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Sommernächte mit Kultur

Oer­ling­hau­sen (k­d). Im Som­mer ist in Oer­ling­hau­sen nichts los? Das muss nicht sein, sag­ten sich zwei Ein­rich­tun­gen und star­ten eine neue In­itia­ti­ve: die Oer­ling­hau­ser Som­mernäch­te. Die Reihe um­fasst ein Kul­tur­pro­gramm mit Kon­zer­ten, Thea­ter und In­for­ma­tion. 
"Nach dem Schüt­zen­fest ist die Luft meis­tens raus", stellte der Lei­ter des Ar­chäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­se­ums, Karl Bang­hard. Des­halb hatte er die Idee, eine Ver­an­stal­tungs­reihe für Er­wach­sene ins Le­ben zu ru­fen. Den Ver­ein Oer­ling­hau­sen Mar­ke­ting ge­wann er als Part­ner. Er­mu­tig wurde Bang­hard, da meh­rere ei­gene Ver­an­stal­tun­gen im Mu­seum stets gut be­sucht wa­ren. 
Das früh­mit­tel­al­ter­li­che Hal­len­haus sei dafür ü­beraus ge­eig­net. Da In­nen keine Quer­bal­ken er­for­der­lich sind, ent­steht ein hal­len­ar­ti­ger Ein­druck. Schon in der Me­ro­win­ger­zeit wurde in sol­chen Ge­bäu­den ge­fei­ert. Bang­hard: "Da­durch er­gibt sich ein ein­zig­ar­ti­ges Am­biente und eine außer­ge­wöhn­li­che Akus­ti­k."
­Die "String Bean Par­ty­" (Stan­gen­boh­nen­par­tei) tritt am Mitt­wo­ch, 7. Au­gust, ab 19 Uhr auf. Das Duo spielt eine ganz ei­gene Mi­schung aus Blue­grass, Folk, Jazz und Blues. Es ist das erste Kon­zert der bei­den Mu­si­ker in Nord­rhein-West­fa­len. 
Ei­nes der welt­weit bes­ten mon­go­li­schen En­sem­bles kommt am Mitt­wo­ch, 14. Au­gust, nach Oer­ling­hau­sen. Das Trio "Eg­schiglen" lo­tet die Gren­zen zen­tralasia­ti­scher Klang­land­schaf­ten aus. De Ober­töne wer­den im Hal­len­haus be­son­ders gut zur Gel­tung kom­men. Einen mu­si­ka­li­schen Spa­gat zwi­schen Rock’n‘Roll, Ol­dies, Coun­try, Irish Folk, Blues, Pop und Jazz bie­tet die Dave Clarke Band. Am Mitt­wo­ch, 21. Au­gust, prä­sen­tie­ren sie die größten Hits li­ve. Große Spiel­freude und viel Spaß auf der Bühne sind das Mar­ken­zei­chen der Band. 
­Zum Thema Wolf kommt es häu­fig zu po­la­ri­sier­ten De­bat­ten. Meist pen­deln die Mei­nun­gen zwi­schen Wolfs­ver­göt­te­rung und Wolf­spa­nik. Die SPD, die Grü­nen und das Ar­chäo­lo­gi­sche Frei­licht­mu­seum Oer­ling­hau­sen la­den ge­mein­sam an zwei Aben­den ein, in der der kul­tu­relle Hin­ter­grund der Wolfs­ge­schichte be­leuch­tet und die Rück­kehr der Wölfe nach Deutsch­land aus heu­ti­ger Sicht hin­sicht­lich Ar­ten­schutz und Ge­fähr­dung dis­ku­tiert wird. Am Diens­tag, 30. Ju­li, führen Pe­tra Bolte und Karl Bang­hard von 18 bis 21 Uhr in die Wolfsthe­ma­tik ein: Mit Ge­schich­ten zum Wolf, kul­tu­rel­len Hin­ter­grün­den, Do­mes­ti­ka­ti­ons­ge­schichte des Hun­des an­hand von ar­chäo­zoo­lo­gi­schem Ma­te­rial und Ge­dan­ken zur So­zi­al­psy­cho­lo­gie der Wolfsangst. 
Am Mitt­wo­ch, 31. Ju­li, folgt von 17 bis 18.30 Uhr ein Vor­trag mit Dis­kus­sion. Tho­mas Pusch, Spre­cher des NABU Lan­des­fach­aus­schuss Wolf in NRW, und der Schä­fer und Wolfs­be­auf­tragte des Schaf­zucht­ver­ban­des NRW Ulf Hel­ming dis­ku­tie­ren ü­ber Art­schutz und wel­che Fol­gen die Rück­kehr des Wolfes in der Senne für die Nutz­tier­hal­tung hat und zei­gen Lö­sungs­mög­lich­kei­ten auf. 
­An­sch­ließend fin­det im Rah­men der Oer­ling­hau­ser Som­mernächte die Thea­ter­aufführung "­Frisch ge­ris­sen" des Ham­bur­ger Thea­te­ren­sem­bles "Im Zim­mer" statt. Mit Ä­sop und Grimm, Lu­ther und Jack Lon­don, mit Fak­ten, mit mut­wil­li­gen Ein­wür­fen, ka­ba­ret­tis­ti­schen Kom­men­ta­ren und schrä­gen Lie­dern aus ei­ge­ner Fe­der spürt das En­sem­ble dem mords­mäßi­gen Ruf des Wolfs nach. 
Das Ein­tritts­geld be­trägt 15 Eu­ro.

vom 03.08.2019 | Ausgabe-Nr. 31B

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