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Wikinger schlagen im 
Museum ihr Lager auf

Zum 23. Mal kommen Darsteller aus ganz Europa nach Oerlinghausen

Die historischen Wikinger waren nicht nur Krieger, sie betrieben auch intensiven Handel. Im Archäologischen Freilichtmuseum Oerlinghausen wird dies Mitte September auf lebendige Weise dargestellt. Archivfoto: Dinter

Die his­to­ri­schen Wi­kin­ger wa­ren nicht nur Krie­ger, sie be­trie­ben auch in­ten­si­ven Han­del. Im Ar­chäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­seum Oer­ling­hau­sen wird dies Mitte Sep­tem­ber auf le­ben­dige Weise dar­ge­stellt. Ar­chiv­fo­to: Din­ter

Oer­ling­hau­sen (k­d). Mehr als 60 re­nom­mierte Dar­stel­ler aus ganz Eu­ropa stel­len das viel­fäl­tige Le­ben der Men­schen im frühen Mit­tel­al­ter dar, wenn am 15. und 16. Sep­tem­ber zum 23. Mal ein großer Wi­kin­ger­markt im Ar­chäo­lo­gi­schen Frei­licht­mu­seum (AFM) Oer­ling­hau­sen statt­fin­det. Erst­mals gibt es auch Vor­führun­gen zu früh­mit­tel­al­ter­li­cher Falk­ne­rei. 

Die Ak­teure la­gern auf dem Mu­se­ums­gelände und prä­sen­tie­ren als Händ­ler ihre Ver­kaufs­wa­ren oder ge­ben Ein­bli­cke in früh­mit­tel­al­ter­li­che Hand­werks­tech­ni­ken. Die Be­su­cher kön­nen etwa Schmie­den da­bei zu­se­hen, wie sie aus glühen­dem Ei­sen nütz­li­ches Werk­zeug her­stel­len. Auch Feu­er­ma­chen, tex­tile Tech­ni­ken wie Brett­chen­we­ben oder Fär­ben wer­den an­schau­lich er­klärt. In Mo­den­schauen wer­den Ge­wän­der aus un­ter­schied­li­chen so­zia­len Schich­ten ge­zeigt und vor ih­ren his­to­ri­schen Hin­ter­grün­den er­läu­tert. High­lights sind wie im­mer die Kampf- und Waf­fen­schau­en, bei de­nen die Zu­schauer zei­gen, wie das früh­mit­tel­al­ter­li­che Mi­litär­we­sen funk­tio­niert hat und wie der Zwei­kampf sich in der Pra­xis aus­ge­se­hen ha­ben könn­te. Außer­dem reist eine Gruppe aus dem Ruhr­ge­biet mit zahl­rei­chen Greif­vö­geln an. Denn Falk­ne­rei war, ebenso wie an­dere hö­fi­sche Tu­gen­den, beim fei­nen Wi­kin­ger sehr be­liebt. Bei Mit­mach-Ak­tio­nen kön­nen Groß und Klein sich im Bo­gen­schießen ü­ben oder beim Hne­fa­tafl-Brett­spiel und Knatt­leikr – dem Wi­kin­ger­fuß­ball – ge­gen "ech­te" Wi­kin­ger an­tre­ten. Wer mag, kann die Ru­nen­schrift ler­nen, Kno­chen be­ar­bei­ten, we­ben oder ein klei­nes Rund­schild er­stel­len. Be­son­de­ren Wert le­gen die Ver­an­stal­ter bei die­sem tra­di­ti­ons­rei­chen Event auf die be­son­dere At­mo­s­phäre, die sich von kom­mer­zi­el­len Mit­tel­al­ter­märk­ten da­durch un­ter­schei­det, dass die Dar­stel­lun­gen aus­sch­ließ­lich eine mu­se­ums­ty­pi­sche Qua­lität auf­wei­sen. An bei­den Ta­gen öff­net der Wi­kin­ger­markt um 10 Uhr und schließt um 18 Uhr. Der Ein­tritt beläuft sich für Er­wach­sene auf 7 Euro (er­mäßig­t/Kin­der bis 14 Jah­re: 6 Eu­ro). Eine Fa­mi­li­en­karte kos­tet 21 Eu­ro.

vom 08.09.2018 | Ausgabe-Nr. 36B

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