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Ein Name als Marktlücke im Hochschuldschungel

Aus der Hoch­schule ist die Tech­ni­sche Hoch­schule OWL ge­wor­den

Seit Mitt­wo­ch, 3. April ist es amt­lich: Stu­dium und Lehre fin­den jetzt an der Tech­ni­schen Hoch­schule Ost­west­fa­len-Lippe (TH OWL) statt. Die Na­mensän­de­rung wurde an den drei Hoch­schul­stand­orten Lem­go, Det­mold und Höx­ter mit etwa 500 Hoch­schulan­gehö­ri­gen der TH OWL und Part­nern aus Po­li­tik und Wirt­schaft ge­fei­ert. "­Die Hoch­schule lebt wei­ter­hin durch die Viel­falt ih­rer Fach­dis­zi­pli­nen, die tech­nisch, wirt­schafts­wis­sen­schaft­lich, ge­stal­te­risch und künst­le­risch aus­ge­rich­tet sind. In die­ser Ver­bin­dung liegt un­sere Stär­ke", be­tonte Hoch­schul­prä­si­dent Pro­fes­sor Jür­gen Krahl. Die Na­mensän­de­rung sei nun wich­tig, um ge­nau diese Aus­rich­tung der Hoch­schule nach außen bes­ser zu ver­deut­li­chen. Es gehe aber eben­falls um eine ge­mein­sam ge­tra­gene Ent­wick­lung der Hoch­schul­stand­orte "In­no­va­tion Cam­pus Lem­go, "­Krea­tiv Cam­pus Det­mol­d" und "­Su­staina­ble Cam­pus Höx­ter. Letzt­end­lich würde man die Stu­die­ren­den in ei­ner Zeit ra­san­ter Ent­wick­lun­gen auf eine un­si­chere Zu­kunft vor­be­rei­ten; eine Zu­kunft, die le­bens­lan­ges Ler­nen zur Pflicht und nicht mehr zur Kür ma­che. Es sei eine Her­aus­for­de­rung, in der Un­wäg­bar­keit der ra­san­ten Ent­wick­lun­gen Neues zu den­ken und Neues zu schaf­fen und auf den Prüf­stand zu stel­len und dies zu­dem in einen trag­fähi­gen Dia­log mit der Ge­sell­schaft zu stel­len. Zu­kunft und Iden­ti­tät der TH OWL Weit vor dem Se­nats­be­schluss der Hoch­schule hatte es be­reits Ü­ber­le­gun­gen zur Um­be­nen­nung ge­ge­ben. Im Juli 2018 war es dann zur er­for­der­li­chen Zwei-Drit­tel-Mehr­heit ge­kom­men und auch das Mi­nis­te­rium für Kul­tur und Wis­sen­schaft hatte dem An­trag der Hoch­schule statt­ge­ge­ben. Es folg­ten lange Ge­spräche um das Wie, Wer und Wann mit Stu­die­ren­den und Hoch­schulan­gehö­ri­gen. Viele Men­schen in Lippe und auch eine große Zahl der Stu­die­ren­den hat­ten die Na­mensän­de­rung im Vor­feld kri­tisch be­ur­teilt, die Sinn und Zweck hin­ter­fragt und die Kos­ten der Um­be­nen­nung In­frage ge­stellt. In­zwi­schen sei die neue Außen­dar­stel­lung aber ak­zep­tiert und für gut be­fun­den wor­den – auch als Aus­hän­ge­schild für Lippe und als "­Markt­lü­cke im Hoch­schuld­schun­gel", wie es Pro­fes­sor Kor­bi­nian von Blan­cken­burg (De­kan Fach­be­reich Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten) nann­te. Mit ei­nem Au­gen­zwin­kern wies Lem­gos Bür­ger­meis­ter Dr. Rei­ner Aus­ter­mann auf die Be­deu­tung ei­nes Na­mens. Et­was, das ge­rade die Bür­ger der Al­ten Han­se­stadt nach­voll­zie­hen könn­ten: "­Su­chen Sie mal nur nach "Lem­go" bei Städ­ten­a­men. Da wer­den Sie nichts fin­den. Sehr wohl aber un­ter Alte Han­se­stadt­." Ein Name der eine ganz an­dere Außen­dar­stel­lung ge­ne­rie­ren wür­de. Mehr auf Seite 19.

vom 06.04.2019 | Ausgabe-Nr. 14B

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