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Frühjahrsmarkt leidet 
unter der Witterung

Nur wenige Besucher kamen am Wochenende in die Innenstadt

Echten Kirmesfans ist das Wetter egal: Tim (Foto) ist extra zum Entenangeln in die Stadt gekommen.

Ech­ten Kir­mes­fans ist das Wet­ter egal: Tim (Fo­to) ist ex­tra zum En­ten­an­geln in die Stadt ge­kom­men.  weitere Bilder »

Lage (sc). Der dreitä­gige Früh­jahrs­markt in Lage hat un­ter dem Re­gen­wet­ter ge­lit­ten und die Re­so­nanz fiel durch­wach­sen aus. Auch zum ver­kaufsof­fe­nen Sonn­tag ließen sich nur we­nige Be­su­cher an­ge­sichts von Dau­er­re­gen und Sturm zum in die Stadt lo­cken.

Der Frei­tag hat sich im Laufe der Jahre zu ei­nem star­ken Ver­an­stal­tungs­tag in der City ge­mau­sert. Nicht zu­letzt dank der Idee von Markt­meis­ter Adolf Steu­er, eine Fahrt im Ka­rus­sell für nur einen Euro zu er­mög­li­chen. "Wenn man so güns­tig im Auto-Scoo­ter und im Mu­si­k­ex­press Spaß ha­ben kann, dann muss dann das natür­lich aus­nut­zen", ver­riet die fünf­köp­fige Fa­mi­lie Ho­fe­mann aus Det­mold, sie sich die­ses Ver­gnü­gen nicht ent­ge­hen ließ. "Für die Kin­der ist das wirk­lich toll und die Ak­tion zieht die Fa­mi­lien in die Stadt­", ur­teilt auch Anke Wie­he­meier-Friedt. Die Lem­goe­rin gehört mit ih­rer Fa­mi­lie zur Tra­di­tion in La­ge. "Vor ü­ber 40 Jah­ren stan­den wir schon mit un­se­rem Fischwa­gen in der Ei­chen­al­lee", kann sich die Un­ter­neh­me­rin noch gut an die An­fänge er­in­nern. Auf ent­spre­chend viele Stamm­kun­den kann der Fa­mi­li­en­be­trieb zählen, die sich hier ge­zielt auf Back­fisch oder die frisch zu­be­rei­te­ten Fisch-Bröt­chen freuen und dafür gerne auch wei­tere Wege in Kauf neh­men. "­Die­ser Früh­lings­markt mar­kiert je­des Jahr un­se­ren Sai­sonauf­takt, es ist der erste Stand­platz nach der Win­ter­pau­se", so Wie­he­meier-Friedt. Die Er­war­tun­gen seien nie allzu hoch. "­Der Herbst ist ge­ne­rell für uns Schau­stel­ler die bes­sere Jah­res­zeit." Trotz­dem, man spüre, dass die Leute nach dem Win­ter wie­der raus und was er­le­ben wol­len. "In Lage emp­finde ich das Pu­bli­kum grundsätz­lich als sehr kir­mes­freu­dig", stellt Na­t­ha­lie Bött­cher den Zucker­städ­tern ein gu­tes Zeug­nis aus. Seit 25 Jah­ren ver­kauft sie klas­si­sche Kir­mes- Le­cke­reien wie Pa­ra­diesäp­fel, Man­deln, Pop­corn und Leb­ku­chen­her­zen aus ih­rem Wa­gen. "Wenn es sonn­tags bre­chend voll ist, dann heißt das nicht un­be­dingt, dass wir ein gu­tes Ge­schäft ma­chen", er­klärt die 52-Jäh­ri­ge, dass bei schö­nem Wet­ter viele ein­fach nur einen Spa­zier­gang ü­ber den Rum­mel ma­chen. Doch am gest­ri­gen Sonn­tag blie­ben diese so ge­nann­ten "­Seh­leu­te" bei dau­er­haf­tem Nie­sel­re­gen wei­test­ge­hend aus. Der ver­kaufsof­fene Sonn­tag lockte nur we­nige Be­su­cher in die In­nen­stadt. Da­bei hat­ten sich die Ge­schäfte früh­lings­gemäß her­aus­ge­putzt und war­ben mit Ra­bat­ten und Ak­tio­nen. "­Be­son­ders die Ver­zehr-Stände auf dem Markt­platz ma­chen in der Re­gel von den drei Ver­an­stal­tungs­ta­gen am Sonn­tag den bes­ten Um­satz", weiß Sa­bine Steu­er, die an ih­rem Ge­trän­ke­stand den einen oder an­de­ren Glühwein aus­schenk­te. "A­ber bei die­sem Wet­ter kann man es doch nie­man­dem ver­den­ken, lie­ber zu­hause im Tro­ckenen zu blei­ben. Es ist sehr schade für alle Schau­stel­ler hier." Auch der Floh­markt am Sams­tag und Sonn­tag fiel in die­sem Jahr kom­plett ins Was­ser. "Da­bei hat­ten wir im Vor­feld un­glaub­lich viele An­mel­dun­gen", be­rich­tete Adolf Steu­er. Aber es sei natür­lich ver­ständ­lich, dass nie­mand in­mit­ten von Re­gen­pfüt­zen sei­nen Ta­pe­zier­tisch auf­baut oder gar Kin­der ihre De­cke aus­le­gen. "­Die­ses Jahr ha­ben wir alle ein­fach mal Pech ge­habt, Pe­trus war nicht auf un­se­rer Sei­te", be­dau­ert der Markt­meis­ter.

vom 13.03.2019 | Ausgabe-Nr. 11A

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