LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Detmold

"Feuer.Lügen.Nichts"

Grabbe-Preisträger präsentieren ihre Werke

Kerstin Klinder, Adrian Thomser und Jorida Sorra (von links) spielen das Stück „reines land" des Grabbe-Preisträgers Mehdi Moradpour. Foto: Wolff

Kers­tin Klin­der, Adrian Thom­ser und Jo­rida Sorra (von links) spie­len das Stück „rei­nes land" des Grabbe-Preisträ­gers Mehdi Mo­rad­pour. Fo­to: Wolff

Det­mold (g­w). Im Mit­tel­punkt ei­ner sze­ni­schen Le­sung des Lan­des­thea­ters in der Stu­diobühne stan­den Werke der bei­den Grabbe-Preisträ­ger von 2017. Un­ter dem Ti­tel "­Feu­er.Lü­gen.­Nichts" ka­men "rei­nes lan­d" von Mehdi Mo­rad­pour und "We­nigs­tens hat es mal ge­brannt" des Au­tors Cle­mens Mägde zur Auf­führung. Das Stück "rei­nes lan­d" war­tet mit ei­ner Ver­hör­si­tua­tion auf. In dem fast schon kaf­kaesk an­mu­ten­den Stück setzt die schwan­gere Tara durch, für sich selbst zu spre­chen. Da­bei zeich­net Mo­rad­pour eine Si­tua­tion, die ebenso büro­kra­tisch wie exis­ten­zi­ell ist, wie in Kaf­kas "­Der Pro­zess". Hier geht es dar­um, sich in eine deut­sche Zu­kunft hin­ein zu ar­gu­men­tie­ren. In An­we­sen­heit der rou­ti­niert kri­ti­schen An­hö­re­rin und des so hell­hö­ri­gen wie selt­sam ei­gen­mäch­ti­gen Dol­met­schers und Lands­manns wird die junge Frau ge­zwun­gen, in ihre Ver­gan­gen­heit zurück­zu­ge­hen. In "We­nigs­tens hat es mal ge­brannt" des Ham­bur­gers Cle­mens Mädge geht es da­ge­gen um Auf­bruch und Re­si­gna­tion. Auch hier ist die Aus­gangs­si­tua­tion mi­ni­ma­lis­tisch und zu­gleich span­nend. Fünf Men­schen le­ben in ei­nem Miethoch­haus; fünf un­ter­schied­li­che In­ter­es­sens­la­gen, ver­schie­dene Wün­sche und Vor­stel­lun­gen pral­len auf­ein­an­der. Lo­thar Ehr­lich, stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der der Det­mol­der Grabbe-Ge­sell­schaft und Jury-Mit­glied er­klär­te, dass es sehr schwie­rig ge­we­sen sei, sich in der Ju­ry, in der auch Ha­rald Mül­ler (Her­aus­ge­ber Thea­ter der Zeit), Dr. Chris­tian Katz­sch­mann (e­he­ma­li­ger Chef­dra­ma­turg, Lan­des­thea­ter Det­mold) und die Dra­ma­ti­ke­rin und Grabbe-Preisträ­ge­rin von 2014, Hen­ri­ette Dus­he, saßen, auf einen Preisträ­ger zu ei­ni­gen. "Es gab ein­fach sehr un­ter­schied­li­che Vor­stel­lun­gen", er­klärte Ehr­lich. Er zeigte sich er­freut darü­ber, dass es ins­ge­samt 70 Ein­sen­dun­gen ge­ge­ben ha­be.

vom 16.02.2019 | Ausgabe-Nr. 7B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten