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Von der Direktorenvilla zum Seniorenzentrum

Haus Müllerburg erinnert beim Sommerfest an den Start im Jahr 1958

Über den guten Standard der Müllerburg freuten sich Präsidium und Aufsichtsrat Norbert Wellmann, Vorstandsmitglied Dr. Petra Rixgens, Vorstandsvorsitzender Klaus Dannhaus, Hausleiterin Ute Plass und die stellvertretende Bürgermeisterin Ulrike Meusel.  Foto: Dinter

Ü­ber den gu­ten Stan­dard der Mül­ler­burg freu­ten sich Prä­si­dium und Auf­sichts­rat Nor­bert Well­mann, Vor­stands­mit­glied Dr. Pe­tra Rix­gens, Vor­stands­vor­sit­zen­der Klaus Dann­haus, Haus­lei­te­rin Ute Plass und die stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­te­rin Ul­rike Meu­sel. Fo­to: Din­ter

Oer­ling­hau­sen (k­d). Von der Di­rek­to­ren­villa zum Frauen-Al­ten­heim und Müt­ter-Kur­heim zum Se­nio­ren­zen­trum – so ver­lief die be­wegte Ge­schichte des Hau­ses Mül­ler­burg in Oer­ling­hau­sen. Das Ge­bäude aus dem Jahr 1891 gehört seit 1955 der Ar­bei­ter­wohl­fahrt (A­WO). Vor 60 Jah­ren wurde der Be­trieb mit so­zia­len Zwe­cken auf­ge­nom­men. Mit ei­nem Som­mer­fest wurde an das Ju­biläum er­in­nert.

Am 1. Ok­to­ber 1958 ent­stan­den zunächst ein Mut­ter-Kur­haus so­wie ein Frau­en­al­ten­heim. "­Dies war der Grund­stein für das heu­tige Se­nio­ren­zen­trum", sagte Nor­bert Well­mann, Vor­sit­zen­der Auf­sichts­rat und Prä­si­di­um, in sei­ner Fes­t­an­spra­che. Seit­her habe sich die Mül­ler­burg bau­lich und kon­zep­tio­nell po­si­tiv ent­wi­ckelt. 1982 er­folgte eine um­fas­sende Sa­nie­rung, von 2010 bis 2012 wurde das Ge­bäude kernsa­niert. "­Die heu­tige Mül­ler­burg bie­tet 82 Be­woh­nern ein Zu­hau­se", sagte Well­mann. Ge­rade in der Pflege habe die Ent­wick­lung eine im­mer ra­san­tere Fahrt auf­ge­nom­men, meinte er. Be­son­ders Men­schen mit De­menz bräuch­ten gute Be­treu­ungs­mög­lich­kei­ten und eine an­ge­nehme Le­bens­si­tua­tion. Well­mann dankte Mit­ar­bei­tern und frei­wil­li­gen Hel­fern für ihr En­ga­ge­ment. "­Sie ge­ben dem Haus ihr Ge­sicht, sie er­fül­len diese Mau­ern mit Le­ben, sie schrei­ben die Ge­schichte der Mül­ler­burg wei­ter", sagte er. Auch die stell­ver­tre­tende Bür­ger­meis­te­rin Ul­rike Meu­sel gra­tu­lierte den Ver­ant­wort­li­chen zu dem Ju­biläum. Nicht zu­letzt durch den Ein­satz des Mit­ar­bei­ter­teams sei "ein Haus zum Wohl­fühlen" ent­stan­den. Lei­te­rin Ute Plass stellte fest: "­Die Mül­ler­burg ist jung, frisch und leis­tungs­fähig." Dies sei ein Grund zum Fei­ern. Einen großen Dank rich­tete sie an die eh­ren­amt­li­chen Be­treu­er, die mit den Be­woh­nern Kar­ten spie­len, zum Tan­zen fah­ren oder ein­fach nur plau­dern. "Hier ist jede Mi­nute Gold wer­t", sagte sie. "Ich wün­sche Ih­nen, dass Ihre Kraft lange er­hal­ten bleibt, das zu tun." Zum Ju­biläum er­bat sich die Lei­te­rin Geld­s­pen­den, um ein Gerät an­zu­schaf­fen, das op­ti­sche und akus­ti­sche Reize ver­mit­telt. Da­mit soll die Le­bens­qua­lität von De­menz­kran­ken und Men­schen in der letz­ten Le­ben­s­phase ver­bes­sert wer­den. Im An­schluss an die Fei­er­stunde gab es ein viel­fäl­ti­ges Un­ter­hal­tungs­pro­gramm. Un­ter an­de­rem trat die AWO-Tanz­gruppe auf, Live-Mu­sik und eine Mo­den­schau er­in­ner­ten an die 1950er Jah­re.

vom 26.09.2018 | Ausgabe-Nr. 39A

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