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Das ganze Wochenende wurde gefeiert

Anlässlich der 900-Jahr-Feier bot der Beller Heimatverein ein buntes Programm für Jung und Alt.

Auch die Bauern des Ortes sind beim großen Festumzug mit von der Partie. Foto: Lorraine Brinkmann

Auch die Bau­ern des Or­tes sind beim großen Festum­zug mit von der Par­tie. Fo­to: Lor­raine Brink­mann  weitere Bilder »

Belle (lob). Mit dem großen Festum­zug am Sonn­tag hat die dreitä­gige Party der Bel­ler für den seit nun­mehr 900 Jah­ren be­ste­hen­den Ort ih­ren Höhe­punkt ge­fun­den. Hun­derte Be­su­cher war­te­ten ge­spannt auf die Dut­zen­den bunt ge­schmück­ten Wa­gen und Grup­pen, die ein­mal quer durch den mit Krän­zen ver­zier­ten Ort zo­gen. An­sch­ließend durf­ten die Fest­wa­gen auf der Ver­an­stal­tungs­wiese ge­nauer be­staunt wer­den, während die Fei­er­lich­kei­ten lang­sam aus­klan­gen. Rudi Radt­schun vom Hei­mat­ver­ein war be­reits zur Skulp­tur­prä­sen­ta­tion am Frei­tag von der Be­su­cher­zahl ü­ber­wäl­tigt. Mit der Ein­hwei­hung hat­ten die Fei­er­lich­kei­ten zum 900-jäh­ri­gen Ju­biläum in Belle be­gon­nen und zu die­ser seien be­reits mehr als 200 Leute er­schie­nen. Zwei Jahre lang habe man laut Radt­schun an den Vor­be­rei­tun­gen ge­ar­bei­tet und sich ü­ber­legt, wie das lang­jäh­rige Be­ste­hen des Or­tes ver­ewigt wer­den kann. Schließ­lich ent­schied man sich für eine Skulp­tur aus Ei­sen und Stein, die von Me­tall­bauer Diet­mar Al­brecht an­ge­fer­tigt und zu Be­ginn der Fest­lich­kei­ten prä­sen­tiert wur­de. Zu se­hen ist ein Stein, der von drei Säu­len ge­tra­gen wird. "­Die drei Ste­len ste­hen für das Mot­to, un­ter dem das Ju­biläum statt­fin­det: ges­tern, heute und mor­gen", er­klärte Diet­mar Al­brecht. Auf dem Stein be­fin­det sich die Bel­ler Ka­pel­le. "­De­ren Tür ha­ben wir geöff­net, um zu sym­bo­li­sie­ren, dass in un­se­rem Ort je­der will­kom­men ist", sagte er wei­ter. "Das lässt sich natür­lich auch am Schrift­zug ab­le­sen. Auf der Rück­seite des Stei­nes be­fin­det sich eine Auf­lis­tung al­ler Spon­so­ren. Al­brecht be­ton­te, man werde den Platz, der von der Stadt zur Ver­fü­gung ge­stellt wur­de, im­mer pfle­gen. "­Des­we­gen liegt der Stein auch nicht", scherzte Diet­mar Al­brecht. "So kann man bes­ser dar­un­ter fe­gen." Wei­ter ging es dann am Sams­tag mit dem "­Dor­fak­ti­ons­tag" auf dem Fest­platz am Milch­weg. Un­ter dem Motto "­Tech­nik ges­tern-heute-mor­gen" wur­den Ma­schi­nen aus der Land- und Hol­z­wirt­schaft und dem Hand­werk ge­zeigt. So wur­den bei­spiels­weise eine Ma­schine zur Her­stel­lung von Be­senstie­len und alte Trak­to­ren prä­sen­tiert. Für die Vor­führung der Wol­le­her­stel­lung wurde ei­gens ein Schaf vor Ort ge­scho­ren und eine Huf­schmie­din zeig­te, wie das Be­schla­gen ei­nes Pfer­des funk­tio­niert. Pas­send zum Thema Land­wirt­schaft be­stand die Hüpf­burg auf dem Fest­platz aus Stroh. "All diese Dinge ha­ben uns Be­triebe und Pri­vat­leute aus der Re­gion zur Ver­fü­gung ge­stellt. Ins­be­son­dere für die jün­ge­ren Be­su­cher ist es span­nend zu se­hen, wie früher ge­ar­bei­tet wur­de", sagte Rudi Radt­schun. Da­mit für alle eine Er­in­ne­rung an die­ses be­son­dere Wo­chen­ende bleibt, wurde ei­gens ein Film ge­dreht, der alle Ak­tio­nen bein­hal­ten soll - von den Vor­be­rei­tun­gen bis hin zum großen Festum­zug. Zahl­rei­che Auf­tritte auf der ei­gens auf­ge­bau­ten Bühne run­de­ten das Pro­gramm ab. Abends ging die Feier dann im Fest­zelt wei­ter. "­Be­reits am Frei­tag wurde bis tief in die Nacht ge­fei­er­t", freute sich Radt­schun. Auch am Sams­tag durfte nach dem "­Bun­ten Aben­d", an dem Sket­che, Mu­sik und Tanz ge­zeigt wur­den, kräf­tig ge­fei­ert wer­den. Schon am Nach­mit­tag war das Zelt gut ge­füllt mit Be­su­chern, die sich erst ein­mal mit Kaf­fee und Ku­chen stärk­ten. "Es ist wirk­lich eine tolle Ver­an­stal­tung", sagte die ge­bür­tige Bel­le­rin Lie­sel Lan­ge. "­Schon beim Bin­den der Kränze während der letz­ten Tage stieg die Vor­freude auf das Fest. Alle Ver­ant­wort­li­chen ha­ben sich wirk­lich sehr viel Mühe ge­ge­ben." Auch Ute Ra­deck, die mit ih­rem Mann ein Fe­ri­en­haus in Belle be­sitzt, be­wun­derte das En­ga­ge­ment der Ver­an­stal­ter: "Es ist toll, was hier auf die Beine ge­stellt wurde und das al­les in eh­ren­amt­li­cher Ar­beit." Be­su­cher Chris­tian Gessert freute sich be­son­ders ü­ber das viel­fäl­tige An­ge­bot für Kin­der. "­Die Fest­lich­kei­ten sind wirk­lich schön ge­wor­den. Dass sich die Kin­der auch ein­mal Tiere und Ma­schi­nen aus nächs­ter Nähe an­se­hen kön­nen, ist toll."

vom 18.08.2018 | Ausgabe-Nr. 33B

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