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Chancen der digitalen Medizin

Gemeinsame Tagung der westfälisch-lippischen Regionalräte

Kreis Lip­pe/­Bie­le­feld. Die west­fä­lisch-lip­pi­schen Re­gio­nal­räte Arns­berg, Det­mold und Müns­ter nah­men ge­mein­sam mit Ex­per­ten aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft bei ih­rer letz­ten Ta­gung in der Fach­hoch­schule Bie­le­feld ge­mein­sam mit 130 Gäs­ten das Thema "­Ge­sund­heit und Di­gi­ta­li­sie­rung" in den Fo­kus. Es ging um Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen der di­gi­ta­len Ge­sund­heits­ver­sor­gung für die drei Re­gie­rungs­be­zir­ke.

"­Die Di­gi­ta­li­sie­rung wird das Ge­sund­heits­we­sen in den kom­men­den Jah­ren ent­schei­dend prä­gen. Eine sek­torü­ber­grei­fende elek­tro­ni­sche Kom­mu­ni­ka­tion, wie sie heute in vie­len Bran­chen selbst­ver­ständ­lich ist, fin­det der­zeit nicht statt. Auch die Po­ten­ziale der Te­le­me­di­zin sind bei wei­tem nicht aus­ge­schöpft. Die Lan­des­re­gie­rung will dies mit ei­ner ei­ge­nen Stra­te­gie än­dern", so Dr. Ed­mund Hel­ler, Staats­se­kretär im Mi­nis­te­rium Ge­sund­heit und So­zia­les des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len. "Eine er­folg­rei­che Ver­net­zung auf die­sem Ge­biet ist ein wich­ti­ger Fak­tor für die Stand­ort­ent­wick­lung. Des­halb wol­len wir ge­mein­sam mit den Re­gio­nen Müns­ter­land und Süd­west­fa­len auch hier die Zu­sam­men­ar­beit in­ten­si­vie­ren", meint Rei­nold Stücke, Vor­sit­zen­der des Re­gio­nal­ra­tes Det­mold und setzt da­bei auch auf die re­gio­nale Ge­sund­heits­agen­tur ZIG. "Pro­zesse in der Me­di­zin und Pflege las­sen sich spür­bar ver­ein­fa­chen. Auch die Aus­bil­dung der Mit­ar­bei­ter im Ge­sund­heits­be­reich pro­fi­tiert von ei­ner Di­gi­ta­li­sie­rung", sagte Ma­ri­anne Tho­mann-Stahl, Re­gie­rungs­prä­si­den­tin der Be­zirks­re­gie­rung Det­mold. "­Di­gi­ta­li­sie­rung kann eine Ba­sis sein, die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung auch außer­halb großstäd­ti­scher Bal­lungs­räume zu er­hal­ten. Di­gi­ta­li­sie­rung – rich­tig or­ga­ni­siert – muss Men­schen nicht er­set­zen, son­dern kann Frei­räume für mehr mensch­li­che Zu­wen­dung eröff­nen", so Her­mann-Jo­sef Dro­e­ge, Vor­sit­zen­der des Re­gio­nal­ra­tes Arns­berg. Diese An­sicht teilte En­gel­bert Rau­en, Vor­sit­zen­der des Re­gio­nal­ra­tes Müns­ter: "­Die Re­gio­nal­räte un­ter­stüt­zen diese Ak­ti­vitäten und wün­schen sich ins­be­son­de­re, auf die­sem Weg die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung in den länd­li­chen Re­gio­nen zeit­nah zu ver­bes­sern.” Die Re­fe­ren­ten aus Wirt­schaft und Wis­sen­schaft be­leuch­te­ten in ih­ren Vor­trä­gen die Ent­wick­lun­gen in­tel­li­gen­ter Tech­nik zur Un­ter­stüt­zung der Pfle­ge­ar­beit so­wie den Ein­satz von Te­le­me­di­zin. Te­le­me­di­zin be­zeich­net die Dia­gno­s­tik und The­ra­pie ü­ber räum­li­che Di­stanz bei­spiels­weise mit­hilfe von Vi­deoü­ber­tra­gung. Wei­tere The­men wa­ren die di­gi­tale Ver­net­zung der Kran­ken­häu­ser. Bei ei­nem an­sch­ließen­den Rund­gang durch die Fach­hoch­schule Bie­le­feld wur­den das La­bor Skills Lab, in dem pfle­ge­ri­sche Kom­pe­ten­zen den Stu­die­ren­den pra­xis­nah ver­mit­telt wer­den, und zwei For­schungs­in­sti­tute be­sucht. Die Teil­neh­mer ver­schaff­ten sich auch einen Ein­druck von bio­si­gnal­ge­steu­er­ten Pro­the­sen, vom di­gi­ta­len Pfle­ge­bett der Zu­kunft so­wie von sen­si­ti­ven und in­ter­ak­ti­ven Ro­bo­tern, die sich als Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner für Men­schen eig­nen.

vom 02.10.2019 | Ausgabe-Nr. 40A

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