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Einzige Überlebenschance für Familienvater

Deutschen Knochenmark-Spenderdatei sucht am 25- August in Schötmar potenzielle Stammzellenspender

Bad Sal­zu­flen-Schöt­mar. Ro­lands ein­zige Ü­ber­le­benschance ist eine Stamm­zell­s­pen­de. Der 56-Jäh­rige Fa­mi­li­en­va­ter ist an ei­ner Vor­stufe von Blut­krebs er­krankt. Seine Freunde und Kol­le­gen ha­ben eine Re­gis­trie­rungs­ak­tion or­ga­ni­siert: Wer ge­sund und zwi­schen 17 und 55 Jahre alt ist, kann sich am Sonn­tag, 25. Au­gust, zwi­schen 12 und 16 Uhr auf dem Markt­platz Schöt­mar als po­ten­zi­el­ler Stamm­zell­s­pen­der bei der Deut­schen Kno­chen­mark-Spen­der­da­tei (DKMS) re­gis­trie­ren las­sen. "Je­der, der mit­macht, könnte ein Le­bens­ret­ter sein", be­tont die DKMS. 
Ro­land hat schon als eh­ren­amt­li­cher Hel­fer bei ei­ner Re­gis­trie­rungs­ak­tion mit­ge­hol­fen, um ei­nem an­de­ren Men­schen das Le­ben zu ret­ten. Nun ist er selbst auf Hilfe an­ge­wie­sen. Die Dia­gnose war für ihn und seine Fa­mi­lie ein Schock. "­Man fühlt sich wie im falschen Film und will es nicht wahr­ha­ben", sagt der Fa­mi­li­en­va­ter. Seine Frei­zeit ver­bringt er gerne mit Fahr­rad­fah­ren und Le­sen, auf­grund der kräf­te­zeh­ren­den Be­hand­lung ist das aber ak­tu­ell kaum noch mög­lich. Da­her hat Ro­land, der in Bie­le­feld lebt und seit 13 Jah­ren in Bad Sal­zu­flen ar­bei­tet, im Mo­ment nur einen Wunsch: wie­der ge­sund wer­den.­Doch Ro­land kann nur ü­ber­le­ben, wenn es – ir­gendwo auf der Welt – einen Men­schen mit na­hezu den glei­chen Ge­we­be­merk­ma­len gibt, der zur Stamm­zell­s­pende be­reit ist. Bis­lang war die welt­weite Su­che nach die­sem "­ge­ne­ti­schen Zwil­ling" er­folg­los. Des­halb ist es wich­tig, dass sich mög­lichst viele Men­schen als po­ten­zi­elle Stamm­zell­s­pen­der re­gis­trie­ren las­sen. 
Das geht ein­fach, schnell und schmerz­frei: "Nach dem Aus­fül­len ei­ner Ein­ver­ständ­nis­er­klärung wird beim Spen­der ein Wan­gen­schleim­hautab­strich mit­tels Wat­tes­täb­chen durch­ge­führt, da­mit seine Ge­we­be­merk­male im La­bor be­stimmt wer­den kön­nen Spen­der, die sich be­reits in der Ver­gan­gen­heit bei ei­ner Ak­tion re­gis­trie­ren ließen, müs­sen nicht er­neut mit­ma­chen. 
Al­len, die nicht wis­sen, ob sie sich re­gis­trie­ren las­sen wol­len, gibt Ro­land mit auf den Weg: "Auch, wenn es mir womög­lich nicht hilft, hilft die Re­gis­trie­rung even­tu­ell ei­nem an­de­ren Men­schen, der eben­falls drin­gend auf den pas­sen­den Spen­der war­tet." Auch Geld­s­pen­den sind gern geshen, da der ge­mein­nüt­zi­gen Ge­sell­schaft al­lein für die Re­gis­trie­rung ei­nes je­den neuen Spen­ders Kos­ten in Höhe von 35 Euro ent­ste­hen.

vom 21.08.2019 | Ausgabe-Nr. 34A

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