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Lipper sind vielleicht spröde. Aber nicht humorlos.

Jetzt sind die Lipper selbst gefragt: IHK startet Spruchwettbewerb zur Standortinitiative

 

Kreis Lippe (k­m). Fragt man einen Rhein­län­der, ob die West­fa­len Hu­mor ha­ben, dann ern­tet man nur ein mit­lei­di­ges Kopf­schüt­teln. Al­ler­dings gibt es mit­ten in West­fa­len ein klei­nes Völk­chen, das zu­min­dest mit Selbstiro­nie auf­trump­fen kann: Die Lip­per. Wie sonst ist zu er­klären, dass die Stand­orti­ni­tia­tive "­Zu­kunft. Un­ter­neh­men. In Lip­pe" der IHK Lippe zu Det­mold seit mitt­ler­weile fünf Jah­ren so er­folg­reich ist, dass sie im letz­ten Jahr von ei­ner be­fris­te­ten Kam­pa­gne zu ei­ner un­be­fris­te­ten In­itia­tive aus­ge­wei­tet wur­de? Jetzt sind nicht nur die Sprüche­klop­fer aus der Wirt­schaft ge­fragt, son­dern alle Lip­per. Seit dem 6. Juni läuft der Spruch­wett­be­werb "Lip­per sind wort­karg. Aber im­mer für einen Spruch gut." Als An­reiz hat die IHK dafür Geld­preise für die drei bes­ten Sprüche aus­ge­lobt. Der erste Platz ist mit 500 Euro do­tiert, der zweite mit 300 Euro und der dritte Ge­win­ner wird sich ü­ber 200 Euro freuen dür­fen.

Be­reits der erste Spruch­wett­be­werb war ein vol­ler Er­folg. Da­mals hatte ein Schü­ler den bes­ten Spruch ein­ge­reicht. "Auf die Fra­ge, wie er denn auf den Spruch ge­kom­men sei, ant­wor­tete er mit "in der Schu­le". "Das hat erst­mal für Geläch­ter ge­sorgt, weil alle dach­ten, ihm wäre im Un­ter­richt lang­wei­lig ge­we­sen, al­ler­dings stellte sich dann her­aus, dass seine Klasse im Un­ter­richt ü­ber die lip­pi­sche Wirt­schaft ge­spro­chen und in die­sem Zu­sam­men­hang auch am Spruch­wett­be­werb teil­ge­nom­men hat­te", er­in­nert sich IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Axel Mar­tens. Die sechs­köp­fige Jury setzt sich in die­sem Jahr aus dem TBV Lemgo Lippe Trai­ner Flo­rian Kehr­mann, der Pro­fes­so­rin und Vi­ze­prä­si­den­tin für Kom­mu­ni­ka­tion und Pro­fil der TH OWL Ka­thrin Lem­me, der Me­di­en­pro­duk­ti­ons­stu­den­tin Jes­sica Schra­der, der Ge­schäfts­füh­re­rin der Pri­vat-Braue­rei Strate Frie­de­rike Strate und dem Ge­schäfts­füh­rer der UN­I­REZ In­for­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie Ste­phan Wes­ter­dick zu­sam­men. "Wir ha­ben die Jury nach Sym­pa­thie, Net­tig­keit, Al­ter und Ver­stand zu­sam­men­ge­stell­t", erzählt Axel Mar­tens nicht ohne Au­gen­zwin­kern und fährt dann ernst­haft fort "uns war es wich­tig, eine bunte Jury zu ge­win­nen, die viele Be­rei­che ab­deckt und mit Herz, Ver­stand, Lo­kal­ko­lo­rit und aka­de­mi­schem Hin­ter­grund an die Be­wer­tung geht." Wer einen Spruch ein­sen­den möch­te, sollte dar­auf ach­ten, dass der ty­pi­sche In­itia­ti­ven-Stil zu er­ken­nen ist. Soll heißen: Im ers­ten Satz wird stets eine ty­pi­sche, wenn mög­lich kli­schee­hafte Ei­gen­schaft der Lip­per oder der Re­gion Lippe be­schrie­ben, die eher ne­ga­tiv er­scheint. Im Ant­wort­satz wird die Schwäche zur Stärke um­ge­kehrt. "Wir freuen uns ü­ber viele tolle Ideen und sind ge­spannt, was die Lip­per und Lip­pe­rin­nen al­les für Ideen ha­ben", so der all­ge­meine Te­nor der Ju­ry. Ein­sen­de­schluss ist der 21. Juli 2019.

vom 15.06.2019 | Ausgabe-Nr. 24B

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