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Generalkonsul auf den Spuren des Asienforschers

Engelbert-Kämpfer-Gesellschaft begrüßt Masuto Iso zum Antrittsbesuch in Lemgo

(von links) Dr. Gerhard Kuebart, Hideko Matsumoto-Benkelberg, Masuto Iso, Paul Gerhard Benkelberg und Marcel Oeben im Lemgoer Stadtarchiv. Foto: LMH

(von links) Dr. Ger­hard Kue­bart, Hi­deko Mat­su­moto-Ben­kel­berg, Ma­suto Iso, Paul Ger­hard Ben­kel­berg und Mar­cel Oeben im Lem­goer Stadt­ar­chiv. Fo­to: LMH  weitere Bilder »

Lemgo (LM­H). Die En­gel­bert-Ka­emp­fer-Ge­sell­schaft hat dem neuen ja­pa­ni­schen Ge­ne­ral­kon­sul Ma­suto Iso bei des­sen An­tritts­be­such in Lemgo die Wir­kungs­stät­ten ih­res Na­mens­ge­bers ge­zeigt. Ne­ben dem Asi­en­for­scher in­ter­es­sierte den Gast auch der Ja­pa­nisch-Un­ter­richt, den er sich mit Ver­tre­tern der Ge­sell­schaft am eben­falls nach Ka­emp­fer be­nann­ten Gym­na­sium an­schau­te. Ma­suto Ito ist seit Sep­tem­ber im Amt. Von Düs­sel­dorf aus, wo ein Vier­tel der Ja­pa­ner in Deutsch­land lebt, ist er für ganz Nord­rhein-West­fa­len zu­stän­dig. Weil er zwei Jahre lang in Ber­lin Po­li­to­lo­gie stu­diert und ei­nige Zeit in Wien ge­ar­bei­tet hat, spricht er auch Deutsch. Seit dem Jahr 1984 ist er für das ja­pa­ni­sche Aus­län­de­r­amt tätig. Am Frei­tag be­suchte er zunächst eine Un­ter­richts­stunde am En­gel­bert-Ka­emp­fer-Gym­na­si­um, ehe er ge­mein­sam mit dem Vor­stand der Ge­sell­schaft zum Stadt­ar­chiv wei­ter­zog. In dem ehe­ma­li­gen Ge­bäude der städ­ti­schen La­tein­schu­le, die Ka­emp­fer als Junge be­such­te, be­fin­den sich heute Do­ku­mente und Auf­zeich­nun­gen von und ü­ber den berühm­ten Arzt, Rei­sen­den und Asi­en­for­scher. Ma­suto Ito zeigte sich sehr in­ter­es­siert: "Ich möchte mehr ü­ber Lemgo und En­gel­bert Ka­emp­fer wis­sen und mich für die Stei­ge­rung sei­ner Be­kannt­heit ein­set­zen." An­sch­ließend ging es auf einen Stadt­rund­gang zu aus­ge­wähl­ten Or­ten, die in Ver­bin­dung mit Ka­emp­fer ste­hen. So be­such­ten sie etwa das He­xen­bür­ger­meis­ter­haus, in dem Ja­pa­ni­sche Rie­sen­krab­ben aus­ge­stellt sind, die der For­scher Ende des 17. Jahr­hun­derts ent­deckt hat­te. Wei­tere Ziele wa­ren das Ka­emp­fer-Denk­mal am Wall, der Markt­platz – wo er ein Haus hatte – und die Kir­che St. Ni­co­lai. Dort, wo heute das Ge­mein­de­haus steht, be­fand sich früher ein­mal Ka­emp­fers Ge­burts­haus. Zum Ab­schluss fand ein ge­mein­sa­mes Abendes­sen statt.

vom 23.01.2019 | Ausgabe-Nr. 4A

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