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Neuer Kantor für die Stadtkirche

Doo-Jin Park tritt im Juni die Nachfolge von Waltraud Huizing an

Doo-Jin Park, künftiger Kantor der Stadtkirche, überzeugte im Bewerbungsverfahren mit mitreißendem Orgel- und Klavierspiel und der Bereitschaft, Kirchenmusik jenseits eingetretener Pfade weiterzuentwickeln. Foto: privat

Doo-Jin Park, künf­ti­ger Kan­tor der Stadt­kir­che, ü­ber­zeugte im Be­wer­bungs­ver­fah­ren mit mit­reißen­dem Or­gel- und Kla­vier­spiel und der Be­reit­schaft, Kir­chen­mu­sik jen­seits ein­ge­tre­te­ner Pfade wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Fo­to: pri­vat  weitere Bilder »

Bad Sal­zu­flen. Die Ent­schei­dung ü­ber die künf­tige Kir­chen­mu­sik an der evan­ge­lisch-re­for­mier­ten Bad Sal­zu­fler Stadt­kir­che ist ge­fal­len: Nach­fol­ger für die zum 1. Juni in den Ru­he­stand wech­selnde Kan­to­rin Wal­traud Hui­zing wird der 35-jäh­rige Doo-Jin Park –"ein aus­ge­wie­se­ner Fach­mann so­wohl im Be­reich der klas­si­schen Kir­chen­mu­sik als auch in der Po­pu­lar­mu­sik und der Kom­po­si­tion", schreibt die Kir­chen­ge­mein­de.

Der 1983 in Süd­ko­rea ge­bo­rene Park stu­dierte zunächst Kir­chen­mu­sik an der Ko­sin-Uni­ver­sität mit dem Schwer­punkt Kom­po­si­tion. Nach ei­nem Mas­ter-Class-Stu­dium an der Vi­enna Na­tio­nal-Uni­ver­sity folgte ein Stu­dium im Fach­be­reich Kir­chen­mu­sik an der Hoch­schule für Kir­chen­mu­sik in Her­ford. Zur­zeit ab­sol­viert er dort ein Mas­ter-Stu­di­um, das er im kom­men­den Früh­jahr ab­sch­ließen wird. "Wir freuen uns sehr darü­ber, dass wir mit Doo-Jin Park einen jun­gen und doch schon so er­fah­re­nen Mu­si­ker ge­win­nen konn­ten, der die klas­si­sche Tra­di­tion an der Stadt­kir­che fort­führen, aber zu­gleich neue Wege su­chen und be­schrei­ten kann", un­ter­streicht Uwe Rott­kamp, Kir­chenäl­tes­ter und Mu­sikaus­schuss­vor­sit­zen­der der Stadt­kir­chen­ge­mein­de. Und das sei wich­tig: Ei­ner­seits werde an der Stadt­kir­che an­ge­sichts der lan­gen Tra­di­tion ein klas­si­sches Pro­fil er­war­tet, gleich­zei­tig sei es aber auch wich­tig, Men­schen in der heu­ti­gen Zeit in ih­rer ak­tu­el­len mu­si­ka­li­schen Welt ab­zu­ho­len und für Mu­sik zum Got­tes­lob zu be­geis­tern. "Wir wol­len Mar­tin Lu­thers berühm­tes Wort, dem ‚Volk aufs Maul zu­schau­en‘, ak­tu­ell auch im Be­reich der Kir­chen­mu­sik be­her­zi­gen, ohne da­bei bil­li­gem Zeit­geist zu fol­gen", stellt Rott­kamp klar. Po­pu­lar­mu­sik be­deute schließ­lich nicht au­to­ma­tisch seicht und ein­fach – auch hier sei mu­si­ka­li­sches Ni­veau aus­ge­spro­chen wich­tig. Mit dem Gos­pel­chor "­Get-up – Gos­pel and mo­re" wurde das Ge­biet der Po­pu­lar­mu­sik be­reits vor 15 Jah­ren be­tre­ten. Seit zwei Jah­ren läuft das Pro­jekt "­Gos­pel­kir­che in Lip­pe", das re­gel­mäßig hun­derte Men­schen in die Stadt­kir­che zieht. Jüngs­tes Pro­jekt schließ­lich ist die Band "On the Rocks", die mit ro­ckig-bal­la­di­ger Lob­preis-Mu­sik eine Fan-Ge­meinde ge­fun­den hat.

vom 27.02.2019 | Ausgabe-Nr. 9A

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