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Gemälde Max Rabes’ im Landestheater

Georg Heckel und Stephan Prinz zur Lippe enthüllten das Werk

 

Det­mold (WAG). Ge­org He­ckel, neuer In­ten­dant des Lan­des­thea­ters, enthüllte zu Be­ginn der neuen Spiel­zeit ge­mein­sam mit Ste­phan Prinz zur Lippe ein vor rund hun­dert Jah­ren vom Fürs­ten­haus in Auf­trag ge­ge­be­nes Gemälde des Ber­li­ner Kunst­pro­fes­sors Max Ra­bes, das nun im Lan­des­thea­ter sei­nen Platz ge­fun­den hat. Ver­mut­lich 1916 ent­stan­den, zeigt das Bild eine Szene aus Giac­como Puc­ci­nis "­Ma­non Les­caut". Gol­den senkt sich der Abend­him­mel ü­ber die wüste Dü­nen­land­schaft, in der ein blei­ches Mäd­chen an der Seite ei­nes ver­zwei­fel­ten Jüng­lings dem Tod ent­ge­gen­däm­mert. Laut Ste­phan Prinz zur Lip­pe, der das viele Jahre un­ter­ge­tauchte Öl­gemälde in ei­ner Ab­stell­kam­mer wie­der­ent­deckt hat­te, war Ra­bes mit sei­nem Großva­ter Fürst Leo­pold IV. be­freun­det und habe ihn im Ers­ten Welt­krieg so­gar ins Feld zur Trup­pen­in­spek­tion be­glei­tet. Im "ers­ten re­prä­sen­ta­ti­ven Raum des Hau­ses", er­klärte Ge­org He­ckel, soll die Szene aus dem vier­ten Auf­zug der Oper Thea­ter­gän­ger künf­tig in die pas­sende Stim­mung für ein abend­fül­len­des Kuns­t­er­leb­nis ver­set­zen. Er habe das Thea­ter vom ers­ten Mo­ment an als cha­ris­ma­ti­schen Ort er­lebt, in dem es aber doch die ein oder an­dere ein­ge­schlif­fene Seh­ge­wohn­heit auf­zulö­sen gel­te, er­klärte He­ckel die be­hut­same Ver­än­de­rung des Foy­ers. Im ge­genü­ber lie­gen­den Schloss fand sich schließ­lich das pas­sende Bild, das den In­fot­re­sen, der sich zu­vor an die­ser Stelle be­fun­den hat­te, nun in die Kas­sen­halle ver­drängt hat. Das Gemälde ist das größte aus der Samm­lung Max Ra­bes’ (1868 bis 1944). Frisch ge­rei­nigt und mit ei­nem Ei­chen­rah­men ver­se­hen nimmt das etwa 2,3 mal 1,5 große Bild nun die Thea­ter­be­su­cher in Emp­fang.

vom 12.09.2018 | Ausgabe-Nr. 37A

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