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An einem Tag fast 400 mal um den Wall

24-Stunden-Schwimmer legen 1.148 Kilometer zurück

Fliegender Wechsel beim 24-Stunden-Schwimmen im Eau-Le in Lemgo.   Foto: Tom Lienekampf

Flie­gen­der Wech­sel beim 24-Stun­den-Schwim­men im Eau-Le in Lem­go. Fo­to: Tom Li­e­ne­kampf

Der Start­schuss fiel am Sams­tag um 12 Uhr. Auf­ge­teilt in drei Ka­te­go­rien muss­ten die Schwim­mer so viele Bah­nen schwim­men, wie sie konn­ten. Sechs Schul­teams von der ers­ten bis zur ach­ten Klasse ga­ben in ih­rer Ka­te­go­rie ihr Bes­tes. Dass am Ende die Au­gust-Her­mann-Fran­cke-Grund­schule als Sie­ger her­vor­geht, war da­bei fast pro­gram­miert: Sie und die Karla-Ra­veh-Ge­samt­schule schick­ten als ein­zige Lem­goer Schu­len ihre Schwim­mer ins Ren­nen. Scha­de, fin­det Man­fred Krum­siek, Vor­sit­zen­der der DLRG Lem­go, der sich mehr Teil­neh­mer aus den rest­li­chen um­lie­gen­den Schu­len ge­wünscht hät­te. Auf Bahn eins und zwei tra­ten acht Ver­eins- und Hob­by­mann­schaf­ten aus ganz Lippe ge­gen­ein­an­der an. Hier galt: Es muss im­mer eine Per­son pro Mann­schaft im Was­ser sein. Und auch bei Nacht än­derte sich diese Re­gel nicht. Ob die Schwim­mer sich der Reihe nach ge­gen­sei­tig we­cken oder ob dies ein Be­treuer ü­ber­nimmt, liege bei den Mann­schaf­ten selbst, so Krum­siek. Nur manch­mal müsse ei­ner der 30 eh­ren­amt­li­chen Hel­fer und Hel­fe­rin­nen in das Zelt-Camp der Teil­neh­mer und je­man­den aus dem Bett zurück ins Was­ser ho­len. Die Ein­zel­kämp­fer auf Bahn drei und vier muss­ten sich darü­ber keine Ge­dan­ken ma­chen. Sie durf­ten sich sel­ber ein­tei­len, wann sie wei­ter­ma­chen und auch selbst ent­schei­den wann sie auf­hören woll­ten. Je­der konnte sich hier ohne Vor­an­mel­dung bis zur letz­ten Mi­nute an der 24-Stun­den-Her­aus­for­de­rung ver­su­chen. Sonn­tag um 12 Uhr war die Zeit für alle Teil­neh­mer vor­bei und die eh­ren­amt­li­chen Bah­nenzäh­ler mach­ten sich an die Aus­wer­tung. "Ohne so viele Hel­fer würde das al­les nicht funk­tio­nie­ren", sagt Krum­siek und be­dankt sich so­wohl bei den vie­len Eh­ren­amt­li­chen der DLRG, so­wie bei dem Tech­ni­schen Hilfs­werk. Auch sie wa­ren 24 Stun­den lang da­bei. Hinzu komme noch sehr viel Vor­be­rei­tungs­zeit. "Al­lein die Ba­de­kap­pen an­zu­pin­seln dau­ert ewig", scherzt Marco Krum­siek von der DLRG Lem­go. Be­lohnt ha­ben sie sich dann mit dem Sieg in der Ka­te­go­rie "24 Stun­den Mann­schaf­ten". Die "DLRG Old and Young Star­s" hat­ten hier mit 80,5 Ki­lo­me­tern die Nase vorn. Sie­ge­rin im Ein­zel­wett­kampf wurde Katja Na­ber. Mit 39,6 Ki­lo­me­tern schwamm sie am Wo­chen­ende buchstäb­lich bis nach Güters­loh.

vom 06.07.2019 | Ausgabe-Nr. 27B

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