LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Detmold

Radfahrer müssen auf die Straße

Der Gehweg an der Elisabethstraße ist nur noch für Fußgänger freigegeben

Seit vergangener Woche müssen Fahrradfahrer auf der Fahrbahn der Elisabethstraße fahren und dürfen nicht mehr den Fußweg benutzen.     Foto: LMH

Seit ver­gan­ge­ner Wo­che müs­sen Fahr­rad­fah­rer auf der Fahr­bahn der Eli­sa­beth­straße fah­ren und dür­fen nicht mehr den Fuß­weg be­nut­zen. Fo­to: LMH

Ei­nige Rad­ler, die aus Rich­tung Bahn­hof kom­mend von der Her­mann­straße in die Eli­sa­beth­straße (vor dem Café Bur­re) ab­bie­gen wol­len, er­ken­nen die von der Stadt auf der Straße auf­ge­brach­ten Mar­kie­run­gen mit Rad­fahr­sym­bo­len nicht – und ra­deln wie ge­wohnt auf dem Rot ge­pflas­ter­ten Be­reich des Geh­we­ges wei­ter. Und zwar schlicht, weil sie die neuen Mar­kie­run­gen ü­ber­se­hen. Teil­weise auch, weil sie von par­ken­den Au­tos ver­deckt wer­den. Hier muss nach­ge­bes­sert wer­den, wie beim Orts­ter­min mit der Stadt, der Po­li­zei, dem ADFC und der Ver­kehrs­wacht klar wird. Das Pro­blem ist ei­ner­seits die Macht der Ge­wohn­heit. Der rote Ab­schnitt auf Geh­we­gen ist ein ein­deu­ti­ges Si­gnal. "Al­ler­dings", schränkt An­dreas Raa­be, Team­lei­ter des Teams Ver­kehr, ein, "­konn­ten wir aus Kos­ten­grün­den natür­lich nicht das ge­samte Pflas­ter auf­neh­men." Da­her seien die Mar­kie­run­gen auf der Straße an­ge­bracht wor­den. Tempo-30-Schil­der ste­hen be­reits ent­lang der ge­sam­ten Straße. Auch an ei­ni­gen Fur­ten wur­den Schil­der auf­ge­stellt. Es sol­len nun wei­tere fol­gen, die an den mar­kan­ten Stel­len den Fuß­weg der Eli­sa­beth­straße aus­wei­sen, da­mit Rad­ler er­ken­nen, dass sie hier auf die Fahr­bahn wech­seln müs­sen. Die Ge­schwin­dig­keits­be­schrän­kung hat die Stadt er­ho­ben, weil es ein neues Ge­setz mög­lich macht, Be­rei­che vor so­zia­len Ein­rich­tun­gen zu schüt­zen und dort "Tempo 30" an­zu­wei­sen. Da­von gibt es vier ent­lang der Eli­sa­beth­straße: zwei Al­ten­hei­me, einen Kin­der­gar­ten so­wie das Diet­rich-Bon­ho­ef­fer-Kol­leg. Mit­hin ma­che es Sinn, das Tempo auf dem ge­sam­ten Ver­lauf der Straße zu re­du­zie­ren. Op­tio­nal könne es mög­lich sein, diese Be­schrän­kun­gen noch zu er­wei­tern. Das hänge je­doch mit dem Aus­bau vom Kai­ser-Wil­helm-Platz zu­sam­men, sei da­her noch nicht spruch­reif und al­len­falls Zu­kunfts­mu­sik zur­zeit. Die Neu­re­ge­lung für die Rad­fah­rer er­folgte auch aus Si­cher­heits­grün­den. Wenn die Rad­ler auf dem in Rot ge­pflas­ter­ten Be­reich auf dem Geh­weg un­ter­wegs sind (was sie ja nicht mehr sol­len), und aus Ein­fahr­ten wie der vom Eli­sa­beth-Ho­tel Au­tos her­aus­kom­men, um auf die Straße zu fah­ren, führt das zu ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen und in der Ver­gan­gen­heit auch zu Un­fäl­len. Da­her hatte der ADFC im Mai 2018 be­an­tragt, den Rad­ver­kehr auf die Straße zu ver­le­gen. Nun müsse ge­prüft wer­den, ob es mit der neuen Re­ge­lung nun zu we­ni­ger Un­fäl­len mit Rad­lern kommt, so der Wunsch des ADFC.

vom 11.05.2019 | Ausgabe-Nr. 19B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten