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Durch das Klärwerk zur Selbsterkenntnis Der Rotary Club Detmold-Blomberg ermöglicht Studierenden aus Polen einen Einblick in verschiedene lokale Betriebe in Lippe

Professorin Dr. Ute Austermann-Haun (rechts) von der Technischen Hochschule OWL begrüßt die polnischen Nachwuchs-Ingenieure in der Kläranlage Detmold. Foto: LMH

Pro­fes­so­rin Dr. Ute Aus­ter­mann-Haun (rechts) von der Tech­ni­schen Hoch­schule OWL be­grüßt die pol­ni­schen Nach­wuchs-In­ge­nieure in der Klär­an­lage Det­mold. Fo­to: LMH  weitere Bilder »

Die meis­ten der Stu­den­ten ha­ben ge­rade das vierte Se­mes­ter hin­ter sich ge­bracht und für sie könnte es ein An­stoß sein, sich für einen Schwer­punkt zu ent­schei­den. Izabela Świ­ca, die be­reits ih­ren Ba­che­lor ab­ge­schlos­sen hat und als ein­zige ih­rer mit­ge­reis­ten Kom­mi­li­to­nen zu­vor ein Klär­werk in Deutsch­land be­sucht hat­te, bestätigt, wie ein­drück­lich es ist, im Feld der An­wen­dung das zu se­hen, was die Stu­den­ten sonst nur in der Theo­rie aus dem Hör­saal ken­nen. "Auch neue Tech­no­lo­gien zu Au­gen zu be­kom­men, ist eine tolle Ge­le­gen­heit", er­gänzt sie, noch im­mer be­geis­tert von der "­Fuzzy-Fil­ter"-Tech­no­lo­gie, die sie ei­nige Tage zu­vor in der Klär­an­lage Barn­trup an­ge­schaut hat­te. Einen klei­nen fus­se­li­gen Ball durfte sie so­gar von dort mit­neh­men, sie hat ihn seit­dem in ih­rer Ta­sche. Klar, dass sie be­son­ders auf­merk­sam zuhört, während Pro­fes­so­rin Dr. Ute Aus­ter­mann-Haun von der Tech­ni­schen Hoch­schule OWL ü­ber das Gelände führt. Bis zu zwei lip­pi­sche Be­triebe stan­den in den bei­den Wo­chen täg­lich auf dem Plan, aber auch für et­was kul­tu­rel­len Aus­tausch und Frei­zeit hat­ten die an­ge­hen­den In­ge­nieure Ge­le­gen­heit. Das Pro­gramm be­treibt der Ro­tary Club Det­mold-Blom­ber be­reits seit 1993. "Es ist auch ein Ver­pflich­tung die wir ver­spüren, das wei­ter­zu­führen. Auf der einen Seite ge­genü­ber dem Ro­tary Club in Ol­sz­tyn, den wir da­mals ge­grün­det ha­ben, auf der an­de­ren Seite der För­de­rung des deutsch-pol­ni­schen Ver­hält­nis­ses ge­genü­ber", sagt Pro­jekt­ko­or­di­na­tor Gert-Pe­ter Mae­kel­bur­ger vom Ro­tary Club Det­mold-Blom­berg. Warum aber se­hen sich die Teil­neh­mer aus­ge­rech­net eine Klär­an­lage an ob­wohl es in Po­len ebenso ge­nug da­von gibt? "­Die be­kom­men die dort ü­ber­haupt nicht zu Ge­sicht, da fehlt si­cher­lich auch das nötige Klein­geld", er­klärt Mae­kel­bur­ger. Außer­dem sei eine Klär­an­lage nun mal auch ein Teil der mo­der­nen Ge­sell­schaft, den es lohne ein­mal näher zu be­trach­ten. Auch wenn der Ge­ruchs­sinn der ost­eu­ropäi­schen Gäste an ein, zwei Stel­len auf eine harte Probe ge­stellt wur­de.

vom 14.08.2019 | Ausgabe-Nr. 33A

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