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Spätimpressionistische 
Klanggemälde

Letzte Veranstaltung Bad Salzuflen. Die Reihe "Winterkonzerte mit der HfM Detmold" in der Kirche zu Bergkirchen endet am Sonntag, 10. Februar, um 16.30 Uhr. Zu Gast sind die Studentinnen Tekla Varga (Flöte) Verena Weber (Viola) und Louise Augoyard (Harfe). Die Bratsche - ein vielfach verkanntes Instrument, klischeebehaftet, auf der Liste der Musikerwitze ganz weit oben. Doch im abschließenden Konzert der Reihe befreit sich das Instrument aus dem Schatten der Violine und nimmt in einem Kammermusiktrio eine ebenbürtige Rolle neben der Querflöte ein. Gerade dann, wenn in Claude Debussys Sonate für Flöte, Viola und Harfe die sanften Flötentöne mit der Bratsche um Melodielinien wetteifern und sich beide mit der Harfe zu farbenprächtigen Klanggemälden vereinen.

Beim letzten „Winterkonzert mit der HfM" sind die Studentinnen Verena Weber, Tekla Varga und Louise Augoyard (von links) zu Gast. Foto: Privat

Beim letz­ten „Win­ter­kon­zert mit der HfM" sind die Stu­den­tin­nen Ver­ena We­ber, Te­kla Varga und Louise Au­goyard (von links) zu Gast. Fo­to: Pri­vat

Die­ser Ein­druck spinnt sich wie ein ro­ter Fa­den durch den ge­sam­ten Kon­zertabend und fin­det auch bei der Kom­po­si­tion Scè­nes de la forêt, die dem Kon­zertabend den Ti­tel "Walds­ze­nen" gibt, sei­nen Aus­druck. Das Werk stammt von der franzö­si­schen Kom­po­nis­tin Méla­nie Bo­nis, die als Kind ih­rer Zeit erst ü­ber Um­wege zum Kom­po­nie­ren kam. Eine wei­tere Neu­ent­de­ckung ist auch die Suite brêve von La­dis­las de Ro­ho­zins­ki, ei­nem franzö­si­schen Kom­po­nis­ten pol­ni­schen Ur­sprungs, mit der das Kon­zert aus­klingt. Zwi­schen­durch lau­fen die drei Mu­si­ke­rin­nen durch Aus­flüge in die Zeit­genös­si­sche Mu­sik zu Höchst­for­men auf: In So­fia Gu­bai­du­li­nas Werk "­Gar­ten von Freu­den und Trau­rig­kei­ten" re­flek­tiert das Trio, auch durch die Re­zi­ta­tion von Tex­ten des zeit­genös­si­schen Au­tors Fran­cisco Tan­zer, Mo­tive der Ver­gäng­lich­keit zwi­schen ges­tern und heute und taucht da­bei gleich­zei­tig durch außer­ge­wöhn­li­che Klänge ih­rer In­stru­mente in die Welt des ost­asia­ti­schen Kul­tur­raums ein. An­stelle von Ein­tritts­kar­ten wird eine Kol­lekte ge­sam­melt. Wei­tere In­for­ma­tio­nen und Platz­re­ser­vie­run­gen sind im In­ter­net mög­lich un­ter "ww­w.­berg­kir­chen.­net".

vom 30.01.2019 | Ausgabe-Nr. 5A

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