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Kämpferin gegen Benachteiligung mit Verdienstorden der BRD ausgezeichnet Verdienstkreuz für Pfarrerin a. D. Sabine Herbrechtsmeier für großes Engagement

Ordensträgerin Sabine Herbrechtsmeier (Mitte) mit Landrat Dr. Axel Lehmann (rechts) und Wilfried Düwel (stellvertretender Bürgermeister Barntrup, links). Foto: Kreis Lippe

Or­den­strä­ge­rin Sa­bine Herbrechts­meier (Mit­te) mit Land­rat Dr. Axel Leh­mann (rechts) und Wil­fried Düwel (stell­ver­tre­ten­der Bür­ger­meis­ter Barn­trup, links). Fo­to: Kreis Lippe  weitere Bilder »

Kreis Lip­pe. Durch ihr lang­jäh­ri­ges En­ga­ge­ment vor al­lem im so­zia­len Be­reich hat Sa­bine Herbrechts­meier an­er­ken­nens­werte Ver­dienste er­wor­ben. Im Rah­men ei­ner Fei­er­stunde hat sie des­halb jetzt das Ver­dienst­kreuz am Bande des Ver­dienstor­dens der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land aus den Hän­den von Land­rat Dr. Axel Leh­mann ent­ge­gen ge­nom­men. "Ihr zie­l­ori­en­tier­tes, weit­sich­ti­ges Han­deln und ihre Krea­ti­vität wa­ren maß­ge­bend für viele er­folg­reich um­ge­setzte Kon­zep­te", be­tonte Leh­mann in sei­ner Lau­da­tio.

Sa­bine Herbrechts­meier war 1979 die erste Pfar­re­rin der Lip­pi­schen Lan­des­kir­che, die eine Pfar­rei ei­genstän­dig lei­te­te. Bis zum Ein­tritt in den Ru­he­stand 1997 war sie als Ge­mein­de­pfar­re­rin der evan­ge­lisch-re­for­mier­ten Kir­chen­ge­meinde Barn­trup-West tätig. Sie ist seit 1979 Mit­glied des "West­fä­li­schen Kin­der­dor­fes e. V." Der ge­meinnüt­zige Ver­ein ist ein staat­lich an­er­kann­ter freier Trä­ger der Ju­gend­hilfe mit Sitz in Pa­der­born. In sei­nen Kin­derdör­fern "Lip­per­lan­d" und "­Nie­der­sach­sen" fin­den rund 300 Kin­der, Ju­gend­li­che und junge Er­wach­sene Hil­fe, För­de­rung und ein neues Zu­hau­se. Herbrechts­meier wurde 1983 vom Amts­ge­richt Pa­der­born als Not­vor­stand be­stellt und er­ar­bei­tete in schwie­ri­gen Zei­ten eine neue Sat­zung. 1984 wurde erst­mals ein Ku­ra­to­rium ge­wählt, dem sie seit­dem un­un­ter­bro­chen an­gehört. Von 1983 bis 2010 en­ga­gierte sie sich zu­dem im Ver­eins­vor­stand. Un­ter der Führung von Herbrechts­meier ent­stand ü­ber die Jahre ein dif­fe­ren­zier­tes Sys­tem von sta­tionären und teil­sta­tionären Ein­rich­tun­gen so­wie am­bu­lan­ten Hil­fen, schreibt der Kreis Lippe in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. Hierzu gehören un­ter an­de­rem Wohn­grup­pen für Kin­der mit un­ter­schied­li­cher Be­treu­ungs­in­ten­sität, Hilfe zur Selbst­stän­dig­keit für junge Er­wach­sene so­wie Wohnstät­ten und am­bu­lante Be­treu­ung für er­wach­sene Men­schen mit Be­hin­de­rung. Ein be­son­de­res An­lie­gen war ihr stets die För­de­rung der Be­rufs­tätig­keit von Frau­en. In vie­len Ge­sprächen und ge­gen er­heb­li­che Wi­der­stände stieß die Pfar­re­rin die "­Fes­t­an­stel­lung von Kin­der­dorf­müt­tern" an. Seit 1983 ist die Wür­den­trä­ge­rin Mit­glied im So­r­op­ti­mist In­ter­na­tio­nal Club Det­mold, der das Ziel ver­folgt, die Le­bens­be­din­gun­gen für Frauen und Mäd­chen zu ver­bes­sern. Auch hier liegt der Schwer­punkt ih­res En­ga­ge­ments bei den be­nach­tei­lig­ten Men­schen, ins­be­son­dere den Kin­dern und Ju­gend­li­chen. Von 1976 bis 1994 war Herbrechts­meier eh­ren­amt­li­che Vor­sit­zende des "­Ver­eins Leit­hen­hof e. V.", der die Trä­ger­schaft für diese Al­ten­hil­fe­ein­rich­tung mit rund 100 Wohn- und Pfle­ge­plät­zen in Bie­le­feld in­ne­hat­te. 1994 wurde der Ver­ein auf­gelöst und mitt­ler­weile der Evan­ge­li­schen Pert­hes-Stif­tung ü­ber­eig­net. Die Or­den­strä­ge­rin en­ga­giert sich da­her seit 1995 im Ku­ra­to­rium des Al­ten­zen­trums Leit­hen­hof und war bis 2017 des­sen Vor­sit­zen­de, heißt es in der Mit­tei­lung wei­ter.

vom 03.08.2019 | Ausgabe-Nr. 31B

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