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Auf Lages Straßen ist Besserung in Sicht

Ausbauprogramm soll Sanierungskosten deutlich reduzieren

Vier verschiedene Straßenbeläge finden sich beispielsweise auf dieser Fahrbahn in der Innenstadt. Mit Hilfe des Straßenausbauprogramms sollen Bilder wie dieses künftig der Vergangenheit angehören. Foto: WAG

Vier ver­schie­dene Straßen­beläge fin­den sich bei­spiels­weise auf die­ser Fahr­bahn in der In­nen­stadt. Mit Hilfe des Straßen­aus­bau­pro­gramms sol­len Bil­der wie die­ses künf­tig der Ver­gan­gen­heit an­gehören. Fo­to: WAG

Lage (WAG). Nur drei Pro­zent von La­ges Straßen sind in ei­nem sehr gu­ten Zu­stand, mehr als jede fünfte (21 Pro­zent) weist da­ge­gen eine schlechte Fahr­bahn auf: Nicht zu­letzt die vi­su­elle Straßen­zu­stand­ser­fas­sung der Ge­sell­schaft für kom­mu­nale Be­ra­tung (Ge-Komm) hat ge­zeigt, wie mies es um die Straßen der Zucker­stadt be­stellt ist. Ge­mein­sam mit der DKC Kom­mu­nal­be­ra­tung GmbH wird sie dem Rat nach der Som­mer­pause eine Prio­ritäten­liste vor­le­gen. Dar­aus geht dann her­vor, wel­che städ­ti­schen Straßen in den nächs­ten Jah­ren be­son­ders drin­gend sa­niert wer­den müs­sen. In sei­nen Un­ter­su­chun­gen für das mehr­jäh­rige Aus­bau­pro­gramm, das in Nord­rhein-West­fa­len bis­lang ein­ma­lig ist, hat Bernd Mende von der Ge-Komm das "Kno­ten-Kan­ten-Sys­tem" an­ge­wandt. Darin ran­gie­ren wei­tere 24 Pro­zent der er­fass­ten Straßen "­zwi­schen den No­ten 4,5 und vier", wie Mende un­ter­strich.­Die Stadt ist ge­setz­lich ver­pflich­tet, die Bür­ger an den Kos­ten zu be­tei­li­gen; ü­ber eine Er­höhung von Steu­ern und kom­mu­na­len Ab­ga­ben ist die Fi­nan­zie­rung des Straßen­bau­pro­gramms nicht mög­lich. Viele ei­gent­lich not­wen­dige Sa­nie­rungs­maß­nah­men wur­den in der Ver­gan­gen­heit des­halb ver­scho­ben und meist nicht mehr um­ge­setzt, weil die Grund­stücks­ei­gentü­mer we­gen der Höhe der von ih­nen zu zah­len­den Er­schließungs- und Straßen­aus­bau­bei­träge da­ge­gen Wi­der­stand ge­leis­tet hat­ten. Da­durch stieg je­doch der Un­ter­hal­tungs­auf­wand ex­po­nen­ti­ell von Jahr zu Jahr. Gleich­zei­tig mach­ten sich im städ­ti­schen Haus­halt Wert- und Ver­mö­gens­ver­luste be­merk­bar. Da­bei würde ein gu­ter Straßen­zu­stand die At­trak­ti­vität der Stadt und die Im­mo­bi­li­en­preise sta­bi­li­sie­ren oder an­stei­gen las­sen. Als Lö­sung hat der Rat da­her das Kon­zept be­schlos­sen, das ein mehr­jäh­ri­ges Aus­bau­pro­gramm nach Prio­ritäten bein­hal­tet. "Da­bei wer­den wir alle Mög­lich­kei­ten zur Re­du­zie­rung der Bau- und Fol­ge­kos­ten nut­zen", sagte Mi­chael Schultze-Rhon­hof von der DKC. Um die Kos­ten für die Bür­ger ein­zu­spa­ren, soll nach ei­nem re­du­zier­ten Stan­dard aus­ge­baut wer­den. Um­ge­setzt wer­den die ein­zel­nen Pro­jekte im Zu­sam­men­hang mit Ka­nal­bau­maß­nah­men, Vor­ha­ben der Stadt­werke und an­de­rer Ver­sor­gungs­trä­ger. Zu­dem set­zen die Pla­ner bei der Um­set­zung des Pro­gramms auf Trans­pa­renz: Die Liste mit der Rei­hen­folge der aus­zu­bau­en­den Straßen soll um­ge­hend ver­öf­fent­lich wer­den, auch im In­ter­net. "Wir kön­nen den zukünf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen kei­nen Straßen­schrott hin­ter­las­sen", be­tont Bür­ger­meis­ter Chris­tian Lieb­recht. Sich vor der Rea­lität zu ver­schließen, sei der falsche Weg. Lieb­recht geht da­von aus, dass für die Bür­ger Ein­spa­run­gen in Höhe von 30 Pro­zent ge­genü­ber ei­nem kon­ven­tio­nel­len Aus­bau zu er­zie­len sei­en. För­der­mit­tel seien da­ge­gen nicht zu er­war­ten. Im Haus­halt für die kom­men­den Jahre wer­den Gel­der zur Fi­nan­zie­rung ein­ge­stellt.

vom 15.08.2018 | Ausgabe-Nr. 33A

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