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Geschickter Sprachwitz und exotische Instrumente

Song-Comedy-Duo "Die Feisten" begeistert auf der Bühne

Mathias „C.“ Zeh (links) und Rainer Schacht im Meinberger Kurtheater. Foto: Joline Heller

Ma­thias „C.“ Zeh (links) und Rai­ner Schacht im Mein­ber­ger Kur­thea­ter. Fo­to: Jo­line Hel­ler

Horn-Bad Mein­berg (joh). Wien, Mün­chen, Ber­lin und Horn-Bad Mein­berg: Mit die­sen Welt­me­tro­po­len in ei­nem Atem­zug ge­nannt zu wer­den, ist eine Eh­re, die der Klein­stadt nicht alle Tage zu­teil wird. Und so amü­sierte sich auch Rai­ner Schacht vom Song-Co­medy-Duo "­Die Feis­ten" zu Be­ginn des Abends im Kur­thea­ter, dass ihre Tour nach den ge­nann­ten Städ­ten nun hier­hin ge­führt hat­te. Im­mer­hin war der Saal voll be­setzt.

"­Was für eine Ku­lisse – das war nicht zu er­war­ten in Bad Mein­ber­g", kon­sta­tierte Schacht. Das Duo braucht aber auch nicht viel, um im Rah­men ih­res Pro­gramms "­Nuss­schüs­sel­blues" für Un­ter­hal­tung und eine gute Stim­mung zu sor­gen. Eine Büh­ne, ei­nige In­stru­mente und Mi­kro­fo­ne: Das reicht den "­F­eis­ten". Und auch Schachts Kol­lege Matt­hias Zeh, ge­nannt "C.", stimmte in die Lo­bes­hym­nen auf den Ver­an­stal­tungs­ort ein. "Ich könnte euch stun­den­lang zuhören, das ist ein­fach zu geil hier in Bad Mein­ber­g", meinte der Leadsän­ger. Zu­vor hatte er bei "Es ist gut, wenn du weißt, was du willst und wenn nicht, ist das nicht so gut" die Zuhö­rer zum Mit­sin­gen mo­ti­viert. Et­li­che Stim­men folg­ten die­sem Auf­ruf im Ein­klang. Multi-In­stru­men­ta­list Rai­ner Schacht spielte an die­sem Abend ne­ben akus­ti­scher Gi­tarre auch exo­ti­sche In­stru­mente aus ver­schie­de­nen Kul­tu­ren, wie bei­spiels­weise die Si­tar oder Uku­le­le. Außer­dem ka­men die Trom­meln Udu und Ca­jón zum Ein­satz. In ih­ren Lie­dern ver­ar­bei­ten "­Die Feis­ten" un­ter an­de­rem Ge­schich­ten aus dem All­tag wie einen Jung­ge­sel­len­ab­schied mit ü­ber 50 Jah­ren, oft­mals gar­niert mit ü­ber­spitz­ter Dar­stel­lung, hu­mor­vol­len Tex­ten und ge­schick­tem Sprach­witz. In dem Song "­Kriech‘ nicht da rein", ei­ner Par­odie von Udo Jür­gens‘ großem Hit "­Grie­chi­scher Wein", sang das Duo aber zum Bei­spiel auch ü­ber das Ar­beits­le­ben von An­ge­stell­ten, wel­ches sie selbst noch nicht er­lebt hät­ten. Be­son­ders gut kam auch das Re­zept für die per­fekte Be­zie­hung beim Pu­bli­kum an. So rie­ten "­Die Feis­ten" den Frau­en, mit ih­ren Män­nern die "S­port­schau" zu se­hen und emp­fah­len den Män­nern, ihre Frauen beim Shop­ping zu be­glei­ten. Ent­ge­gen der Ankün­di­gung "Letz­tes Lied – keine Dis­kus­sion" spielte das 2017 mit dem Deut­schen Klein­kunst­preis aus­ge­zeich­nete Co­medy- und Ge­sangs­duo noch drei Zu­ga­ben bis zum end­gül­ti­gen Ende des Abends. Das Pu­bli­kum, das sich bei der ka­ba­ret­tis­tisch an­ge­hauch­ten Song-Co­medy zeit­wei­lig vor La­chen kaum hal­ten konn­te, zeigte seine Be­geis­te­rung mit lang an­hal­ten­dem Ap­plaus.

vom 16.02.2019 | Ausgabe-Nr. 7B

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