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Von modernen Frauen und Waldstücken

Zwei neue Ausstellungen eröffnen in Schwalenberg

Brynolf Wennerberg, Columbine mit zwei Pierrots, Tempera auf Leinwand, 53 x 50 cm, ohne Jahr. Privatbesitz. Foto: Eike Knopf

Brynolf Wennerberg, Zwei junge Frauen auf einer Bank, Tempera auf Karton, 45,5 x31,5 cm, ohne Jahr. Privatbesitz. Foto: Eike Knopf

Brynolf Wen­ner­berg, Co­lum­bine mit zwei Pi­er­rots, Tem­pera auf Lein­wand, 53 x 50 cm, ohne Jahr. Pri­vat­be­sitz. Fo­to: Eike Knopf ­Brynolf Wen­ner­berg, Zwei junge Frauen auf ei­ner Bank, Tem­pera auf Kar­ton, 45,5 x31,5 cm, ohne Jahr. Pri­vat­be­sitz. Fo­to: Eike Knopf

Die Bil­der –ein Quer­schnitt sei­ner Gemälde so­wie Zeich­nun­gen für Zeit­schrif­ten – stam­men aus Pri­vat­samm­lun­gen. 
­Brynolf Wen­ner­berg war ei­ner der führen­den Zeich­ner von Zeit­schrif­ten wie "­Sim­pli­cis­si­mus" und "Lus­tige Blät­ter". In der Ma­le­rei war sein Haupt­thema die Frau – im Por­trät, als Akt, als Fei­ernde und Tän­ze­rin, bei Fes­ten und im Kar­ne­val. Wen­ner­berg schuf ein mo­der­nes, zeit­gemäßes Frau­en­bild – sport­lich, selbst­be­wusst, jung, oft mit ei­nem strah­len­den Lächeln. Die­ses "Wen­ner­berg-Lächeln" ist zum Mar­ken­zei­chen der Frauen ge­wor­den, die der Künst­ler in sei­nen Wer­be­gra­fi­ken und Gemäl­den le­ben­dig wer­den lässt. 
Im Ro­bert-Ko­epke-Haus eröff­net der Kunst­ver­ein Schie­der-Schwa­len­berg am sel­ben Tag um 17 Uhr die Aus­stel­lung "­Mar­tin Zel­ler­hoff – Im Wald und an sei­nen Rän­dern". Sie um­fasst 27 groß­for­ma­tige Fo­to­ar­bei­ten des Ber­li­ner Künst­lers in Farbe und Schwarz­weiß aus den Jah­ren 2016 bis 2019. Ge­zeigt wer­den Wald­stü­cke aus Ko­lum­bien, Frank­reich und Ita­lien so­wie Wald­land­schaf­ten aus Ber­lin, Bran­den­burg, der Ei­fel und aus Schwa­len­berg. Aus­gangs­punkt der Aus­stel­lung ist der schein­bare Wi­der­spruch zwi­schen un­se­rer Sehn­sucht nach Na­tur und dem Wis­sen, dass von der Na­tur bald nicht viel mehr als ein ro­man­ti­sie­ren­des Bild bleibt. 
­Zel­ler­hoffs de­tail­rei­che, viel­schich­tige Bil­der le­ben von der Span­nung zwi­schen Vor­der- und Hin­ter­grund, dem kon­zen­trier­ten Um­gang mit Ton­wer­ten und der Dichte der Bild­kom­po­si­tion. Kern der künst­le­ri­schen Ar­beit ist eine kri­ti­sche Un­ter­su­chung des Me­di­ums Fo­to­gra­fie so­wie ih­rer Wir­kung auf un­sere Wahr­neh­mung. 
­Beide Aus­stel­lun­gen lau­fen vom 7. Juli bis 8. Sep­tem­ber und sind diens­tags bis sonn­tags von 14 bis 17.30 Uhr zu se­hen. Der Ein­tritt kos­tet 2,50 Euro (er­mäßigt 2 Eu­ro), Kin­der bis 12 Jahre frei. Das Kom­bi­ticket für beide Mu­seen kos­tet 4 Euro (er­mäßigt 3 Eu­ro). Der Zu­schlag für Führun­gen be­trägt 1 Eu­ro. An­ge­bo­ten wer­den diese für die Wen­ner­berg-Aus­stel­lung am 21. Ju­li, 4. und 18. Au­gust und 8. Sep­tem­ber je­weils um 15 Uhr.

vom 06.07.2019 | Ausgabe-Nr. 27B

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