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Im Kampf gegen Kinderarmut

Kinderschutzbund seit vierzig Jahren in Lemgo aktiv

Crêpes-Verkauf für Kinder in Not: (von links) Mario Schmitz, Mitglied im Kinderschutzbund, backt fleißig die Leckereien. Schatzmeisterin Sabine Dabrock und Vorsitzende Beate Schwarzrock unterstützen. Foto: LMH

Crê­pes-Ver­kauf für Kin­der in Not: (von links) Ma­rio Schmitz, Mit­glied im Kin­der­schutz­bund, backt fleißig die Le­cke­rei­en. Schatz­meis­te­rin Sa­bine Da­b­rock und Vor­sit­zende Beate Schwarz­rock un­ter­stüt­zen. Fo­to: LMH

Lemgo (LM­H). Crê­pes für einen gu­ten Zweck. Der Orts­ver­band Lemgo des Deut­schen Kin­der­schutz­bun­des (DKSB) ver­kaufte die süße Le­cke­rei zum Ab­schluss sei­nes Ju­biläums­jah­res auf der Klä­schen-Kir­mes. Seit vier­zig Jah­ren ist der Orts­ver­ein für Kin­der tätig mit ei­nem be­son­de­ren Fo­kus auf das Thema Kin­der­ar­mut. "­An­fangs ging es vor al­lem um Schul­auf­ga­ben­hil­fe", er­in­nert sich Beate Schwarz­rock, seit zwölf Jah­ren Vor­sit­zende des Kin­der­schutz­bun­des Lem­go. Dann seien wei­tere Ak­tio­nen hin­zu­ge­kom­men, denn "­So, wie sich die Ge­sell­schaft ver­än­dert, hat sich auch un­sere Ar­beit ent­wi­ckel­t", so Schwarz­rock wei­ter. Doch eins sei ge­blie­ben be­tont die Vor­sit­zende mit Nach­druck: "Es geht um die Kin­der.” Heute brau­che es keine Schul­auf­ga­ben­hilfe mehr, "heute wol­len El­tern ihre Kin­der auch mal ab­ge­ben". Des­we­gen biete der DKSB Lemgo un­ter an­de­rem Kin­der­spiel­grup­pen so­wie El­tern-Kind-Grup­pen an. Ins­be­son­dere seit­dem es die Of­fe­nen Ganz­tags­schu­len gibt, sei dem Orts­ver­band auf­ge­fal­len, wie viele Kin­der vor Ort von Ar­mut be­trof­fen sei­en. Des­halb wid­men sich die Mit­ar­bei­ter als Haupt­pro­jekt der Kin­der­ar­mut und sor­gen im en­gen Kon­takt mit den Schu­len vor Ort für die Fi­nan­zie­rung von Frühstück und Mit­tages­sen von be­dürf­ti­gen Kin­dern in der of­fe­nen Ganz­tags­schu­le. Auch Schul­star­ter­sets für Erst­kläss­ler stellt der DKSB be­reit, "um die Chan­cen­gleich­heit der Kin­der von Be­ginn an zu ga­ran­tie­ren", er­klärt Schwarz­rock. Da­ne­ben gibt es wei­tere Pro­jekte wie die Am­pe­lauf­kle­ber, die Er­wach­sene dar­auf hin­wei­sen sol­len, als gu­tes Vor­bild nur bei Grün zu ge­hen. Doch im Ge­burts­tags­jahr gab es auch noch ein paar be­son­dere Ak­tio­nen wie einen Schwimm­kur­sus in den Fe­rien für Kin­der der Grund­schule und Un­ter­stufe und einen Erste-Hilfe-Kur­sus für Kin­der der vier­ten Klasse vom Ju­gend-Rot­kreuz. Diese An­ge­bote seien sehr gut an­ge­nom­men wor­den und sol­len auch im nächs­ten Jahr fort­ge­führt wer­den. Ob die Fe­ri­en­spiele je­doch im kom­men­den Jahr an­ge­bo­ten wer­den kön­nen, sei noch un­ge­wiss. Der be­son­dere Dank der Vor­sit­zen­den gilt den eh­ren­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern: "Das ist un­glaub­lich toll und nicht selbst­ver­ständ­lich." Ein Bei­spiel ist Ma­rio Schmitz, der seit rund 25 Jah­ren auf Klä­schen Crê­pes backt. Alle Er­lö­se, so Schwarz­rock, ge­hen "eins zu eins" in die Pro­jek­te. Zwar stelle die Stadt Lemgo dem DKSB das Haus am Re­gen­stor zur Ver­fü­gung. Alle wei­te­ren Aus­ga­ben aber müsse der Ver­band mit Un­ter­stüt­zung von Spon­so­ren und Spen­den fi­nan­zie­ren.

vom 15.12.2018 | Ausgabe-Nr. 50B

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