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Ein Konzert gegen das Vergessen

OZM|Symphony spielt Werke von Maria Herz und Simon Laks

OZM|Symphony setzt sich aus Studierenden der NRW-Musikhochschulen zusammen. 
Foto: Ekkehard Reinsch

OZ­M|­Sym­phony setzt sich aus Stu­die­ren­den der NRW-Mu­sik­hoch­schu­len zu­sam­men. Fo­to: Ek­ke­hard Reinsch

Der Wie­der­ent­de­ckung ver­fem­ter und ent­rech­te­ter Kom­po­nis­ten wid­met sich die OZ­M|­Sym­phony, das Sin­fo­nie­or­che­s­ter des Or­che­s­ter­zen­trums|N­RW, im Kon­zert am mor­gi­gen Sonn­tag, 12. Mai, um 19.30 Uhr im Det­mol­der Kon­zert­haus. In Ko­ope­ra­tion mit der Hoch­schule für Mu­sik und Tanz Köln und der Hoch­schule für Mu­sik Det­mold wer­den im Rah­men des Pro­jek­tes "EchoS­po­re" das Kla­vier­kon­zert op. 4 von Ma­ria Herz so­wie das Con­certo da Ca­mera für Kla­vier, neun Blä­ser und Schlag­werk von Si­mon Laks zu Gehör ge­bracht. Als So­lis­ten wer­den mit Alex­andre Che­nor­kian (HfM Det­mold) und Yeon-Min Park Preisträ­ger des Aschen­bren­ner-Cho­pin+-Kla­vier-Wett­be­werbs 2018 die bei­den Werke in­ter­pre­tie­ren. Als Di­ri­gent konnte Alex­an­der Rumpf ge­won­nen wer­den.

Der pol­nisch-franzö­si­sche Kom­po­nist Si­mon Laks ist Ü­ber­le­ben­der des KZ Ausch­witz. Sein Con­certo da Ca­mera ent­stand 1963 in Pa­ris und ist heute ein sel­ten ge­spiel­tes Klein­od. Glei­ches gilt für das Kla­vier­kon­zert von Ma­ria Herz, die während der Na­zi­herr­schaft in Deutsch­land ins eng­li­sche Exil ging. Die bei­den Werke wer­den ge­rahmt von zwei der span­nends­ten Or­che­s­ter­werke aus Klas­sik und Ro­man­tik: Beetho­vens "­Co­rio­lan"-Ou­ver­türe und dem "­Don Juan" von Ri­chard Strauss. Die OZ­M|­Sym­phony wird zum ers­ten Mal ü­ber­haupt an zwei der Trä­ger­hoch­schu­len des Or­che­s­ter­zen­trum|N­RW, der ers­ten eu­ro­pa­weit hoch­schulü­ber­grei­fen­den Aus­bil­dungs­stätte für Or­che­s­ter­mu­si­ker, der Hoch­schule für Mu­sik und Tanz Köln und der Hoch­schule für Mu­sik Det­mold spie­len. Das Pro­jekt "EchoS­po­re" dient der (Wie­der-)Ent­de­ckung ver­fem­ter, ent­rech­te­ter, ver­folg­ter, ins Exil ge­zwun­ge­ner, ghet­toi­sier­ter, ins La­ger ge­sperr­ter und er­mor­de­ter Kom­po­nis­ten. Es stellt si­cher, dass das Schick­sal der Men­schen nicht ver­ges­sen wird und die Täter ihre Ziele nicht er­rei­chen. Kon­zert­kar­ten für 20, 15 bzw. 10 Euro (Stu­die­rende und Schü­ler ha­ben freien Ein­tritt) gibt es im Vor­ver­kauf im Haus der Mu­sik so­wie an der Abend­kas­se.

vom 11.05.2019 | Ausgabe-Nr. 19B

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