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Gegen Ausgrenzung und Rassimus

Konzert "Viele Töne gegen den Hass" setzt ein Zeichen

Beim Konzert „Viele Töne gegen den Hass" setzten die Künstler ein Zeichen gegen den Rechtsdruck. Foto: Krügler

Beim Kon­zert „Viele Töne ge­gen den Hass" setz­ten die Künst­ler ein Zei­chen ge­gen den Rechts­druck. Fo­to: Krüg­ler

Det­mold (krü). Mehr als 600 Gäste ka­men zum Kon­zert "Viele Töne ge­gen den Hass" der Lip­pi­schen Lands­kir­che, Buch­hand­lung Kafka & Co., der re­for­mier­ten Kir­chen­ge­meinde Det­mold-West, des Ver­eins "Das Dach" und des Eine-Welt-La­den Ala­va­nyo. Ü­ber vier Stun­den lang setz­ten die Mu­sik­grup­pen und Ein­zel­künst­ler durch ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm aus Poe­try-Slam, Klas­sik, Jazz und Welt­mu­sik ein Zei­chen ge­gen den Rechts­druck und die an­stei­gende so­ziale Käl­te. Mu­sik­bei­träge und po­li­ti­sche State­ments reich­ten sich im mu­si­ka­lisch-po­li­ti­schen Ma­ni­fest die Hand. Der Po­sau­nen­chor Det­mold West eröff­nete das Kon­zert von der Em­pore aus, und Adrian Büt­te­meier in­to­nierte ein ro­man­ti­sches Or­gel­prälu­dium von Men­dels­sohn. Da­niel Wah­ren be­glei­tete am Flü­gel Va­nessa Kautz und Opernsän­ger Chris­tian Akoa aus Ka­me­run. Als Ein­spruch ge­gen la­ten­ten Ras­sis­mus, den er als Schwar­zer in Deutsch­land ver­spüre, brachte er klang­voll "What a Won­der­ful World" zu Gehör.Prof. Ma­tit­jahu Kel­lig, Vor­sit­zen­der der jü­di­schen Ge­meinde Her­ford-Det­mold und eme­ri­tier­ter Kla­vier­pro­fes­sor, be­dau­erte den an­wach­sen­den An­ti­se­mi­tis­mus. Hass münde im­mer in Ge­walt. Die AfD spalte die Ge­sell­schaft. Am Flü­gel ließ Kel­lig ein Werk des is­rae­li­schen Kom­po­nis­ten Ben Zion Or­gad mit dem Ada­gio d-Moll von Mar­cello zu­sam­men­fließen und zeig­te, wie sich Mu­sik­stile ver­schie­de­ner Kul­tu­ren und Jahr­hun­derte be­ein­dru­ckend be­fruch­ten. Mit ver­frem­de­ten neu­zeit­li­chen Tö­nen ge­gen Frem­den­feind­lich­keit an­zu­sin­gen, wünscht sich Mez­zo­so­pra­nis­tin Re­becca Bi­gel­mayr. Mit der "­Se­quenza II­I" (1966) des Ita­li­e­ners Lu­ciano Be­rio er­wei­terte sie ein­drück­lich Hör­to­le­ran­zen. Das Duo "An­ga­ta" stimmte mit Kla­vier und Geige be­sinn­li­che Stü­cke an.

vom 30.01.2019 | Ausgabe-Nr. 5A

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