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Autorin Sandra Castrup testet die Fahrt mit dem Segway durch die Alte Hansestadt

Tolle Aussicht: Stadtführer Werner Kuloge, Autorin Sandra Castrup, Segway-Guide Frank Korfsmeier und Jan David (von rechts) auf dem Weg durch den Staff-Park. Foto: Sandra Castrup

Tolle Aus­sicht: Stadt­füh­rer Wer­ner Ku­lo­ge, Au­to­rin San­dra Ca­s­trup, Seg­way-Guide Frank Korfs­meier und Jan Da­vid (von rechts) auf dem Weg durch den Staff-Park. Fo­to: San­dra Ca­s­trup  weitere Bilder »

Der Akku hält etwa für 35 Ki­lo­me­ter, dann muss er für rund acht Stun­den la­den. Ent­spre­chend kennt man die Elek­tro-Fahr­zeuge auf zwei ne­ben­ein­an­der lie­gen­den Rä­dern eher aus Me­tro­po­len. Um mit den Geräten durch die Stadt dü­sen zu kön­nen, sind Grund­vor­aus­set­zun­gen zu er­fül­len: äl­ter als 15 Jah­re, Kör­per­ge­wicht zwi­schen 30 und 118 Ki­lo­gramm und Fahr­rad­helm. Zu­dem wird die Er­laub­nis zum Führen ei­nes Mo­fas ver­langt. Ich er­fülle die Be­din­gun­gen, so­dass Frank Korfs­meier mich auf eins sei­ner Fahr­zeuge lässt. Der 59-Jäh­rige ist seit sie­ben­ein­halb Jah­ren er­folg­reich als Seg­way-Be­trei­ber in Nord­rhein-West­fa­len un­ter­wegs, im zwei­ten Jahr bie­tet er ge­mein­sam mit Stadt­füh­rer Wer­ner Ku­loge Seg­way-Tou­ren rund um die Alte Han­se­stadt an. 
In der klei­nen Gruppe sind noch Tanja Ma­luga und Jan Da­vid da­bei. Tanja erzählt mir, auch noch nie auf solch ei­nem Ge­fährt ge­stan­den zu ha­ben. "Ihr müsst Ver­trauen zu die­ser sen­si­blen Ma­schine auf­bauen und euch kon­zen­trie­ren", er­klärt Frank. Der Len­ker sei kein Halte- oder Stütz­griff, son­dern eine sen­si­ble Steuerein­heit, die nur seit­lich mit den Fin­gern berührt wer­den darf. Ge­steu­ert wird aus­sch­ließ­lich mit dem Kör­per und durch Ge­wichts­ver­la­ge­run­gen. Ich ler­ne: Es geht um Ge­fühl und um Ru­he, nicht um Kraft. 
Nach ei­ner Ü­bungs­ein­heit auf dem Re­gen­stor­platz geht es auf die 15 Ki­lo­me­ter lange Strecke, zunächst ü­ber die Wäl­le. Wer­ner fährt be­herzt vor­aus, Tanja und Da­vid mu­tig hin­ter­her. "Ich habe echt Re­spekt vor dem Ding", ver­su­che ich meine zö­ger­li­che An­fahrt zu er­klären. "N­ein, du hast Angst­", er­wi­dert Frank. "Ein ty­pi­scher Kopf­men­sch." Doch lang­sam, aber si­cher schließe ich wie­der auf. 
­Guide Wer­ner weist uns per Hand­zei­chen auf ver­schie­dene Se­hens­wür­dig­kei­ten auf der Stre­cke hin, es geht vor­bei am Schloss Bra­ke, am He­xen­bür­ger­meis­ter­haus, am Jun­ker­haus. Die Pause an der "Wal­ken­mühle" nutzt Frank, um ein paar tech­ni­sche De­tails zu ver­ra­ten: "­Die Ma­schine tas­tet 100 Mal pro Se­kunde den Bo­den ab, um die Ba­lance zu fin­den. Die Soft­ware hat Steve Jobs ge­schrie­ben."
­Seine Fas­zi­na­tion steckt an. Tan­ja, Jan und ich sind der beste Be­weis, denn nach der Pause läuft es rich­tig rund. Hätte mir vor drei Stun­den je­mand ge­sagt, dass ich am Ende mit dem Seg­way den Spie­gel­berg schwung­voll rauf und den Staff-Park wie­der run­terdü­sen wür­de, den hätte ich mit Si­cher­heit für ver­rückt er­klärt. 
­Die ge­führte Seg­way-Tour rund um Lemgo dau­ert in­klu­sive Ein­wei­sung drei Stun­den. Bis Ok­to­ber sind Bu­chun­gen ü­ber Frank Korfs­meier un­ter der Te­le­fon­num­mer (0171) 8531209 mög­lich. Die nächs­ten Ter­mi­ne: 24. Au­gust, 21. Sep­tem­ber, 3 Ok­to­ber. Mehr In­for­ma­tio­nen on­line un­ter "ww­w.­seg­tou­ren-nr­w.­de". 


vom 17.08.2019 | Ausgabe-Nr. 33B

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