LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Lemgo

Von der Idee zum (fast) reifen Plan

In Lieme stehen jetzt alle Zeichen auf "Ilsepark"

 

Lemgo-Lieme (n­r). Il­se­ter­ras­sen, Back­haus, ja­pa­ni­scher Gar­ten, Boule-, Kubb-, Vol­ley­ball­feld und Klet­ter­wand – die Liste des­sen, was im "Il­se­park" in Lieme um­ge­setzt wer­den soll, ist lang und klingt le­ben­dig. Was die Bür­ger hier vor gut ein­ein­halb Jah­ren als Bür­ger­park-Idee beim Lea­der-För­der­pro­gramm ein­ge­reicht ha­ben, wird lang­sam spruch­reif. In­zwi­schen lie­gen kon­krete Pläne vor und die Lie­mer wol­len end­lich an­pa­cken. "Wir ste­hen jetzt an dem Punkt, an dem es wirk­lich los­ge­hen könn­te", star­tete Pfar­rer Fred Nie­meyer in den In­for­ma­ti­ons­abend rund um das Lea­der­pro­jekt "Il­se­park", zu dem der Ent­wurf des Ar­chi­tek­tur­büros "Frei­raum" aus Han­no­ver vor­ge­stellt wur­de. Ein­ge­la­den hatte die In­ter­es­sen­ge­mein­schaft "Wir in Lie­me" und dem Auf­ruf sind viele in­ter­es­sierte Lie­mer nach­ge­kom­men, die nur dar­auf war­ten, ak­tiv zu wer­den. Und es wird ein Großpro­jekt, das 440.000 Euro kos­ten wird. So­fern es in die Be­wil­li­gung durch die Be­zirks­re­gie­rung Det­mold geht, könnte das Pro­jekt 250.000 Euro EU-För­der­gel­der er­hal­ten, 140.000 Euro hat die Stadt Lemgo be­wil­ligt und 50.000 Euro müs­sen die Lie­mer als Ei­gen­leis­tung ein­brin­gen. "Als Ei­gen­leis­tun­gen zählen Ar­bei­ten, wie Bü­sche ro­den, Bruch­stein­mau­ern ver­set­zen, Steine auf­neh­men und trans­por­tie­ren oder gra­ben, um Fun­da­mente gießen zu kön­nen", so Ul­rich Ort­mann von "Wir sind Lie­me". Auch das Thema Be­leuch­tung wurde be­reits ins Ei­gen­leis­tung tat­kräf­tig um­ge­setzt: Die La­ter­nen, die in Lemgo durch Bau­maß­nah­men ü­ber­flüs­sig ge­wor­den sind, seien nach Lieme ge­wan­dert und kur­zer­hand mit LED-Tech­nik aus­gerüs­tet wor­den. Das al­lein spare schon etwa 10.000 Eu­ro, wie Ort­mann wei­ter aus­führ­te. Als An­trag­stel­ler fun­giert die Alte Han­se­stadt Lemgo in en­ger Ab­stim­mung mit der Dorf­ge­mein­schaft und der Kir­chen­ge­mein­de, wel­che Ei­gentü­me­rin we­sent­li­cher Flächen ist. "­Der Kon­zept­plan des Büros braucht jetzt nur noch den nöti­gen Fein­schliff und wir sind glück­lich, dass die Stadt Lemgo sich be­reit er­klärt hat, das Pro­jekt mit zu tra­gen. jetzt hof­fen wir, das wir den Lie­mern ein Ge­fühl dafür ge­ge­ben ha­ben, wie das hier wer­den kann", so Fred Nie­meyer. "­Was lange währt, wird end­lich gut – so heißt es doch. Für uns alle wa­ren die letz­ten ein­ein­halb Jahre ein lan­ger Lern­pro­zess; bei­spiels­wei­se, dass Spon­so­ring nicht för­der­wür­dig ist", meinte Ul­rich Ort­mann und fügte nach­denk­lich hin­zu: "Woh­nen kann man ü­ber­all, aber in Lieme wol­len wir le­ben, ge­nau des­halb ist der Il­se­park wich­tig." Für ihn und viele an­dere geht der Blick in Rich­tung Zu­kunft. Da heißt es, das Dorf le­bens­wert zu er­hal­ten und Ge­mein­schaft zu för­dern. Ü­b­ri­gens: Den In­fo­ter­min ha­ben die In­itia­to­ren ganz be­wusst vor das an­ste­hende Dorf­fest ge­legt. Als zün­den­den Ge­sprächss­toff so­zu­sa­gen, um mög­lichst viele Lie­mer mit ins Boot zu ho­len.

vom 22.08.2018 | Ausgabe-Nr. 34A

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten