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Folie, Scherben und Feuer gefährden die Natur

Immer mehr Spuren rücksichtslosen Verhaltens: Verschmutzungen rund um die Externsteine häufen sich

Eine gespannte und beschmierte Folie stört im anliegenden Wald. Foto: Landesverband Lippe

Eine ge­spannte und be­schmierte Fo­lie stört im an­lie­gen­den Wald. Fo­to: Lan­des­ver­band Lippe  weitere Bilder »

Es sei eine neue Di­men­sion der Ver­schmut­zung des Na­tur­schutz­ge­bie­tes er­reicht, sa­gen Ralf Noske und Pe­ter Grö­ne, Ge­schäfts­füh­rer der Denk­mal-Stif­tung des La­de­ver­ban­des. Sehr zum Scha­den der Na­tur und der Be­su­cher, die diese Na­tur ein­fach ge­nießen wol­len, und der Na­tur. Auf­grund der Störun­gen könn­ten die Uhus, die an den Ex­t­ern­stei­nen seit mehr als zehn Jah­ren zu­hause sind, ih­ren Brut­stand­ort auf­ge­ben, be­fürch­ten Noske und Grö­ne. Be­sorgt ist auch die Schutz­ge­mein­schaft Ex­t­ern­stei­ne, die die Er­for­schung und Be­wah­rung die­ses Ge­bie­tes zur Auf­gabe ge­macht hat. "­Fo­lie und ab­blät­ternde Farbe stel­len eine Ge­fahr für viele wild­le­bende Tiere dar", sagt Ro­bin Jäh­ne. Er kenne zahl­rei­che Bei­spie­le, bei de­nen sich Tiere in Fo­lien ver­fan­gen hät­ten und qual­voll star­ben. Nicht zu un­ter­schät­zen sei auch die Wald­brand­ge­fahr. "Auch wenn zwi­schen­durch mal ein Re­gen­schauer fällt, im Wald herrscht Was­ser­de­fi­zit. Das ist be­son­ders an den Fich­ten zu er­ken­nen, die nach und nach we­gen der Tro­cken­heit und dem da­mit im Zu­sam­men­hang ste­hen­den Bor­kenkä­fer­be­fall ab­ster­ben", er­klärt Jäh­ne. Noske er­gänzt: "­Schon ein Tee­licht oder eine Glas­scherbe kön­nen einen Wald­brand ver­ur­sa­chen. Oder einen Schwel­brand im Un­ter­grund, der sich aus­brei­tet." Da­her plant der Lan­des­ver­band stär­kere Kon­trol­len: Mit­ar­bei­ter wer­den auf Pa­trouille ge­hen, ein Si­cher­heits­dienst schaut nachts nach dem rech­ten. "­Dies ge­schieht im In­ter­esse der Men­schen, de­nen die Fel­sen und die Na­tur wirk­lich wich­tig sind, und im In­ter­esse der Na­tur", sagt Grö­ne. Er ap­pel­liert zu­dem an alle Be­su­cher: "Helft uns, die Na­tur so zu be­wah­ren, wie sie ist." Wer be­merkt, dass im Wald ge­grillt wird, dass Feuer ge­macht oder ge­zel­tet wird oder dass Bäume mit Plas­tik­fo­lien um­wi­ckelt wer­den, sollte seine Be­ob­ach­tun­gen den Mit­ar­bei­tern im In­fo­zen­trum Ex­t­ern­steine mel­den.

vom 14.08.2019 | Ausgabe-Nr. 33A

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