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Neue Intensivtherapiestation garantiert bestmögliche Behandlung

Medizinische Fachgebiete sollen noch besser ineinander greifen

 

Kreis Lippe-Lemgo (n­r). Tag­täg­lich wird auf In­ten­sivsta­tio­nen um Le­ben gekämpft. Hier tref­fen sich un­ter­schied­li­che in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Fach­ge­bie­te, um le­bens­be­droh­li­che Zu­stände und Krank­hei­ten zu be­han­deln. Die in­ter­dis­zi­plinäre In­ten­siv­the­ra­pie-Sta­tion (ITS) am Kli­ni­kum Lippe in Lemgo wird im Ok­to­ber in Be­trieb ge­nom­men. Zur of­fi­zi­el­len Ein­wei­hung in der ver­gan­ge­nen Wo­che ge­währte das In­ten­siv-Team, be­ste­hend aus Fachärz­ten und Pfle­ge­kräf­ten, et­li­che Ein­bli­cke in die In­ten­siv­me­di­zin und er­klärte das sonst so un­be­kannte Ter­rain. In­ter­dis­zi­plinär ist da­bei das Wort der Stunde in Lem­go: in­ter­nis­ti­sche und ope­ra­tive In­ten­sivsta­tio­nen wer­den hier im In­ten­siv­Cube zu­sam­men­ge­führt, was heißt, dass un­ter­schied­li­che in­ten­siv­me­di­zi­ni­sche Fach­be­rei­che noch en­ger mit­ein­an­der agie­ren kön­nen – auch räum­lich. Das Plus an fachü­ber­grei­fen­den Schnitt­stel­len in Dia­gno­s­tik und The­ra­pie soll den Pa­ti­en­ten die best­mög­li­che me­di­zi­ni­sche Be­treu­ung bie­ten. Was sich hin­ter dem Be­griff der In­ten­siv­me­di­zin tatsäch­lich ver­birgt, setzt sich wie ein Puzzle aus ver­schie­de­nen Tei­len zu­sam­men: Fach­kom­pe­tenz der Ärz­te, des Pfle­ge­teams und der The­ra­peu­ten auf höchs­tem Ni­veau; hoch­prä­zise Geräte-Me­di­zin; der un­mit­tel­bare Aus­tausch zwi­schen den un­ter­schied­li­chen Fach­ge­bie­ten und die Ü­ber­wa­chung der Pa­ti­en­ten rund um die Uhr. Ab 8. Ok­to­ber ste­hen erst ein­mal 18 Bet­ten für schwerst­kranke Pa­ti­en­ten zur Ver­fü­gung. Im De­zem­ber wer­den zehn wei­tere Bet­ten für Pal­lia­tiv-Pa­ti­en­ten hin­zu­kom­men. Im Früh­jahr 2019 wird dann um 13 Bet­ten für Schlag­an­fall- und 16 Bet­ten für Pa­ti­en­ten, die von der Be­at­mung ent­wöhnt wer­den, er­gänzt. Das 9-Mil­lio­nen-Euro-Pro­jekt soll eine best­mög­li­che me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung si­chern und si­cher­stel­len, dass "­Men­schen wohn­ort­nah eine Be­hand­lung auf höchs­tem Ni­veau be­kom­men", wie Land­rat und Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Dr. Axel Leh­mann zur Ein­wei­hung be­ton­te. Be­ein­dru­ckend ist die Sta­tion al­le­mal: Die Räume sind groß und hell an­ge­legt. Ge­nug Platz al­so, um ne­ben fest in­stal­lier­ten Ap­pa­ra­tu­ren zur in­tra­venö­sen Ver­ab­rei­chung von Me­di­ka­men­ten und für das Mo­ni­to­ring, also die Ü­ber­wa­chung der Or­gan- und Vi­tal­funk­tio­nen, an­de­res me­di­zi­ni­sches Gerät, wie bei­spiels­weise zur Dia­ly­se, un­pro­ble­ma­tisch ein­set­zen zu kön­nen. "­Die neue Bau­lich­keit gibt uns hier die Mög­lich­keit, nicht nur Geräte-Me­di­zin best­mög­lich ein­set­zen zu kön­nen; hier ha­ben Ärz­te, Pfle­ge­per­so­nal und The­ra­peu­ten auch genü­gend Raum, um die Pa­ti­en­ten best­mög­lich zu the­ra­pie­ren", ist der Lei­ter der In­ten­siv­the­ra­pie­sta­tion, Dr. Hans-Ge­org von Wy­siecki, ü­ber­zeugt. Wie or­ga­ni­siert und auf­ein­an­der ab­ge­stimmt auf der ITS ge­ar­bei­tet wird, de­mons­trierte das Re­ani­ma­ti­ons­team des Kli­ni­kums. Wei­ter auf Seite 10

vom 26.09.2018 | Ausgabe-Nr. 39A

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