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Was ist schon normal?

Landestheater bringt "The Addams Family" auf die Bühne

 

Det­mold (k­m). Die Fa­mi­lie Ad­dams ist ein we­nig un­kon­ven­tio­nell. Viel­leicht auch ein we­nig selt­sam. Aber was ist schon selt­sam? Ü­ber­haupt: Was ist ei­gent­lich nor­mal? "Nor­mal ist eine Il­lu­sion", würde Mor­ti­cia Ad­dams sa­gen, " Was für eine Spinne nor­mal ist, ist für die Fliege eine Ka­ta­stro­phe." Und so lebt Fa­mi­lie Ad­dams völ­lig nor­mal in ei­nem Park mit Fried­hof. Mög­li­cher­weise so­gar auf ei­nem Fried­hof in ei­nem Park. Was in den 1940er und 1950er Jah­ren mit den Car­to­ons von Charles Ad­dams in der Zei­tung "­The New Yor­ker" be­gann, ent­wi­ckelte sich 1964 zu ei­ner er­folg­rei­chen Fern­seh­se­rie und wurde schließ­lich Kult. 2009 schaffte das Mu­si­cal, das die Hand­lung der Ver­fil­mung wei­terzählt, den Sprung an den Broad­way. Die bei­den Kin­der der Ad­dams, Wed­nes­day und Pugs­ley sind mitt­ler­weile im Tee­na­ge­ral­ter und vor al­lem Wed­nes­day zeigt sich durch­aus in­ter­es­siert am an­de­ren Ge­schlecht. Nur lei­der ent­spre­chen ihr Freund Lu­cas und des­sen Fa­mi­lie so gar nicht den Maßstä­ben ih­rer El­tern. Was für Mor­ti­cia und Go­mez völ­lig nor­mal ist, emp­fin­den Lu­cas El­tern als mor­bide und ex­zen­trisch. Das Auf­ein­an­der­tref­fen der un­ter­schied­li­chen Le­bens­wel­ten ist un­ter­halt­sam, wirft aber auch Fra­gen auf, ü­ber die der Zu­schauer la­chen kann, die er sich aber zu Her­zen neh­men kann. "­The Ad­dams Fa­mily ist ein Un­ter­hal­tungs­stück, dass auch sehr berührende Mo­mente hat", fasst Götz Hell­rie­ge, der für In­sze­nie­rung und Cho­reo­gra­phie zu­stän­dig ist, zu­sam­men. Ge­nau wie das Stück ver­schie­dene Le­bens­wel­ten auf­ein­an­der los­lässt, kom­bi­niert Kom­pon­sit An­drew Lippa auch mu­si­ka­li­sche Wel­ten. Da trifft Tango auf Funk, Salsa auf Twist und da­zwi­schen be­fin­den sich ei­nige Broad­way­num­mern. "Da sind schon ei­nige Show­num­mern da­bei, aber ge­nauso Bal­la­den, die die Ge­ne­ra­tio­nen­kon­flikte zwi­schen El­tern und Kin­dern the­ma­ti­sie­ren und auch vom Los­las­sen han­deln", ver­rät Dra­ma­tur­gin Eli­sa­beth Wirtz. So ein Mu­si­cal auf die Bühne zu brin­gen ist auf­wen­dig, wie alle Be­tei­lig­ten bestäti­gen. Des­halb geht ein großer Dank an die Stadt­werke Det­mold, die die Rea­li­sie­rung als Spon­sor mit un­ter­stüt­zen. Die un­ter­halt­same Ge­sell­schafts­sa­tire ist ab Frei­tag, 15. Fe­bruar, im Lan­des­thea­ter zu se­hen. Wei­tere Ter­mine ent­neh­men sie bitte der In­ter­net­prä­senz des Lan­des­thea­ters un­ter htt­ps://ww­w.­lan­des­thea­ter-det­mol­d.­de/­de/.

vom 09.02.2019 | Ausgabe-Nr. 6B

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