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Vor den Liederheimern ist keine 
Nachrichtenmeldung sicher

Politik in Lage und der weiten Welt bei Stunksitzung durch den Kakao gezogen

Den Liederheimern ist nichts peinlich, wie nicht nur diese skurrilen Outfits beweisen. Foto: Castrup

Den Lie­der­hei­mern ist nichts pein­lich, wie nicht nur diese skur­ri­len Out­fits be­wei­sen. Fo­to: Ca­s­trup

Lage (sc). Der Bür­ger­meis­ter macht die Mer­kel, bei Veo­lia ist das Maß voll und bei der Eu­ro­bahn heißt es "Es fährt kein Zug nach Bie­le­feld": Bei ih­rem sa­ti­ri­schen Jah­res­rück­blick am ver­gan­ge­nen Sams­tag hat die Kar­ne­vals­ab­tei­lung des Männer­ge­sang­ver­eins (MGV) Lie­der­heim be­wie­sen, dass vor ihr keine Nach­rich­ten­mel­dung aus der Zucker­stadt si­cher ist. Sehr zur Freude des Pu­bli­kums, das in der Aula am Wer­rean­ger bes­tens un­ter­hal­ten wur­de. Auch die Welt­po­li­tik zo­gen die Lie­der­hei­mer durch den Ka­kao, dar­un­ter etwa die wahn­haf­ten Mau­er­bau-Fan­tasien des "Trum­pel­tier­s". Klar ist: Wer sich bei der tra­di­tio­nel­len Stunk­sit­zung auf die Bühne stellt, dem darf nichts pein­lich sein. So wie den "­LieLa-Girls". Zu Ri­han­nas "Love on the brain" ließ Heike Wag­ners Män­ner­bal­lett die Hül­len fal­len und die Hüf­ten krei­sen – ganz zum Ent­zü­cken des Pu­bli­kums, das die Her­ren-Da­men fre­ne­tisch fei­er­te. Ebenso in Höchst­form prä­sen­tier­ten sich die Ur-Schüt­zen-(B)en­gel Mar­tin (Er­hard Kirch­hof) und Ja­kob (Mi­chael Krü­ger­meyer-Kalt­hoff), die ein­mal im Jahr von ih­rer Wolke 1509 her­un­ter­klet­tern, um die große und die kleine Po­li­tik zu kom­men­tie­ren. Mit "Auf der Mau­er, auf der Lau­er" knöpf­ten sie sich den blon­den Ame­ri­ka­ner vor ("­Der Ame­ri­ka­ner mag keine Me­xi­ka­ner"), ließen Hone­cker und Ul­bricht zwi­schen Him­mel und Hölle den ge­plan­ten Mau­er­bau vom Trum­pel­tier ana­ly­sie­ren und zo­gen an­sch­ließend die La­gen­ser Ver­wal­tung durch den Ka­kao. Hun­de­kot lau­tete das Stich­wort, an dem sich das Duo herr­lich hoch­zie­hen konn­te. Mar­tin: "Wenn man ü­ber den Se­dan­platz geht, ist man zehn Zen­ti­me­ter größer. We­gen der Hun­de­ka­cke un­ter den Schu­hen." Ja­kob: "Dann geh du doch zwei­mal drü­ber, da­mit wir beide uns end­lich auf Au­gen­höhe un­ter­hal­ten kön­nen." Die Aus­gabe von Pla­ket­ten – in hell­braun, braun und schwarz­braun, je nach Aus­stoß– könnte die Lö­sung sein. "­Die mit den großen Aus­stößen dür­fen dann nur noch in un­be­wohn­ten Ge­gen­den Gassi ge­hen", schlägt Ja­kob vor: "La­gen­ser Berg, Rei­che-Gelän­de. Sams­tags könn­ten wir auch die In­nen­stadt frei­ge­ben." Pas­send zum Sit­zungs­motto "­Ba­den gin­gen viele Leu­te, und nicht die letz­ten sin­d’s bis heu­te", brachte Mops Kuckuck die "­Cold-Wa­ter-Bier-Chal­len­ge" der Schüt­zen in der Wad­den­hau­ser "Pfüt­ze" aufs Ta­pet: "Pack die Ba­de­hose ein und piss nicht ins Be­cken rein." Wei­tere Hits des Abends wa­ren "­Good bye An­gie" und "Ö­zil schenk mir ein Fo­to", aber auch der ge­plante "E­stri­fi"-Ab­riss wurde kom­men­tiert. Schließ­lich dich­tet Ru­dolf Mül­ler-Eb­bing­hau­sen, das Ge­hirn der Lie­der­hei­mer, im Wa­chol­der-Kel­ler ta­ges­ak­tu­ell. Und so musste Ge­rold Obst sin­gend die Hose run­ter­las­sen: "­Die­ses Haus ist halb ver­fal­len, doch es gab ’ne bessre Zeit. Denn in die­sem al­ten Schup­pen machte man die Beine breit."

vom 26.01.2019 | Ausgabe-Nr. 4B

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