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Einsatzfahrzeuge ziehen Blicke auf sich

Oerlinghauser Feuerwehr und Rettungswache informieren über ihre Arbeit

Die Arbeit der Malteser fand viel Interesse bei den Besuchern. Arne Jungekrüger erläuterte anhand einer Puppe, wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung vorgenommen wird. Foto: Dinter

Die Ar­beit der Mal­te­ser fand viel In­ter­esse bei den Be­su­chern. Arne Jun­ge­krü­ger er­läu­terte an­hand ei­ner Pup­pe, wie die Herz-Lun­gen-Wie­der­be­le­bung vor­ge­nom­men wird. Fo­to: Din­ter

Oer­ling­hau­sen (k­d). Feu­er­wehr­mann ist der Be­rufs­wunsch vie­ler Kin­der. Doch was ge­nau sind die Auf­ga­ben der Wehr und was gehört al­les zur Aus­rüs­tung? Am Tag der of­fe­nen Tür hat der Lösch­zug Oer­ling­hau­sen der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr um­fas­send Aus­kunft ge­ge­ben. Die zahl­rei­chen Be­su­cher konn­ten sich zu­gleich in der be­nach­bar­ten Ret­tungs­wa­che in­for­mie­ren.

In den zurück­lie­gen­den Jah­ren hat sich im und am Gerätehaus an der Ro­bert-Han­ning-Straße viel ge­tan. Auch um diese Neue­run­gen vor­zu­stel­len, wurde die Öf­fent­lich­keit ein­ge­la­den, er­läu­terte die stell­ver­tre­tende Lösch­zug­füh­re­rin Ka­tha­rina Kös­ter. Im Mit­tel­punkt des In­ter­es­ses stan­den selbst­ver­ständ­lich die acht großen, ro­ten Ein­satz­fahr­zeu­ge. Im wahrs­ten Sinn des Wor­tes her­aus­ra­gend war die Dreh­lei­ter. Sie kann bis zu 32 Me­ter aus­ge­fah­ren wer­den. Im Ret­tungs­korb, der auch mit ei­ner Ka­mera bestückt ist, fin­den vier Per­so­nen Platz. Mit die­sem Fahr­zeug ist die Oer­ling­hau­ser Wehr auch in der La­ge, Einsätze an den Hoch­häu­sern zu be­wäl­ti­gen. Als prak­ti­sche Hilfe für viele Zwe­cke dient der neue Geräte­wa­gen "GW-L 2". Er hat ein falt­ba­res Be­cken für 5.000 Li­ter Was­ser an Bord, zwei trag­bare Pum­pen, zwei Mul­ti­funk­ti­ons­lei­tern und meh­rere Roll­con­tai­ner. Je nach Ein­satz­lage kann zu­sätz­lich die je­weils pas­sende Aus­rüs­tung mit­ge­nom­men wer­den. So sind Öl­bin­de­mit­tel, zu­sätz­li­che Be­leuch­tung, wei­tere Schläu­che, ein Be- und Ent­lüf­tungs­gerät und vie­les mehr be­reits fer­tig vor­be­rei­tet und brau­chen nicht erst auf­wän­dig zu­sam­men­ge­sucht zu wer­den. "­Diese Dinge müs­sen ja nicht je­des Mal mit­ge­führt zu wer­den", er­läu­terte Kös­ter. Um mehr Platz für die Roll­con­tai­ner und die Werkstät­ten zu schaf­fen, hat die Feu­er­wehr an­ge­baut. Hin­ter dem Gerätehaus ent­stand eine neue Hal­le. Gleich­zei­tig wur­den die Um­klei­deräume der weib­li­chen und ju­gend­li­chen Mit­glie­der der Wehr ver­größert. Da­mit ging ein lang ge­heg­ter Wunsch in Er­fül­lung. "Ins­ge­samt sind wir jetzt rich­tig zu­frie­den, die Si­tua­tion ist su­per", meinte die Lösch­zug­füh­re­rin. Eine po­si­tive Bi­lanz zo­gen auch die 14 Mit­ar­bei­ter des Mal­te­ser Hilfs­diens­tes. Sie sind seit An­fang 2017 ne­ben dem Feu­er­wehr­gerätehaus in der neue Ret­tungs­wa­che tätig. Zwei Ret­tungs­wa­gen sind hier sta­tio­niert. "Pro Tag fah­ren wir bis zu 15 Einsät­ze", er­läu­terte Ret­tungs­as­sis­tent Thors­ten Heß. Zum Ar­beits­ge­biet gehören Oer­ling­hau­sen, Ub­be­dis­sen, Hil­le­gos­sen, Senn­stadt und Ase­mis­sen. "Es kommt auch nicht sel­ten vor, dass wir ge­ru­fen wer­den, wenn die Kol­le­gen in den Nach­bar­or­ten wie Bie­le­feld und Schloss Holte-Stu­ken­b­rock im Ein­satz sin­d", sagte Heß. Die Ret­tungs­wa­che biete op­ti­male Ar­beits­mög­lich­kei­ten, be­tonte er. "­Die Kol­le­gen fühlen sich sehr wohl hier. Da wir jetzt auch un­ter ei­nem Dach ver­eint sind, ist auch die Zu­sam­men­ar­beit mit der Feu­er­wehr noch en­ger und noch bes­ser ge­wor­den."

vom 01.09.2018 | Ausgabe-Nr. 35B

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