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Goldbraun, knusprig und super lecker

Die Hiddeser "Nationalspeise" ist sehr beliebt

 

Det­mold-Hid­de­sen (gh). Am ver­gan­ge­nen Sams­tag fei­erte der Farn­club von 1848 be­reits zum 23. Mal die tra­di­tio­nelle Kar­tof­fel­fe­te, bei der natür­lich auch ver­schie­dene Kar­tof­fel­ge­richte nicht feh­len durf­ten. Mitt­ler­weile ist die Fete ist längst zu ei­nem Nach­bar­schafts- und Fa­mi­li­en­treff ge­wor­den und alle Be­tei­lig­ten ha­ben im­mer viel Freude an dem ge­mein­sa­mem Abend. Vor­sit­zen­der Ha­rald Sachs und das Kar­tof­fel-Team wa­ren ja erst et­was "­kar­tof­fel-skep­tisch", ob die Knol­len, nach der lan­gen Dür­re­pe­ri­ode die­ses Jahr, auch groß ge­nug wären, um die, bei den Hid­des­sern, so be­lieb­ten Fo­li­en­kar­tof­feln zu­be­rei­ten zu kön­nen. Aber der Det­mol­der Kar­tof­fel­händ­ler Matt­hias Erf­kamp lie­ferte wie im­mer gute Qua­lität. So konnte das Kar­tof­fel-Team circa 120 Kilo "tolle Knol­le" ver­ar­bei­ten, zu Kar­tof­fel­sa­lat, Rei­be­ku­chen und natür­lich den be­sag­ten Fo­li­en­kar­tof­feln, die zu­sam­men mit ver­schie­de­nen selbst­ge­mach­ten Dips wie­der mal sehr gut an­ka­men. Schon im Vor­feld gab es jede Menge zu tun, so­dass die Vor­be­rei­tun­gen be­reits mor­gens um 9 Uhr star­te­ten. Ei­nige schäl­ten Kar­tof­feln, an­dere rühr­ten die Dips und be­rei­te­ten die Stände vor, da pünkt­lich um 18 Uhr al­les fer­tig sein muss­te. "­Die ers­ten Be­su­cher kom­men schon sehr pünkt­lich und nach und nach wurde es im­mer vol­ler" freute sich Ha­rald Sachs. So war es in der Scheune und auch da­vor schnell prop­pe­voll mit ei­nem fröh­li­chen und ge­sel­li­gen Bei­sam­men­sein. Ne­ben den Fo­li­en­kar­tof­feln sind Kar­tof­fel­puf­fer mit Ap­fel­mus in­zwi­schen die Hid­de­ser "Na­tio­nal­spei­se". Die Kar­tof­fel­puf­fer schme­cken da­bei den jun­gen und äl­te­ren Fein­schme­ckern, so wa­ren die Jüngs­ten Puf­fer­fans erst ein Jahr alt und die Äl­tes­ten schon ü­ber 80! Ma­ri­anne Lud­wig aus Det­mold schwärm­te: "Ich habe von der Ver­an­stal­tung in der Zei­tung ge­le­sen und war neu­gie­rig, was das sein könn­te, bin also zum ers­ten Mal hier und komme auf je­den Fall im nächs­ten Jahr wie­der, denn die Kar­tof­fel­puf­fer sind spit­zen­mäßig und der Schnaps ist lecker!" Nicht nur die Be­su­cher, auch die etwa 30 Mit­glie­der des Or­ga­ni­sa­ti­ons­teams ha­ben im­mer viel Spaß, der schon mit den Vor­be­rei­tun­gen be­ginnt. Natür­lich gab es auch Brat­wur­st, Pom­mes und kühle Ge­trän­ke, so­wie den be­lieb­ten Hid­de­ser Kar­tof­fel­schluck. Die­ser Schnaps wird nur für die Kar­tof­fel­fete von der Lip­pi­schen Bren­ne­rei Schött­ker für den Farn­club her­ge­stellt. Im­mer wie­der hörte man die Fra­ge: Was ist die­ser Farn­club ei­gent­lich und was ma­chen die? In ei­ner klei­nen Ü­ber­lie­fe­rung des Farn­clubs heißt es: ge­bil­det hat sich al­les im Jahre 1848. In Deutsch­land war da­mals Re­vo­lu­tion, eine De­mo­kra­tie sollte ent­ste­hen. In Hid­de­sen fand eine be­deut­same Ver­samm­lung statt und eine schwarz-rot-gol­dene Fahne wurde da­bei aus­ge­rollt, es blieb je­doch fried­lich. Es wurde schon da­mals rege Nach­bar­schafts­pflege be­trie­ben, Fa­mi­li­en­fei­ern und Wan­de­run­gen un­ter­nom­men. Während der Kai­ser­zeit trug man zum Wan­dern Hüte, die den kai­ser­li­chen Schutz­trup­pen in Afrika nach­emp­fun­den wur­den. Zur Ab­wehr von läs­ti­gen In­sek­ten steckte man Farn­kraut dar­an. Ir­gend­wann kam da mal der Aus­ruf: "Da kommt der Farn­club!" Nach wie vor geht es um das Wan­dern, die Ge­sel­lig­keit und das Fei­ern mit der Nach­bar­schaft. Wer ein Wan­der- und Na­tur­freund ist oder aber wer­den möch­te, ist je­der­zeit will­kom­men. In­for­ma­tio­nen hierzu er­teilt der Farn­club un­ter der Te­le­fon­num­mer (05231) 88581 oder un­ter "farn­club1848@g­mx.­de".

vom 26.09.2018 | Ausgabe-Nr. 39A

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