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Die jungen Störche haben eine lange Reise vor sich

Noch herrscht in der Elbrinxener Station für die Wildtiere Betrieb. Die ersten Vögel fliegen aber schon in Richtung Süden

Auf einem benachbarten Stoppelfeld suchen die jungen Störche der Elbrinxer Storchenstation nach Nahrung und finden nicht nur dort reichlich Fressenswertes. Foto: afk

Auf ei­nem be­nach­bar­ten Stop­pel­feld su­chen die jun­gen Stör­che der El­brinxer Stor­chen­sta­tion nach Nah­rung und fin­den nicht nur dort reich­lich Fres­sens­wer­tes. Fo­to: afk

"Ein­mal in den 34 Jah­ren des Be­ste­hens un­se­res Ver­eins hat­ten wir ge­nauso vie­le", er­in­nern sich Klinge und der Vor­sit­zende Gün­ter Ko­pei. Wer das Schau­spiel er­le­ben möch­te, muss sich al­ler­dings spu­ten: Die Jung­tiere bre­chen die­ser Tage in wär­mere Ge­filde auf, etwa 14 Tage vor den Alt­tie­ren. 
Auch wenn die Me­teo­ro­lo­gen und Was­ser­wirt­schaft­ler in die­sem Jahr er­neut zu große Tro­cken­heit be­kla­gen – für die Stör­che sei der Som­mer in un­se­rer Re­gion viel güns­ti­ger ge­we­sen als 2018, sagt Klin­ge. Ü­ber 30 Ki­lo­me­ter im Um­kreis su­chen sich die Tiere ihr Fut­ter. Im Um­kreis von El­brin­xen hat der Ver­ein ü­ber mehr als drei Jahr­zehnte Bio­tope ge­schaf­fen, in de­nen die Stör­che Mäu­sen, Frö­schen oder In­sek­ten fin­den. Und so sieht man dann auch schon mal eine Gruppe von 15 Stelz­vö­geln ge­mein­sam auf ei­nem ab­ge­ern­te­ten Feld, wo sie mit ih­ren lan­gen ro­ten Schnä­beln Fres­sen aus dem Bo­den pi­cken. 
Auch die Jung­tiere sind in­zwi­schen flüg­ge, su­chen sich selbst ihre Nah­rung, wer­den aber trotz­dem noch von ih­ren El­tern im Stor­chen­nest ver­sorgt. "­Bis zum ers­ten Ab­flug­ter­min müs­sen die Jun­gen rei­se­fit sein", weiß Klin­ge. "­Schaf­fen sie es nicht, müs­sen sie zwei Wo­chen später mit den Al­ten mit­flie­gen." Die El­tern kom­men in dr Re­gel ab Fe­bruar wie­der zurück nach El­brin­xen, während der Nach­wuchs sich ei­gene Re­viere sucht. "Drei Stör­che ü­ber­win­tern hier", be­rich­tet der "­Stor­chen­va­ter". "Dar­un­ter ist eine Störchin, die seit der Grün­dung un­se­res Ver­eins vor 34 Jah­ren schon hier leb­t."
­Die Stor­chen­sta­tion in El­brin­xen er­freut sich das Jahr ü­ber großen In­ter­es­ses. Schul­kas­sen, aber auch Be­su­cher­grup­pen, sind stets gern ge­se­hene Gäs­te. In der Fe­ri­en­zeit kom­men gern Fa­mi­li­en, um den Stör­chen zu­zu­se­hen. Mit sei­ner gan­zen Er­fah­rung und sei­ner ei­ge­nen Be­geis­te­rung, die im­mer zu spüren ist, ver­mit­telt Rolf Klinge im Rah­men von kos­ten­lo­sen Führun­gen und ü­ber das Live-Vi­deo­bild haut­nahe Ein­drü­cke von den Ak­ti­vitäten in den Nes­tern und der Sta­tion. "Das be­ein­druckt alle im­mer wie­der­", freuen sich Klinge und Ko­pei ü­ber die po­si­ti­ven Re­ak­tio­nen. Selbst die er­fah­re­nen Stor­chen­ex­per­ten sind im­mer wie­der be­ein­druckt von dem Trei­ben in der Sta­tion. Auf dem Frei­gelände stei­gert sich das si­gni­fi­kante Ge­klap­per der Stor­chen­schnä­bel schnell zu ei­nem re­gel­rech­ten Kon­zert. "Wir las­sen un­sere Tiere mög­lichst in Ruhe und grei­fen nur in Not­fäl­len ein", sagt Gün­ter Ko­pei. "Das sind Wild­tie­re, und die sol­len sie auch blei­ben."
Führun­gen müs­sen vorab un­ter (05283) 423 an­ge­mel­det wer­den. Die Stor­chen­sta­tion ist in El­brin­xen aus­ge­schil­dert. (LM­H/AFK)

vom 24.08.2019 | Ausgabe-Nr. 34B

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