LIPPE aktuell - Das Mitteilungs- und Anzeigenblatt für die Region Lippe

Sprung

Inhalt

» Bad Salzuflen

Stadt will sich für biologische Vielfalt einsetzen

Blühflächen mit gebietseigenen Wildpflanzen angelegt

 

Bad Sal­zu­flen/Ra­dolf­zell. Die Stadt Bad Sal­zu­flen hat als 300. Kom­mune die De­kla­ra­tion "­Bio­lo­gi­sche Viel­falt in Kom­mu­nen” un­ter­zeich­net. Die De­kla­ra­tion ist eine frei­wil­lige Selbst­ver­pflich­tung, mit der sich Kom­mu­nen zum Er­halt der bio­lo­gi­schen Viel­falt und zur Um­set­zung kon­kre­ter Maß­nah­men be­ken­nen. Darü­ber hin­aus ist die Bad Sal­zu­flen wie be­reits 142 der Un­ter­zeich­ner­kom­mu­nen Mit­glied des Bünd­nis­ses "­Kom­mu­nen für bio­lo­gi­sche Viel­fal­t” ge­wor­den. "­Durch die An­lage na­tur­na­her Wie­sen, Be­wei­dungs­maß­nah­men, die Re­na­tu­rie­rung ver­bau­ter Ge­wäs­ser und viele wei­tere Pro­jekte zei­gen die un­ter­zeich­nen­den Kom­mu­nen, wie eine nach­hal­tige Flächen­ent­wick­lung zum Wohle von Mensch und Na­tur ge­lingt. Und mit je­der wei­te­ren Kom­mune wird deut­lich, dass es sich da­bei nicht mehr nur um Pi­lot­pro­jek­te, son­dern um ein bun­des­wei­tes Um­den­ken han­del­t”, freut sich Jörg Sib­bel, Vor­stands­vor­sit­zen­der des Bünd­nis­ses. Bad Sal­zu­flen legt in die­sem Sinne be­reits seit ei­ni­gen Jah­ren Blüh­flächen mit ge­biets­ei­ge­nen Wild­pflan­zen im Stadt­ge­biet an. Die so ent­stan­de­ne, ar­ten­rei­che Ve­ge­ta­tion bie­tet Bie­nen, Schmet­ter­lin­gen und an­de­ren In­sek­ten Nah­rung und Le­bens­raum. Da­mit es auch in pri­va­ten Gär­ten für In­sek­ten blüht, stellt die Stadt­ver­wal­tung den Bür­gern kos­ten­los, ge­biets­ei­ge­nes Saat­gut zur Ver­fü­gung. Außer­dem hat sich Bad Sal­zu­flen vor­ge­nom­men, die früher im Stadt­ge­biet üb­li­chen Feld- und Weg­raine an Acker­flächen in Form blüten­rei­cher Säume wie­der­her­zu­stel­len. Bür­ger­meis­ter Dr.Ro­land Tho­mas ist zu­frie­den, dass Bad Sal­zu­flen die De­kla­ra­tion un­ter­schrie­ben hat: "Nach­hal­tig­keit ist das ent­schei­dende Stich­wort. Und das geht nur durch ein Mit­ein­an­der von Na­tur und Men­sch. Des­we­gen wol­len wir uns für die bio­lo­gi­sche Viel­falt in Bad Sal­zu­flen ein­set­zen und Ver­ant­wor­tung ü­ber­neh­men.” Be­reits ein Drit­tel der in Deutsch­land vor­kom­men­den Ar­ten gilt mitt­ler­weile als ge­fähr­det. Hinzu kom­men zahl­rei­che Ar­ten wie die Lang­flü­gel­fle­der­maus, die be­reits aus­ge­stor­ben sind oder als ver­schol­len gel­ten. Land­krei­se, Städte und Ge­mein­den kön­nen zum Er­halt der bio­lo­gi­schen Viel­falt bei­tra­gen: Jede neue Straße und je­des neue Bau­ge­biet hat di­rekte Aus­wir­kun­gen auf Bo­den, Ve­ge­ta­tion und Mi­kro­kli­ma. Wer­den biodi­ver­sitäts­re­le­vante Ge­sichts­punkte früh­zei­tig berück­sich­tigt, kön­nen Kom­mu­nen durch Maß­nah­men wie in Bad Sal­zu­flen ne­ga­tive Aus­wir­kun­gen mi­ni­mie­ren und ö­ko­lo­gisch wert­volle Struk­tu­ren schaf­fen.

vom 21.07.2018 | Ausgabe-Nr. 29B

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

« weitere Artikel

Keine Zeitung erhalten