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Stadtwerke Bad Salzuflen investieren rund 8 Millionen Euro

Bilanz des Energiedienstleisters aus dem Jahr 2018 fällt durchweg positiv aus

 

Bad Sal­zu­flen (n­r). Ein Ge­winn von 5,5 Mil­lio­nen Euro aus 2018 und ge­plante In­ves­ti­tio­nen von 8 Mil­lio­nen Euro im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr – die Stadt­werke Bad Sal­zu­flen sind gut auf­ge­stellt und fei­len mit wei­ter­führen­den Pla­nun­gen in der Was­ser- und Wär­me­ver­sor­gung so­wie in den mo­bi­len Netz­wer­ken an der Zu­kunfts­si­che­rung.

Mit dem sehr gu­ten Jah­res­er­geb­nis aus 2018 geht die städ­ti­sche Toch­ter mit ih­ren 128 Mit­ar­bei­tern in Rich­tung Zu­kunfts­si­che­rung. "­Na­hezu alle sehr hoch ge­steck­ten Ziele sind er­reicht wor­den", sagt Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Eduard Bö­ger an­ge­sichts des Stadt­werke-Ge­winns. Diese seien durch das nor­male Ge­schäft er­wirt­schaf­tet wor­den. Ih­ren Ge­winn führen die Stadt­werke zu 100 Pro­zent an die Stadt ab, die da­mit ih­ren Haus­halt füllt. "2019 sind zwar keine Preis­er­höhun­gen ge­plant", bestätigt Eduard Bö­ger, weist aber gleich­zei­tig dar­auf hin, dass so hohe Ge­winne kei­nes­falls je­des Jahr er­wirt­schaf­tet wer­den könn­ten. Für die­ses Jahr rech­nen die Stadt­werke al­ler­dings mit ei­nem ähn­li­chen Er­geb­nis. Trink­was­ser Das Au­gen­merk rich­tet sich un­ter an­de­rem auf das Grund­was­ser­vor­kom­men der Kom­mu­ne. Stadt­werke-Ge­schäfts­füh­rer Vol­ker Stam­mer kün­digt an, dass die Stadt­werke auch für die Zu­kunft die Trink­was­ser­ver­sor­gung si­chern wol­len und war "­per­spek­ti­visch" mit zwei neuen Brun­nen, von de­nen ei­ner im Kall­dor­fer Sat­tel im Kal­le­tal und ei­ner im Stadt­ge­biet ent­ste­hen soll. "Das Bad Sal­zu­fler Trink­was­ser ist so gut, dass es we­der auf­wen­dig auf­be­rei­tet noch che­misch be­han­delt wer­den muss", be­tont Vol­ker Stam­mer und fügt er­klärend hin­zu, dass das Was­ser an ver­schie­de­nen Stel­len 1500 Mal im Jahr un­ter­sucht wer­de. Zwar gebe es ge­rade in land­wirt­schaft­lich ge­präg­ten Ge­bie­ten Pro­bleme durch einen zu ho­hen Ni­tratein­trag, al­ler­dings wür­den die Stadt­werke mit an­säs­si­gen Land­wir­ten ü­ber das Dün­gen und die Gül­le­men­gen spre­chen. Für 2019 ist hier eine In­ves­ti­ti­ons­s­umme von 1,3 Mil­lio­nen Euro ge­plant. Fern­wärme 1,6 Mil­lio­nen Euro in­ves­tiert der Ener­gie­dienst­leis­ter 2019 in das Fern­wär­me­netz. Ak­tu­ell be­zie­hen 2500 Kun­den ihre Fern­wärme von den Stadt­wer­ken. "Wir be­trei­ben fünf hoch­ef­fi­zi­ente Block­heiz­kraft­werke mit ei­ner Ge­samt­leis­tung von knapp 31 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den, die zum Teil so­gar mit Klär­gas oder Bio­gas be­trie­ben wer­den. Knapp 14.000 Ton­nen Koh­len­di­oxid wer­den durch diese hoch­ef­fi­zi­en­ten Kraft­pa­kete jähr­lich ein­ge­spar­t", so Vol­ker Stam­mer, Ge­schäfts­füh­rer der Stadt­werke Bad Sal­zu­flen. Ein Großpro­jekt wird da­bei die Ge­ne­ralü­ber­ho­lung des bio­gas­be­trie­be­nen Block­heiz­kraft­werks Loh­feld sein. Um den Kun­den­kon­takt wei­ter zu ver­bes­sern, wird nach der Eröff­nung des Netz­werks an der Ufer­straße in Schöt­mar ab der zwei­ten Jah­res­hälfte ein "­Mo­bi­les Netz­werk" auf Tour durch die Orts­teile ge­hen. Auch die Wei­ter­ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten der Zu­kunft­s­ener­gie Fern­wärme ste­hen bei den Stadt­wer­ken auf der Agen­da. Eine Mach­bar­keits­stu­die soll zei­gen, ob die Wärme der So­le­quel­len zur ö­ko­lo­gi­schen Wär­meer­zeu­gung ge­nutzt wer­den könn­te. Mo­bi­les Netz­werk Die Stadt­werke Bad Sal­zu­flen be­haup­ten sich im Ener­gie­markt ü­ber­durch­schnitt­lich gut, wie Der Stadt­werke-Chef es for­mu­liert. Der Markt­an­teil liege dem­nach so­wohl im Strom- als auch im Gas­be­reich bei etwa 85 Pro­zent. Nach er­folg­rei­cher Eröff­nung des "­Netz­werk" als neuer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form, soll in die­sem Jahr das "­Mo­bile Netz­werk" nachrü­cken, um die Prä­senz in al­len Orts­tei­len zu stei­gern und den Kun­den­kon­takt zu er­höhen. Da­mit wol­len die Stadt­werke Bad Sal­zu­flen Sicht­bar­keit, Per­sön­lich­keit und Nähe er­höhen. Mo­bi­lität Mit dem Aus­bau der öf­fent­lich zugäng­li­chen Elek­tro­la­desäu­len (ak­tu­ell 12 Säu­len) so­wie dem E-Cars­ha­ring und dem E-Bike-Ver­leih hätte der Ener­gie­dienst­leis­ter große Schritte in Rich­tung Nach­hal­tig­keit un­ter­nom­men, wie es der Stadt­werke-Chef for­mu­liert. Wei­tere Schritte wer­den zum einen die In­be­trieb­nahme ei­nes zwei­ten Hy­brid­bus­ses im Stadt­bus­ver­kehr so­wie ein Mo­bi­litäts­tag am 19. Mai sein. In und um das "­Netz­werk" herum sol­len die Be­su­cher un­ter an­de­rem die Mög­lich­keit be­kom­men, An­re­gun­gen zu ge­ben und ihre Mo­bi­litäts­be­dürf­nisse mit­zu­tei­len. Park­haus Zen­trum Das Park­haus Zen­trum wurde 2018 kernsa­niert. Der­zeit wird die Toi­let­ten­an­lage ge­baut, die vor­aus­sicht­lich im Früh­jahr in Be­trieb ge­nom­men wer­den kann. Die fi­na­len Mar­kie­rungs­ar­bei­ten auf dem Dach­deck sind wit­te­rungs­ab­hän­gig und wer­den bei mil­de­ren Tem­pe­ra­tu­ren ge­st­ar­tet. Groß­bau­stelle Beet­straße Der Lan­des­be­trieb Straßen­bau NRW wird eine Ober­flächensa­nie­rung der Beet­straße vor­neh­men. In die­sem Zuge er­neu­ern die Stadt­werke Bad Sal­zu­flen alle Strom, Gas und Was­ser­lei­tun­gen. Das Großpro­jekt, das ver­mut­lich zwei Jahre Bau­zeit in An­spruch neh­men wird, er­folgt in Ko­ope­ra­tion mit Straßen NRW und der Stadt Bad Sal­zu­flen (Ka­nal­ar­bei­ten). Die Ge­samt­länge der Trasse be­trägt etwa 1.700 Me­ter und wird in fünf Bau­ab­schnit­ten ab­ge­wi­ckelt wer­den. Der erste Bau­ab­schnitt mit ei­ner Länge von rund 300 Me­tern (Fußgän­ger­brü­cke Beet­straße bis Ecke Ahorn­straße) wird vor­aus­sicht­lich im Herbst 2019 be­gin­nen. Hier­für ha­ben die Stadt­werke 150.000 Euro ein­ge­plant. Für das ge­samte Pro­jekt rech­nen die Stadt­werke mit ei­ner In­ves­ti­ti­ons­s­umme von 1,2 Mio. Eu­ro. Glas­fa­ser Be­reits im Jahr 2011 ha­ben die Stadt­werke eine Po­ten­zi­al­ana­lyse auf­grud der er­war­te­ten ho­hen Breit­band­nach­frage durch­ge­führt- Es galt zu prü­fen, ob das Ge­schäfts­feld "­Glas­fa­ser" wirt­schaft­lich in­ter­essant sein könn­te. Sei­ner­zeit wurde auf­grund der nicht un­er­heb­li­chen Ri­si­ken mit ho­hen In­ves­ti­tio­nen und schlech­ter Re­fi­nan­zie­rung ein Ein­stieg in die­ses Ge­schäfts­feld zurück­ge­stellt. Aus­ge­hend von den ak­tu­ell viel dis­ku­tier­ten Markt­per­spek­ti­ven ha­ben die Stadt­werke eine er­neute Prü­fung vor­neh­men las­sen – mit dem Er­geb­nis, dass der Ein­stieg in das Breit­band­ge­schäft bei ei­nem In­ves­ti­ti­ons­be­darf von etwa 68 Mil­lio­nen Euro mit kal­ku­lier­ten Rück­lauf­zei­ten des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals von min­des­tens 25 Jah­ren für die Stadt­werke Bad Sal­zu­flen kein wirt­schaft­li­ches Ge­schäfts­feld dar­stellt.

vom 16.03.2019 | Ausgabe-Nr. 11B

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