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Gemeinsam für mehr Verständlichkeit

Führungskräfte der Stadtverwaltung informieren sich im Büro für Leichte Sprache

Das Team des Büros für Leichte Sprache der Stiftung Eben-Ezer und Mitarbeiter der Alten Hansestadt Lemgo präsentieren die Regeln der leichten Sprache. Foto: Stiftung Eben-Ezer

Das Team des Büros für Leichte Spra­che der Stif­tung Eben-Ezer und Mit­ar­bei­ter der Al­ten Han­se­stadt Lemgo prä­sen­tie­ren die Re­geln der leich­ten Spra­che. Fo­to: Stif­tung Eben-Ezer

Lem­go. Men­schen mit ko­gni­ti­ven und kör­per­li­chen Ein­schrän­kun­gen fällt das Ver­ste­hen von In­for­ma­tio­nen in behörd­li­cher Fach­spra­che häu­fig schwer. Für Rechts­si­cher­heit not­wen­dige Be­griffe sind ein Muss, aber gleich­zei­tig auch Hin­der­nis­se. Ü­ber Wege zu bes­se­rer Ver­ständ­lich­keit ha­ben sich nun die Führungs­kräfte der Stadt­ver­wal­tung der Al­ten Han­se­stadt Lemgo bei der Stif­tung Eben-Ezer in­for­miert. Das Büro für Leichte Spra­che von Eben-Ezer bot den Ver­wal­tungs­be­schäf­tig­ten eine prak­ti­sche Ein­führung in den Um­gang mit leich­ter Spra­che. Zwar bie­ten Texte in leich­ter Spra­che kei­nen Er­satz für rechts­si­chere Be­scheide in Behör­den­deutsch, al­ler­dings kön­nen sie diese als zu­sätz­li­ches An­ge­bot ver­ständ­li­cher ma­chen. Kurze Sät­ze, keine Fremd­wör­ter, Tren­nung lan­ger Wör­ter durch Bin­de­stri­che und noch ei­ni­ges mehr – die Re­geln der leich­ten Spra­che sind ein­deu­tig und hel­fen beim Ü­ber­tra­gen von Tex­ten aus "nor­ma­ler" Spra­che in leichte Spra­che. Das wusste In­ge­lore Möl­ler, Re­fe­ren­tin für Presse und Öf­fent­lich­keits­ar­beit und Lei­te­rin des Büros für Leichte Spra­che, ge­nauso wie die Gleich­stel­lungs­be­auf­tragte der Stadt, Gun­dula Ho­mann, die leichte Spra­che be­reits durch ihre Zu­sam­men­ar­beit mit der Stif­tung kann­te. "Es ist je­des Mal wie­der eine Her­aus­for­de­rung, die ver­trau­ten Sprach- und Denkstruk­tu­ren ü­ber Bord zu wer­fen. Aber es lohnt sich", stellte Gun­dula Ho­mann fest. Der be­son­dere Dank al­ler Be­tei­lig­ten galt am Ende den be­tei­lig­ten Kli­en­ten der Stif­tung Eben-Ezer. Sig­rid Rutz, Mi­riam Lu­dewig, Ver­ena Schaef­fer und In­ge­burg Janke ha­ben eine spe­zi­elle Schu­lung ab­ge­schlos­sen und ü­ber­prü­fen die fer­ti­gen Texte auf ihre Les­bar­keit aus der Sicht der Ziel­grup­pe. Sie wer­den da­bei von den Ü­ber­set­zern Matt­hias Viert­mann, Ka­rin Kor­tum und In­ge­lore Möl­ler un­ter­stützt. Ihre Tipps und Ein­schät­zun­gen so­wie ein neues Be­wusst­sein für leichte Spra­che nah­men die Führungs­kräfte dank­bar mit zurück an ihre Ar­beitsplät­ze.

vom 23.03.2019 | Ausgabe-Nr. 12B

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