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Versorgung und Begleitung bis zum Tod

Etliche Männer informieren sich über das Palliativnetz Lippe

Lage-Sta­pe­la­ge. Beim Män­ner­frühstück in Sta­pe­lage ist ne­ben dem ge­mein­sa­men Frühstü­cken und Erzählen im­mer auch ein kom­pe­tenter Re­fe­rent Teil des Pro­gramms. Das Thema Pal­lia­tiv­me­di­zin und -ver­sor­gung in Lippe hat nach An­ga­ben des Vor­be­rei­tungs­krei­ses jüngst auch ei­nige Män­ner in­ter­es­siert, die bis­her nicht Teil­neh­mer beim Män­ner­frühstück wa­ren. Mit der Fachärz­tin Anja Baum­gar­ten war eine Ex­per­tin zu Gast, die sich in­ten­siv in Pro­ble­ma­tik und Hil­femög­lich­kei­ten ein­ge­ar­bei­tet hat. Mit­tel­al­ter­li­che Vor­stel­lun­gen von schrei­en­den Kran­ken prä­gen noch oft die Vor­stel­lun­gen von Ängs­ten vor dem Tod und von Schmer­zen am Le­bens­en­de. Pal­lia­tiv­ver­sor­gung ver­steht sich da­ge­gen als "um­hül­len­der Man­tel" für Pa­ti­en­ten, bei de­nen keine Hei­lung mehr zu er­war­ten ist. Das Hil­fe­an­ge­bot schließt Fa­mi­li­en­an­gehö­rige und Freunde ein und be­glei­tet bis­he­rige The­ra­pie­maß­nah­men. Seit ei­ni­gen Jah­ren ist die Kos­tenü­ber­nahme durch die ge­setz­li­chen Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­run­gen ge­si­chert. Son­der­re­ge­lun­gen gibt es noch bei den Pfle­ge­diens­ten und bei pri­va­ten Ver­si­che­rern. Baum­gar­ten stellte laut Mit­tei­lung das Pal­lia­tiv­netz im Kreis Lippe vor, das ver­schie­dene Sta­tio­nen an­bie­tet. Beim Pal­lia­ti­värzt­li­chen Kon­si­li­ar­dienst und Am­bu­lan­ten Hos­piz- und Pal­lia­tiv-Ver­sor­gungs­dienst kön­nen sich Bür­ger ü­ber Hil­fen in Lippe in­for­mie­ren. Der Pal­lia­tiv-Pfle­ge­dienst bie­tet pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung, Be­ra­tung und Be­glei­tung der Pa­ti­en­ten bis zum Tod und für An­gehö­rige an. Das Hos­piz in Det­mold er­mög­licht bis zu sie­ben Pa­ti­en­ten in häus­li­cher At­mo­s­phäre und um­fas­sen­der Be­treu­ung ein wür­de­vol­les, selbst­be­stimm­tes Le­ben bis zu­letzt. Auch die Pal­lia­tivsta­tion im Kli­ni­kum Lemgo be­han­delt und ver­sorgt Men­schen, die wis­sent­lich an ei­ner un­heil­ba­ren Er­kran­kung lei­den und be­las­ten­den Sym­pto­men aus­ge­setzt sind. Die Ärz­tin be­ton­te, dass nie­mand Schmer­zen, Ängste oder Un­wohl­sein er­tra­gen müs­se. Der in ei­ner Pa­ti­en­ten­ver­fü­gung er­klärte Wille des Pa­ti­en­ten sei ent­schei­dend für die Art und Dauer der Be­treu­ung. Klärende Fra­gen und ei­gene Er­fah­run­gen er­gänz­ten den sehr in­for­ma­ti­ven Vor­mit­tag, so der Vor­be­rei­tungs­kreis, in des­sen Na­men Bodo Pol­ley der Re­fe­ren­tin mit ei­nem Blu­men­strauß und ei­ner Spende für den För­der­ver­ein.

vom 20.03.2019 | Ausgabe-Nr. 12A

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