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Raps lockt mit ersten Blüten Bienen an Blüte erfolgt durch milden Winter etwas zeitiger Kreis Lippe Der Raps zeigt aktuell die ersten Blüten und bald leuchten die Felder wieder in sattem Gelb. Klein und unscheinbar haben die Rapsbestände den ganzen Winter hindurch ausgesehen. Mit Vegetationsbeginn im Frühling spielen die Rapspflanzen ihre Stärke aus: Mit den wärmeren Temperaturen wachsen die Pflanzen in die Höhe und zeigen ihre Blüten. „In diesem Jahr etwas zeitiger als in anderen Jahren, aufgrund des milden Winters und den warmen Tagen im Februar“, berichtet der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Lippe Dieter Hagedorn und weiter: Die Bestände zeigten sich in einem weitgehend gutem Entwicklungszustand. Mit rund 14 Prozent der Ackerfläche im Kreis Lippe erfreut der Raps nicht nur den Betrachter, sondern spendet auch den Honigbienen und anderen Insekten reichlich Nektar. „Raps ist eine sehr zuverlässige Honigtracht und dazu bei unseren heimischen Imkern ein begehrtes Wanderziel“, erklärt der Vorsitzende und führt aus: „Nebenbei befruchten die Bienen die Blüten.“ Als Selbst- und Fremdbefruchter könne die Rapsblüte zwar sich selbst und auch benachbarte Blüten befruchten, aber bei Insektenbeflug durch Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen und Fliegen sei der Fruchtansatz und Ertrag deutlich höher. Beide Seiten hätten so einen Vorteil, erläutert Hagedorn. Eine Rapspflanze bilde bis zu 100 Blüten. „Daraus wachsen dann in Schoten circa 2.500 kleine, runde, schwarzbraune Samenkörner mit einem Ölgehalt von etwa 40 Prozent heran“, so der Vorsitzende. Rapsöl aus heimischer Erzeugung kommt bei den Verbrauchern an: Es ist nach wie vor das beliebteste Speiseöl in deutschen Küchen und außerdem sehr gesund: Rapsöl hat eine ideale Mischung an Fettsäuren und übertrifft darin sogar Oliven- und Sonnenblumenöl. Das Rapsöl wird aber nicht nur für Ernährungszwecke, sondern auch als nachwachsender Rohstoff verwendet. Es eignet sich als Schmieröl oder -fett oder als Kraftstoff. Der Vorteil besteht in dem nahezu vollständig geschlossenen Kohlendioxidkreislauf. Neben dem Öl ist das bei der Pressung anfallende Schrot begehrt. Mit Rapsschrot decken die Tierhalter den Bedarf an hochwertigem Eiweiß bei Rindern, Schweinen und Geflügel. Im April wachsen die Pflanzen ganz schön schnell. „Ende April sieht es draußen vollkommen anders aus als noch zu Beginn des Monats“, weiß der Vorsitzende. Das liege daran, dass es wieder wärmer wird. Die Temperatur beeinflusse die Geschwindigkeit der Stoffwechselprozesse in den Pflanzen und so das Pflanzenwachstum. Grob könne man sagen, dass Pflanzen erst ab ungefähr + 5 Grad Celsius mit dem Wachstum beginnen. Die Zeit in der die Pflanzen wachsen, nennt man Vegetationsphase, die Zeit, in der sie es nicht tun – wie im Winter – nennt man Vegetationsruhe. Wird es draußen wärmer, wachsen auch die Pflanzen schneller; allerdings nur bis zu einer gewissen Temperatur, wird es den Pflanzen zu warm, verlangsamt sich das Wachstum wieder. „Das Frühjahr bietet also optimale Wachstumsbedingungen“, so Hagedorn. Der jetzt blühende Raps erfreut den Betrachter und spendet den Honigbienen sowie anderen Insekten reichlich Nektar. Foto: pixelio

vom 27.04.2019 | Ausgabe-Nr. 17B

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