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» Schieder-Schwalenberg

Heimat, meine Seele ruht in dir

Dorfgemeinschaft Brakelsiek erinnert an Dichter Heinrich Wienke

Anneliese Begemann trug das plattdeutsche Werk „de Vadderstock“ von Heinrich Wienke vor. Direkt neben ihr das Wienke Denkmal auf dem Brakelsieker Friedhof.

An­ne­liese Be­ge­mann trug das platt­deut­sche Werk „de Vad­der­stock“ von Hein­rich Wienke vor. Di­rekt ne­ben ihr das Wienke Denk­mal auf dem Bra­kel­sie­ker Fried­hof.

Schie­der-Schwa­len­ber­g/­Bra­kel­siek (grw). In sei­ner Hei­mat war der Dich­ter Hein­rich Wienke stets um eine in­takte Dorf­ge­mein­schaft bemüht. Er war Eh­ren­mit­glied des Männer­ge­sang­ver­eins und Oberst der Bra­kel­sie­ker Schüt­zen­ge­sell­schaft. Sein Grab zie­ren die lip­pi­sche Rose und die Worte "Hei­mat, Hei­mat oh­ne­glei­chen, meine Seele ruht in dir". Wien­kes Hei­mat­ver­bun­den­heit spie­gelt sich auch in sei­nem li­te­ra­ri­schen Werk wi­der. 
­Zum 120. Ge­burts­tag des Dich­ters hatte der Hei­mat- und Ver­kehrs­ver­ein Bra­kel­siek jetzt zu ei­ner Fei­er­stunde ein­ge­la­den. An der Ge­denkstätte auf dem Fried­hof ver­samm­le­ten sich Ab­ord­nun­gen der Schüt­zen und der Feu­er­wehr, der Vor­sit­zende der Platt­deut­schen Gruppe im Lip­pi­schen Hei­mat­bund so­wie rund 70 be­geis­terte An­hän­ger der Platt­deut­schen Spra­che. Für die Äl­te­ren war es eine Rück­schau, die viele Er­in­ne­run­gen weck­te, die Jün­ge­ren be­ka­men einen Ein­blick in das Le­bens­werk des Hei­mat­dich­ters. 
Un­ter­malt von Wil­fried Nie­der­krü­gers Gi­tar­renklän­gen tru­gen die Dorf­be­woh­ner meh­rere Ge­dichte Wien­kes vor, in platt­deut­scher als auch in hoch­deut­scher Spra­che. In "­Bra­kel­siek" be­schreibt der Hei­mat­dich­ter bei­spiels­weise die Land­schaft und den Men­schen­schlag sei­nes Dor­fes im lip­pi­schen Sü­dos­ten, mit dem er sich eng ver­bun­den fühl­te, in "­Dor­p­kin­ner" geht es um die Men­ta­lität der Ju­gend­li­chen vom Dorf. 
In Bra­kel­siek hatte Hein­rich Wienke vor 120 Jah­ren als Sohn des lip­pi­schen Zieg­ler­dich­ter Fried­rich Wienke in Bra­kel­siek das Licht der Welt er­blickt. Bis zu sei­nem dreißigs­ten Le­bens­jahr stand er im Schat­ten sei­nes Va­ters. Sei­nen ers­ten Ge­dicht­band "­Werk und Hei­mat" ver­fasste er erst 1938, nach des­sen Tod. Es folg­ten viele wei­te­re. Auch ein platt­deut­sches Wör­ter­buch für das Lip­per­land so­wie der Platt­deut­sche Le­se­bo­gen stam­men von Wien­ke.

vom 08.08.2018 | Ausgabe-Nr. 32A

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