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Workshop "Mehr Partizipation wagen"

Projekt lud zu Diskussion und Meinungsaustausch

Jan Busch präsentiert die Ergebnisse einer Gruppe zum Selbsthilfezusammenschluss. Foto: Göner

Jan Busch prä­sen­tiert die Er­geb­nisse ei­ner Gruppe zum Selbst­hil­fe­zu­sam­menschluss. Fo­to: Gö­ner

Lemgo (l­g). Um Men­schen mit Han­di­cap mehr in die Kom­mu­nal­po­li­tik zu in­te­grie­ren fand im Lem­goer AWO Be­geg­nungs­zen­trum Kas­ta­ni­en­haus am Wall der Work­shop "­Mehr Par­ti­zi­pa­tion wa­gen" un­ter der Lei­tung von Lisa Ja­cobi und Britta Möwes statt. Dazu tra­fen sich Be­trof­fene und Ver­tre­ter aus Po­li­tik und Ver­wal­tung um mit­ein­an­der zu dis­ku­tie­ren und Wün­sche zu äußern. Zu dem Pro­jekt der LAG Selbst­hilfe NRW hatte die "­Mensch Zu­erst Re­gio­nal­gruppe-Lip­pe" aus Lemgo ein­ge­la­den.

Das Pro­jekt greift die Be­ob­ach­tung auf, dass es in den Kom­mu­nen noch keine an­ge­mes­sene In­ter­es­sen­ver­tre­tung gibt und viele noch gar keine Sat­zung zur Berück­sich­ti­gung von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen ha­ben. Auch in Lemgo gebe es noch viel Hand­lungs­be­darf, wie diese mehr in die Po­li­tik mit ein­be­zo­gen wer­den kön­nen, sagte Jan Busch, Spre­cher der "­Mensch Zu­er­st" Re­gio­nal­gruppe Lip­pe. Er hatte sich eine größere Gruppe zum ge­mein­sa­men In­ter­es­sen-Aus­tausch und des­sen Ver­tre­tung ge­wünscht. So habe sich die Gruppe an die LAG Selbst­hilfe NRW und ge­wandt und or­ga­ni­sierte den Work­shop mit Un­ter­stüt­zung von Dr. Eve­lyn Te­ge­ler von der Volks­hoch­schule Det­mold-Lem­go. Ziel der Ver­an­stal­tung war, Struk­tu­ren zur po­li­ti­schen Be­tei­li­gung von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen zu schaf­fen. In Lemgo ar­bei­te­ten die 20 Teil­neh­mer in drei Grup­pen zu­sam­men: ü­ber den Selbst­hil­fe­zu­sam­menschluss von Grup­pen in Lem­go, die Be­wusst­seins­bil­dung und die Trans­pa­renz und In­for­ma­tio­nen von und ü­ber Po­li­tik. Sie ent­wi­ckel­ten zu­sam­men Maß­nah­men­plä­ne. Ei­ner die­ser Pläne sieht vor, bis 2019 alle Lem­goer Selbst­hil­fe­grup­pen und Ver­eine von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen und chro­ni­schen Er­kran­kun­gen zu ver­net­zen. Die Gruppe rund um die Be­wusst­seins­bil­dung möchte außer­dem bis An­fang 2019 ge­genü­ber Po­li­tik und Ver­wal­tung be­rich­ten, wel­che Bar­rie­ren sie sieht und was ge­tan wer­den kann, da­mit sie sich bes­ser be­tei­li­gen kön­nen.

vom 08.09.2018 | Ausgabe-Nr. 36B

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