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Neue Lesereihe des Landestheaters

"LieblingsStücke" in zweiter Auflage

Det­mold. Das lange War­ten auf einen Mann na­mens Go­dot, der nie­mals kom­men wird. Men­schen, die sich in ge­wal­tige Nas­hör­ner ver­wan­deln und als ran­da­lie­rende Herde eine Spur der Ver­wüs­tung hin­ter­las­sen. Sa­muel Beckett und Eugène Io­nesco sind wohl die be­kann­tes­ten Ver­tre­ter des ab­sur­den Thea­ters, die in den 1950er-Jah­ren die mensch­li­che Exis­tenz als Grenz­si­tua­tion in den Blick neh­men. Ein Thea­ter, das mit tra­gi­scher Ko­mik die Lo­gik auf­hebt und mit wahl­los ver­knüpft er­schei­nen­den Dia­lo­gen den Blick auf die Welt in ein an­de­res Licht rückt.

Der we­ni­ger be­kannte spa­nisch-franzö­si­sche Dra­ma­ti­ker Fer­n­ando Ar­ra­bal lässt den Le­ser teil­ha­ben an ei­ner span­nen­den (Lie­bes-)Be­zie­hung zwi­schen kind­li­cher Liebe und er­wach­se­ner Grau­sam­keit. Das Stück "Fando und Lis" ver­ge­gen­wär­tigt auf dich­te­ri­sche Weise das Am­bi­va­lente in der Lie­be. Flan­kiert von wei­te­ren Sze­nen wird der Bo­gen in die Ge­gen­wart zu zeit­genös­si­schen Au­to­ren des Ab­sur­den ge­schla­gen. Der neue Schau­spiel­di­rek­tor Jan Stein­bach be­gibt sich am Diens­tag, 4. De­zem­ber, ge­mein­sam mit Dra­ma­turg Arne Bloch, Schau­spie­lern des En­sem­bles und mit mu­si­ka­li­scher Be­glei­tung auf die ab­we­gig-hu­mor­vol­len Spu­ren exis­ten­zi­ell mensch­li­cher Fra­gen in die­ser son­der­ba­ren Welt. Los geht es um 19.30 Uhr in der Buch­hand­lung Kafka und Co. Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf für 10 Euro nur in der Buch­hand­lung.

vom 28.11.2018 | Ausgabe-Nr. 48A

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