­ten. So schaut der Gast im Nor­den auf Fal­ken­ha­gen mit der Klos­ter­an­la­ge, im Os­ten auf den Ith, im Sü­den auf die mit 500 Me­tern höchste Er­he­bung des We­ser­ber­g­lan­des - den Köter­berg - oder im Wes­ten auf den Höhen­zug des Mör­th. Zu Ori­en­tie­rung sind im In­nern der Hütte auch Holz­ta­feln an­ge­bracht. Die ge­samte "Klos­ter­hüt­te" ist bis auf die Rück­seite of­fen. "Alle wa­ren bis­her be­geis­ter­t", be­rich­tet Jörg Schra­der, der jetzt wie der Ver­ein auf viele Wan­der­freunde hofft, die den gut aus­ge­schil­der­ten Klos­ter­rund­weg be­ge­hen und dann die land­schaft­li­che Schön­heit des We­ser­ber­g­lan­des dort ge­nießen. Ne­ben der "Klos­ter­hüt­te" liegt der­zeit noch ein Hau­fen mit Stei­nen, die von den Fel­dern im Um­feld zu­sam­men­ge­tra­gen wur­den. "Dar­aus wer­den wir dort noch eine Tro­cken­mauer er­rich­ten, um zum Bei­spiel Am­phi­bien Un­ter­schlupf­mög­lich­kei­ten zu bie­ten", kün­digt der HVV-Vor­sit­zende an. Ne­ben der Hütte wurde auch ein Mast er­rich­tet, der Greif­vö­geln eine Sitz­mög­lich­keit bie­tet. "Wir ha­ben be­ob­ach­tet, dass sich, seit un­sere Klos­ter­hütte dort steht, auf dem Dach die Raub­vö­gel dar­auf nie­der­ge­las­sen ha­ben. Das ist natür­lich nicht in un­se­rem Sinn, denn de­ren Kot geht an die Sub­stanz des Holz­da­ches. Des­halb bie­ten wir de­nen jetzt die Al­ter­na­ti­ve, und die neh­men sie auch an." Die Ma­te­ri­al­kos­ten für diese neue An­lage mit der Dreh­hütte hat der Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein Fal­ken­ha­gen aus ei­ge­nen Mit­teln auf­ge­bracht. Den Auf­bau und die Ein­rich­tung ha­ben die Mit­glie­der un­ter der An­lei­tung von Karl Scha­per natür­lich in Ei­gen­leis­tung voll­zo­gen. Aber mit dem Pro­jekt sind die Hei­mat­freunde aus dem Klos­ter­dorf noch nicht am Ende ih­rer Plä­ne.

"Da ist noch ei­ni­ges, was wir noch diese Jahr tun kön­nen, um un­ser Dorf auch für Orts­un­kun­dige at­trak­ti­ver zu ma­chen", deu­tet Karl Scha­per an, will aber noch nicht allzu viel ver­ra­ten." (LM­H/AFK)

vom 31.08.2019 | Ausgabe-Nr. 35B

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