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Liebhaber präsentierten ihre Sammlerstücke

Oldtimer-Treffen in Lage / Heinkel-Roller und Karmann Ghia wurden am Ziegeleimuseum bestaunt

Karmann-Ghia-Fans: Klaus Morsch, Reinhold Soppe und Erwin Gärtner (von links) im Ziegeleimuseum. Foto: Castrup

Kar­mann-Ghia-Fans: Klaus Mor­sch, Rein­hold Soppe und Er­win Gärt­ner (von links) im Zie­ge­lei­mu­se­um. Fo­to: Ca­s­trup

Lage (sc). Un­ter­wegs mit ih­ren Lieb­ha­ber­fahr­zeu­gen mach­ten die Hein­kel-Freunde in Bil­ling­hau­sen und An­hän­ger des VW-Mo­dells Kar­mann Ghia am ver­gan­ge­nen Wo­chen­ende un­ter an­de­rem Halt am Zie­ge­lei­mu­seum in La­ge. 65 Hein­kel-Rol­ler-Fah­rer ließen sich die Pre­miere nicht ent­ge­hen, so­dass diese eine vol­ler Er­folg wur­de. "­Diese Re­so­nanz ha­ben wir für den An­fang nicht er­war­tet", freu­ten sich Det­lef Stock und Ernst Fuchs von den Hein­kel-Freun­den Ost­west­fa­len-Lippe ü­ber das große In­ter­es­se. "­Zum Glück hat uns der TuS Müs­sen-Bil­ling­hau­sen seine Park­fläche zur Ver­fü­gung ge­stell­t", be­dankte sich Stock. 
Vom Frei­licht­mu­seum in Det­mold aus führte die Tour zum Her­manns­denk­mal, zum Mo­tor­rad­mu­seum in Her­ford und im An­schluss zurück nach Bil­ling­hau­sen. Igel Mecki, eine Fi­gur aus ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten, fuhr bei Otto Kös­ter mit. "­Der ist noch ori­gi­nal", er­läu­terte der 77-Jäh­rige die Fi­gur vor der Wind­schutz­schei­be. Ebenso der Helm, eine Rö­mer-Halb­scha­le. Auf den rich­ti­gen Stil aus der Rocka­billy-Zeit legt auch Bri­gitte Schö­bel Wert. "Für einen Pet­ti­coat war es mir heute zu kal­t", gab die Ka­bi­nen­rol­ler-Be­sit­ze­rin zu. Die um­häkelte Klo­rolle gehört für sie aber zur Pflicht-De­ko. 
Wei­tere Hin­gu­cker auf den Straßen in Lippe wa­ren die scherz­haft "­Se­kretä­rin­nen-Por­sche" ge­nann­ten Kar­mann-Ghia-Mo­delle von VW. Die In­ter­es­sen­ge­mein­schaft Lip­pe/NRW hatte zum fünf­ten Che­rus­ker­tref­fen ein­ge­la­den. Am Sams­tag prä­sen­tier­ten sich die knapp 50 Fahr­zeuge zur Mu­se­um­stour auf dem Gelände der Zie­ge­lei, be­vor es am Sonn­tag zum Frei­licht­mu­seum ging. "­Be­son­ders be­ein­dru­ckend ist es, wenn ein Fahr­zeug der ers­ten Bau­jahre di­rekt ne­ben ei­nem 20 Jahre äl­te­ren Pen­dant steht", zeigte sich Klaus Mor­sch, Vor­sit­zen­der der In­ter­es­sen­ge­mein­schaft, be­geis­tert. "­Die äl­te­ren Mo­delle er­kennt man dar­an, dass die Schein­wer­fer tiefer lie­gen", er­klärte der Ex­per­te. 
"Das Fach­sim­peln macht bei sol­chen Tref­fen natür­lich be­son­de­ren Spaß", bestätigte auch Rein­hold Sop­pe. Vor Jah­ren seien noch ei­nige Rost­lau­ben auf dem Markt ge­we­sen, heute le­gen die Be­sit­zer Wert auf ein­wand­freien Zu­stand samt glän­zen­dem Chrom. So wie Er­win Gärt­ner, der sein hell­blaues Schätz­chen nach je­dem Re­gen­schauer fleißig tro­cken po­lier­te.

vom 01.09.2018 | Ausgabe-Nr. 35B

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