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Schüler entwerfen Weltallexperimente

Beim Sommercamp in Lemgo geht es hoch hinaus

Der Heliumbefüllte Ballon mit Satellit im Schlepptau startet in die Luft. Foto: Schröder

Der He­li­um­be­füllte Bal­lon mit Sa­tel­lit im Schlepp­tau star­tet in die Luft. Fo­to: Schrö­der

Lemgo (aas). Span­nend wurde es für die Schü­ler beim Som­mer­camp im Rah­men des Mint-Pro­jek­tes "Am Ran­des des Weltalls". In Ko­ope­ra­tion mit ei­nem pro­fes­sio­nel­len An­bie­ter für Wet­ter­bal­lon­starts aus Blom­berg konn­ten die Ju­gend­li­chen ei­gene Auf­nah­men und Ex­pe­ri­mente in der Stra­to­s­phäre ma­chen und sich so auf die Spu­ren von Alex­an­der Gerst be­ge­ben, der als Kom­man­dant der in­ter­na­tio­na­len Raum­sta­tion ISS ge­rade für reich­lich öf­fent­li­ches In­ter­esse an For­schung und Raum­fahrt sorgt.

Vor Ort wurde zunächst eine Ka­me­ra­sonde ent­wi­ckelt, die den ex­tre­men Be­din­gun­gen in 400 Tau­send Me­tern Höhe stand­hal­ten soll­te, um an­sch­ließend mit ei­nem Wet­ter­bal­lon in die Stra­to­s­phäre zu flie­gen. "­So­bald der Bal­lon ge­platzt ist, kommt die Sonde am Fall­schirm zurück in Rich­tung Er­de. Mit den ver­bau­ten GPS-Geräten kön­nen die Ju­gend­li­chen die ge­naue Lan­d­e­po­si­tion fest­stel­len, die ei­ge­nen Auf­nah­men aus dem Weltall ber­gen und schließ­lich aus­wer­ten", heißt es in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung der Or­ga­ni­sa­to­ren vom Zen­trum "­Zu­kunft durch In­no­va­tion" (Z­DI) in Lip­pe. Nach­dem der Bal­lon am Hand­werks­bil­dungs­zen­trum in Lemgo ge­st­ar­tet ist, lan­dete er nach etwa drei Stun­den in der Nähe des Stein­hu­der Mee­res. Die un­ge­fähre Flug­route konn­ten die Schü­ler schon zu­vor be­rech­nen. Ein­fach star­ten durfte der Bal­lon al­ler­dings nicht, dafür war eine Ge­neh­mi­gung der Deut­schen Flug­si­che­rung (DFS) nötig. Auch die Wet­ter­be­din­gun­gen muss­ten pas­sen, denn nur un­ter den ent­spre­chen­den Vor­aus­set­zunge durfte der Bal­lon in die Luft ge­hen. Bei den Aus­wer­tun­gen wur­den die Schü­ler schließ­lich in Grup­pen ein­ge­teilt, die sich mit un­ter­schied­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen be­schäf­tig­ten. Neu­gie­rig wa­ren die Ju­gend­li­chen vor al­lem auf die Flug­bahn des Bal­lons so­wie die Druck- und Tem­pe­ra­tur­ver­än­de­run­gen. Ziel der An­ge­bote des ZDI-Zen­trums ist es, die in Lippe vor­han­de­nen Kräfte zur Nach­wuchs­för­de­rung im Be­reich Na­tur­wis­sen­schaft und Tech­nik zu bün­deln, um lang­fris­tig ent­spre­chende Un­ter­richts­an­ge­bote so­wie außer­schu­li­sche Pro­jekte zu er­mög­li­chen, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung wei­ter. Außer­dem sol­len Un­ter­neh­men bei der Ge­win­nung von en­ga­gier­tem Nach­wuchs un­ter­stützt wer­den. Fi­nan­ziert wird das Pro­jekt durch das NRW-Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, im Herbst die­sen Jah­ren soll es ein wei­te­res Pro­jekt ge­ben. Ins­ge­samt ha­ben 15 Schü­ler ab der ach­ten Klasse die Chance ge­nutzt, ihr ei­ge­nes Weltall­ex­pe­ri­ment auf die Beine zu stel­len.

vom 25.08.2018 | Ausgabe-Nr. 34B

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