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Mit den Dinos fing das Eierlegen an

Am Ostermontag, 22. April, erfahren die Besucher des Freilichtmuseums Oerlinghausen alles über das Ei

Diese Hühner werden„Goldene Totleger“ genannt. Die Rasse gibt es seit mindestens 400 Jahren. Foto: AFM Oerlinghausen

Diese Hüh­ner wer­den„­Gol­dene Tot­le­ger“ ge­nannt. Die Rasse gibt es seit min­des­tens 400 Jah­ren. Fo­to: AFM Oer­ling­hau­sen

Am Os­ter­mon­tag, 22. April, er­fah­ren die Be­su­cher des Ar­chäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­se­ums Oer­ling­hau­sen zwi­schen 10 und 18 Uhr mehr zur Ge­schichte der Hühner­zucht. Haupt­ak­teur an die­sem Tag ist der Ras­se­ge­flü­gel­zucht­ver­ein Blom­berg. Auf neu­ar­tige Weise wird da­bei eine Schau al­ter Haus­tier­ras­sen mit Kul­tur­ge­schichte kom­bi­niert.

Den Ein­stieg lie­fert das Na­tur­kun­de­mu­seum (NA­MU) Bie­le­feld mit den fos­si­len Ver­wand­ten der Hüh­ner – den Di­no­sau­riern. Das NAMU hat sich für die­sen Tag ei­ni­ges zur Di­no­sau­rier­zeit ein­fal­len las­sen. So wird ein Ab­guss des Ar­chaeo­pte­ryx-Fos­sils aus­ge­stellt. Auch ei­nige in Oer­ling­hau­sen ent­deckte Sau­rier­ver­stei­ne­run­gen aus den Bie­le­fel­der Samm­lun­gen kön­nen be­wun­dert wer­den. Auf die Idee, hüh­ner­ar­tige Tiere zu züch­ten, kam die Mensch­heit in der Bron­ze­zeit: Perl­hüh­ner ge­lang­ten da­mals aus Afrika nach Sü­d­eu­ro­pa. Eine Spe­zia­lis­tin für zy­prio­ti­sche Ar­chäo­lo­gie wird die An­fänge am le­ben­den Ob­jekt ver­mit­teln. Der Rund­gang führt wei­ter bis zu rö­mi­schen Ex­trem­züch­tun­gen wie Hau­ben­hüh­nern und Kampf­häh­nen. So­zu­sa­gen am le­ben­di­gen Huhn er­läu­tern re­nom­mierte Ar­chäo­zoo­lo­gen diese Son­der­wege der Hüh­ner­hal­tung. Im frühen Mit­tel­al­ter zeigt der Hüh­ner­kon­sum ein West-Ost Kul­tur­ge­fälle an. West­lich des Rheins wur­den den To­ten noch re­gel­haft le­ckere Hühn­chen­spei­sen bei­ge­ge­ben, die man im Os­ten zu­neh­mend durch Schweins­ha­xen er­setz­te. Da­ne­ben gibt es eine Schau al­ter und sel­te­ner Hühn­er­ras­sen. Denn wer kennt heute noch Arau­ca­nas, Bar­ne­vel­der Zwerg­hüh­ner, Schwarze Krü­per, West­fä­li­sche Tot­le­ger oder Wy­an­dot­ten? Auf die ganz Klei­nen war­ten schlüp­fende Küken im Schau­brüter. Mit aus­ge­wach­se­nen Küken an un­ter­schied­li­chen Sta­tio­nen wird den Kin­dern schließ­lich der Um­gang mit Tie­ren ver­mit­telt. Und so man­ches ver­spätete Os­terei dürfte auch noch zu ent­de­cken sein. Ein brei­tes mu­se­umspäd­ago­gi­sches Pro­gramm run­det die Ver­an­stal­tung ab.

vom 20.04.2019 | Ausgabe-Nr. 16B

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